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Bis 300 Euro: Diese aktuellen Tablets haben Android 10

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Inzwischen haben immer mehr Smartphones Android 10, bei Tablets sieht das aber anders aus. Gerade einmal acht bezahlbare Tablets bis 300 Euro haben bislang Android 10.

Modernes Android bedeutet: Mehr Features, weniger Sicherheitslücken. Außerdem steigt durch diverse Anpassungen manchmal sogar die Leistung, was gerade bei günstigen Geräten ein großer Vorteil ist. Genau die bekommen aber meist gar keine Updates – erst recht nicht, wenn es sich um Tablets handelt. Denn während inzwischen immer mehr Smartphones entweder ab Werk mit der aktuellsten Variante Android 10 ausgestattet sind, oder zumindest ein Update bekommen, sieht das bei Tablets viel düsterer aus.

Hier ist immer noch Android 9 das Maß der Dinge, wenn man mal von den teuersten High-End-Geräten absieht. Positiv: Auch einige sehr günstige Modelle verfügen immerhin über Android 10, wenn auch nur eine Handvoll und nur von wenigen Herstellern. Wir haben uns angeschaut, welche 2019- und 2020er-Modelle man damit bis 300 Euro bekommt.

Das günstigste Modell in unserer Auflistung wird von einem Mediatek-Octa-Core und 2 GByte RAM angetrieben. Daten finden im 16 GByte großen internen Speicher Platz – falls nicht, lässt er sich per Micro-SD-Karte erweitern. Die Darstellung erfolgt über einen 8 Zoll großen IPS-Bildschirm mit einer etwas mageren Auflösung von 1280 × 800 Pixel das ist dem Preis geschuldet. Auch Micro-USB statt Typ C ist ein Hinweis darauf.

Technisch weist das Samsung Galaxy Tab A 8.0 viele Parallelen zum MatePad T8 von Huawei auf. Das Display ist auf dem Papier identisch, auch der Arbeitsspeicher ist mit 2 GByte gleich groß und Nutzer müssen mit Micro-USB vorliebnehmen. Für den Aufpreis von rund 30 Euro bekommen Käufer allerdings 32 statt 16 GByte internen Speicher und statt Mediatek sorgt Qualcomm für ausreichende Power.

Vielen Lesern dürfte Hannspree kein Begriff sein, dabei bezeichnet sich das Unternehmen selbst als “Marke des weltweit führenden Display-Herstellers im Small- und Middle-Panel-Segment HannStar”. Viel merkt man davon beim HANNSpad Apollo leider nicht. Zwar ist der Screen dem Namen entsprechend 10,1 Zoll groß, die Auflösung liegt aber wie bei den beiden zuvor genannten Geräten bei mickrigen 1280 × 800 Pixel und daraus resultierend ergibt sich eine niedrige Darstellungsschärfe von 149 Pixel pro Zoll.

Als Antrieb dient nur ein Quad-Core von Mediatek, der jetzt immerhin schon mit 3 GByte kombiniert ist. Eine gute Figur mach das seltene Tablet hingegen bei den Kabelverbindungen: Neben USB-C bietet das Apollo einen Klinkenanschluss für herkömmliche Kopfhörer und sogar einen Micro-HDMI-Ausgang. Der 32 GByte große interne Speicher lässt sich erweitern. Mit über 800 Gramm ist das Hannspree 10.1 ein extremes Schwergewicht unter den Tablets.

Das MatePad T10 von Huawei ist nicht viel besser, wenn man vom deutlich niedrigeren Gewicht und dem besseren Prozessor (Kirin 710) einmal absieht. Für einen leicht höheren Preis als beim zuvor genannten Modell von Hannspree gibt es bei gleicher Auflösung einen nur 9,7 Zoll großen Touchscreen, nur 2 GByte RAM und nur 16 GByte internen Speicher. Auch der Micro-HDMI-Ausgang fehlt.

Da lohnt wohl eher der Griff zum Samsung Galaxy Tab A 10.1. Für rund 10 Euro mehr bekommen Käufer ein 10,1 Zoll großes Display mit erstmals in dieser Auflistung sogar erweiterter Full-HD-Auflösung (1920 ×1200 Pixel). Der Samsung-Octa-Core wird allerdings nur von 2 GByte RAM unterstützt, immerhin gibt es jetzt wieder 32 GByte internen Speicher. Die 6150 mAh des Akkus liegen höher als bei der zuvor aufgezählten Konkurrenz.

Trotz noch einmal rund 25 Euro mehr wird es technisch beim MatePad 10s von Huawei kaum besser: Wieder nur 2 GByte RAM und 32 GByte interner Speicher – das ist nicht viel. Immerhin befeuert das 9,7 Zoll große Display ein ordentlicher Octa-Core von Huawei, der mit den 1920 × 1200 Pixel gut klarkommen dürfte.

Etwas verwirrend wird es beim Samsung Galaxy Tab A7. Statt 7-Zoll-Screen gibt es hier ausgewachsene 10,4 Zoll mit 2000 × 1200 Pixel. Angetrieben wird das Modell von einem Qualcomm-Octa-Core der oberen Mittelklasse, der von 3 GByte RAM unterstützt wird. 32 GByte sind bei knapp über 200 Euro keine Besonderheit mehr.

Die gleiche Display-Größe samt Auflösung wählt Huawei für das MatePad 10.4, neu ist allerdings die Möglichkeit, es mit einem Digitizer zu bedienen. Auch hier setzt der Hersteller auf eine Kombination aus 3 GByte RAM und 32 GByte internem Speicher. Der Kirin 810 mit acht Kernen hat mit der Darstellung leichtes Spiel, außerdem gibt es hier als einziges Modell eine Frontkamera mit 8 Megapixel und eine Hauptkamera mit gleicher Auflösung.

Bei Tablets sind Updates des Betriebssystems schwierig, bei günstigen Modellen beinahe unmöglich zu bekommen. Beinahe, weil einige Anbieter wie etwa Samsung neben Updates für die deutlich teureren Surfbretter Galaxy Tab S6 (Testbericht) und Galaxy Tab S5e auch schon Android 10 für seine A-Modelle umgesetzt hat.

Wer ein günstiges Tablet kaufen will, sollte bei besonderem Interesse an einer halbwegs modernen Betriebssystemversion gleich ein Modell mit Android 10 kaufen – eben die Modelle aus dieser Auflistung. Generelle Hilfe beim Tablet-Kauf geben wir zudem hier, außerdem haben wir hier Tablets von 40 bis 150 Euro zusammengefasst.

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