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BestTipps: Datenverbrauch unter Android reduzieren

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Datenkontingente für das Mobile Device sind nicht gerade billig. Wer sich unterwegs häufig mit Smartphone und Tablet im mobilen Internet herumtreibt, der sollte seinen Verbrauch besser im Blick und im Griff haben. Wir verraten Euch in dieser Folge unserer BestTipps, wie Ihr das am besten bewerkstelligt.

Um seinen Datenverbrauch auf Handy und/oder Tablet-PC nicht überzustrapazieren, muss man natürlich zuerst einmal wissen, wie groß dieser ist. Das geht unter Android sehr gut in den Systemeinstellungen. Die entsprechende Option findet sich je nach Hersteller allerdings an anderer Stelle: bei aktuellen Samsung-Geräten beispielsweise direkt in der obersten Ebene der Einstellungen des Smartphones oder Tablets, bei anderen Devices innerhalb „Drahtlos und Netzwerke“. Im Zweifelsfall muss man schauen, wo der Hersteller die Datenverbrauchsanzeige versteckt hat.

Bild: Screenshot / Techstage Android bietet ein sehr gutes Boardmittel, mit dem der Datenverbrauch überwacht und reduziert werden kann.

Abhängig davon, welche Android-Version und welches Mobile Device man nutzt, unterscheiden sich die Möglichkeiten, die einem zur Verfügung stehen. Welche Apps aktuell wie viele Daten verbraucht haben, wird dem Nutzer dabei immer angezeigt. Auch eine Begrenzung der Datennutzung – nach Erreichen einer bestimmten Menge wird der mobile Datenverkehr deaktiviert – ist auf den meisten Android-Geräten als Möglichkeit vorhanden. Somit lässt sich zum einen schon mal vermeiden, dass höhere Datenmengen als gewünscht verbraucht werden und die Apps mit dem größten Internet-Hunger lassen sich ausmachen.

Zeigen sich beispielsweise YouTube und Facebook oben auf, in der Liste der Apps sollte jedem klar sein, was zu tun ist: Innerhalb der Applikationen entsprechenden Einstellungen vornehmen. Bei YouTube also „Mobile Daten begrenzen“ aktivieren, so werden Videos unterwegs nicht mehr in HD gestreamt und ordentlich Daten eingespart. Bei Facebook hilft es sowohl bei Fotos und Videos die Option „in HD hochladen“ zu deaktivieren, aber auch Autoplay für Videos geht gut aufs Datenkontingent und sollte im Zweifelsfall ausgeschaltet sein. Zeigen sich einzelne Apps sehr datenhungrig, finden sich innerhalb der Einstellungen der Programme in der Regel immer Möglichkeiten, den Datenverbrauch zu verringern.

Automatische App-Updates können natürlich ordentlich Daten verbrauchen, deshalb sollte in den Einstellungen vom Google Play Store die Option „nur über WLAN zulassen“ ausgewählt sein, oder aber Aktualisierungen prinzipiell nicht automatisch durchgeführt werden.

Viele Android-User nutzen Chrome als Browser, wissen eventuell aber gar nicht, dass dieser eine eigene Option zum Einsparen von Daten bietet: Im Datensparmodus werden Webseiten vor dem Aufruf komprimiert und so das ein oder andere Megabyte an mobilen Daten eingespart.

Wer die Möglichkeit des automatischen Bilder-Uploads in die Cloud mit Google Fotos, OneDrive oder Dropbox nutzt, der sollte nicht vergessen, dass auch dies auf das Datenkontingent geht. In den Einstellungen also am besten die Option „nur über Wlan hochladen“ auswählen.

Auch beim meistgenutzten Messenger WhatsApp lässt sich einiges an Daten einsparen: Zumindest der Foto-Download unterwegs ist standardmäßig aktiviert, wodurch so manches Megabyte verbraucht wird. Außerdem lässt sich im entsprechenden Menü eine Option zur Datenverbrauchsreduzierung beim telefonieren mit WhatsApp einschalten.

Bild: Screenshot / Techstage Wer viel WhatsApp nutzt, aber nicht unnötig viele Daten verbrauchen will, der sollte unterwegs auf den automatischen Download von Medien verzichten.

Zum Einsparen unnötigen Datenverbrauchs bietet es sich weiterhin an Hintergrunddaten von Apps zu deaktivieren, bei denen es nicht nötig ist, dass diese – obwohl gar nicht gestartet – aufs Internet zugreifen. Diese Option findet sich bei aktuellen Samsung-Geräten innerhalb des Menüs Datennutzung, bei anderen Smartphones teils an anderer Stelle. Somit wird als Beispiel vermieden, dass eine Mediatek-App unnötigerweise ständig schaut ob neuer Content verfügbar ist, obwohl man die Applikation schon seit Längerem gar nicht genutzt hat. Wer ganz sicher gehen will und unterwegs eh nicht ständig von irgendwelchen Benachrichtigungen genervt werden will, der kann natürlich das mobile Internet komplett aus und dann jeweils nur im Bedarfsfall einschalten.

Unser letzter Tipp richtet sich an diejenigen, die sich gerne vom Smartphone navigieren lassen: Als Google-Maps-Nutzer empfiehlt es sich die Bereiche, in denen man oft unterwegs ist, als Offline-Karten aufs Gerät herunterzuladen. Das belegt zwar Speicherplatz, schont aber das Datenkontingent nicht unerheblich. Zwar benötigt Google Maps zur Navigation Internetzugang, muss dann aber die Karten nicht erst noch herunterladen. Eine sehr gute Alternative mit der sich komplett offline navigieren lässt ist hingegen der Kartendienst Here WeGo.

Mit den hier beschrieben Schritten gelingt es in der Regel sehr gut, seine Datennutzung im Griff zu haben – zu diesem Zweck extra Apps zu installieren, die oftmals mit nerviger Werbung vollgepackt sind oder aber Geld kosten, ist eigentlich nicht nötig.

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