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BestFight: Huawei P9 lite vs P9 vs P9 Plus – was für wen?

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Seit April und Mai hat Chinas Huawei Device drei neue Smartphones am Start: das P9 lite, P9 sowie das High-End-Modell P9 Plus. Die Frage, welches wohl das Beste von allen ist, erübrigt sich. Bei den drei Androiden handelt es sich nämlich nicht einfach um gleichwertige Geräte in unterschiedlichen Größen, sondern um technisch unterschiedliche Handys. Und welches das Richtige für Euch ist, das erfahrt Ihr in diesem BestFight.

Design des P9 lite, P9 und P9 Plus

Was einem auf den ersten Blick auffällt, ist das Aussehen der Telefone. Freilich, wir sprechen hier von einer Reihe, nämlich die der Huawei P. Bis auf weinige Unterschiede ist das Design identisch: rechteckig, blockartig, flach und ziemlich widerstandsfähig. Im Vergleich zu dem P9 und P9 Plus ist das Einstiegsgerät P9 lite teilweise aus Kunststoff gemacht. Insgesamt ist's aber okay. Wer trotzdem viele Glas- und Metallelemente haben möchte, der sollte zu dem Oberklassen- oder High-End-Modell greifen. Das P9 verfügt über eine matt-pulverisierte Rückseite, wohingegen das P9 Plus mit seiner Metallic-Oberfläche glänzt. Einige finden das schick, andere wiederum nicht. Nachteil an der Sache: Fingerabdrücke sind leichter zu sehen. Das abrundete Glas an den Seiten beim P9 und P9 Plus, gefällt uns. Es wirkt nahtlos und betont noch einmal die geschliffenen Kanten an den Rändern.

Wir haben drei Telefone aber nur zwei Display-Größen: 5,2 beim P9 lite und P9 sowie 5,5 Zoll bei dem Plus-Modell. Die Aulösung ist überall dieselbe: Full-High-Definition – 1920 × 1080 Pixel. Bei der Pixeldichte nehmen sich die drei nicht viel: Wir sprechen über 24 ppi hin oder her. Über 425 gegen 401 Pixel pro Zoll. Bei der Entscheidung kommen aber zwei andere Faktoren in Frage, nämlich Kontrast und Sättigung. Das P9 Plus verfügt ein OLED-Display. In Sachen Dynamik ist es damit den anderen überlegen. Auch die Farben sind leicht übersättigt. Wer eine exakte Farbwiedergabe vorzieht, für den ist das P9 mit seinem erweiterten Farbraum das Richtige. Der Bildschirm des P9 lite ist gut, aber im Gegensatz zu seinen Brüdern gibt es hier nichts Sonderbares.

Größenvergleich des P9 lite, P9 und P9 Plus
Größenvergleich des P9 lite, P9 und P9 Plus

Eine Einzigartigkeit gibt es bei dem P9 Plus: Die Anzeige unterstützt drucksensitive Eingaben, ähnlich wie man's vom iPhone 6s und iPhone 6s Plus kennt. Die Technologie wird Huawei Press Touch genannt und funktioniert im Grunde genau wie Apples 3D Touch und Force Touch. Das System erkennt zwei Druckintensitäten und ermöglicht so Schnellzugriffe zu Kontakten, Einstellungen und Tasten wie der Menüleiste. Derzeit werden nur Huawei-eigene Applikationen unterstützt. Und davon gibt es nur 18. Das Ganze ist hilfreich, finden wir. Aber noch ist der Nutzen beschränkt.

Spätestens jetzt bei den technischen Daten machen sich die unterschiedlichen Preispunkte bemerkbar. P9 und P9 Plus sind gut ausgestattet. was Prozessor, Arbeitsspeicher und Kommunikationswege angeht. Grafik-lastige Spiele meistern die zwei Geräte ebenfalls problemlos. Anders sieht es beim P9 lite aus. Das kommt desöfteren an seine Grenzen. Die Akkus der drei Huawei-Smartphones halten bei einer gewöhnlichen Nutzung etwa 1,5 Tage. Gut gefallen hat uns die Schnelllademöglichkeit beim P9 und P9 Plus. Außerdem kommt hier ein USB-Type-C-Anschluss zum Einsatz. Das ist komfortabel. Für das mobile Internet steht den Geräten LTE zur Verfügung – lokal ist es WLAN 802.11 ac und beim P9 lite nur der n-Standard. Fingerabdrucksensoren gibt es auf der Rückseite der Geräte.

Technische Daten des P9 lite, P9 und P9 Plus

Das P9 Plus verfügt über zwei Lautsprecher, die den Ton in Stereo ausgeben. Das System ist nicht zu vergleichen mit einem HTC One M9 oder dem Xperia Z5 von Sony Mobile. Viel mehr ist es eine Zwischenlösung wie im HTC 10: ein großer Lautsprecher unten sowie ein kleiner oben. Den räumlichen Effekt hat man zwar, aber die unterschiedlichen Lautstärken hört man dennoch heraus. Bei dieser Größe und dem Preis hätten wir uns lieber etwas Anständiges gewünscht.

Huawei legt mittlerweile viel Wert auf Kameratechnologie. Deshalb hat man sich einen starken Partner zur Seite geholt, die Leica Camera AG. Bei dem P9 und P9 Plus kommt eine bisher kaum genutzte Methode zum Einsatz. Die Geräte setzen auf zwei Bildsensoren. Die Besonderheit dabei: Ein Sensor erfasst Konturen Formen in Schwarz-Weiß, während der andere für die Farbe zuständig ist. So soll das Beste aus beiden Welten kombiniert werden. Tatsächlich gelingen die Bilder gut und vergleichsweise deutlich besser, als die mit dem P9 lite geschossen. Dafür besitzt das Einsteigergerät die bessere Selfie-Kamera mit acht Megapixel und einer Blende von f/2. Hinten hat's 13 Megapixel. Die Videoaufnahme bei allen Geräten ist lediglich auf 1080p und nach vorne sogar auf 720p beschränkt. Videoauflösungen wie UHD oder 4K sind gar nicht möglich.

Kamera(s) des P9 lite, P9 und P9 Plus
Kamera(s) des P9 lite, P9 und P9 Plus

Und das ist der kleine Vergleich zwischen den drei Geräten. Das P9 lite richtet sich an alle, die wenig ausgeben und dennoch moderne Features möchten. Das P9 Plus ist High-End, zumindest von den technischen Daten her. Aber viele Features, die es von dem P9 unterscheidet, sind gar nicht so signifikant gut. Als Beispiel: der Lautsprecher, der etwas größere Akku oder die Press-Touch-Funktion. Einen Mehrwert bieten das organische Display und die Infrarotschnittstelle. Deshalb würden wir persönlich das P9 für etwa 450 Euro nehmen, statt das 699 Euro teure P9 Plus. Oder habt Ihr eine andere Meinung?

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