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Besseres WLAN im Garten: Outdoor-Repeater & Co.

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Bild: blickpixel / CC0

von und Moritz Jäger  //   //  Stand: Facebook Twitter Google+

Das Router-WLAN reicht nicht in den Garten? Kein Problem: Wir zeigen sechs Wege, wie WLAN Repeater, Access Points und Mesh für stabiles Internet im Freien sorgen.

Bis in den Garten reicht das WLAN oft nicht. Das ist nicht nur für Nutzer nervig, die Videos streamen wollen, sondern macht auch den Einsatz smarter Garten-Tools oder von Outdoor-Überwachungskameras (Vergleichstest) schwer oder unmöglich. Die gute Nachricht: WLAN ist ein Protokoll, welches sich einfach mit zusätzlichen Geräten erweitern und ausbauen lässt. In diesem Artikel stellen wir folgende Ansätze vor, mit denen sich Gärten temporär oder dauerhaft mit WLAN versorgen lassen.

  • Indoor-Repeater für die Außensteckdose
  • Indoor-Repeater für die Powerbank
  • Outdoor Repeater unter 100 Euro
  • Mesh-Systeme draußen nutzen
  • Powerline
  • LTE-Router mit und ohne Akku

Steht der zentrale WLAN-Router so ungünstig, dass er nicht in den Garten hinaus funkt, kann man seine Funkzelle durch einen WLAN-Repeater verlängern. Vorteil von Repeatern: Sie sind preiswert, und das Koppeln mit dem Router geht meist schnell und einfach. Nachteil: Billige Modelle reduzieren die Surf-Geschwindigkeit meist auf die Hälfte, oder noch weniger. Mehr dazu in unserem Artikel „Wie WLAN-Repeater die Reichweite vergrößern“.

WLAN-Repeater mit internem Netzteil kann man direkt in eine 230-Volt-Dose stecken. Dann hängt kein Kabel rum, aber die belegte Steckdose ist für andere Zwecke blockiert. Außerdem sitzen Steckdosen Funk-technisch oft nicht optimal, etwa zu tief am Boden, in ungünstigen Ecken, hinter Möbeln. Beispiele für solche Geräte sind der AVM 310 (Testbericht), der AVM 1750E (Testbericht) oder der Devolo WiFi ac (Testbericht).

WLAN-Repeater mit externem 230-Volt-Netzteil wie der Netgear Nighthawk EX7000 (Testbericht) kann man flexibler platzieren. Aber dann hängt eben ein hässliches Kabel durch die Gegend.

AVM FRITZ!WLAN Repeater 310 (20002576)

AVM 310

AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E (20002686)

AVM 1750E

devolo WiFi Repeater AC (9789)

Devolo WiFi ac

Netgear EX7000 Nighthawk (EX7000-100PES/EX7000-100UKS)

Netgear Nighthawk EX7000

Was, wenn keine Steckdose da ist? Kein Problem, es gibt Repeater, die sich per USB-Anschluss Strom aus einer Powerbank holen. Dazu gehören der Xiaomi Mi WiFi 300M Amplifier 2 (den Kollege Philipp bereits in seinem Drohnentest erfolgreich nutzte) oder der Zyxel WRE6606.

Der Vorteil: Sie lassen sich sehr flexibel platzieren. Allerdings bitte nicht in der prallen Sonne, sonst könnte der Powerbank-Akku überhitzen. Als grobe Regel für die Repeater-Platzierung gilt: Mittig zwischen WLAN-Router und WLAN-Endgerät. Ansonsten ausprobieren, wo sich der optimale Übergabe-Punkt zwischen den beiden Funkzellen befindet.

Bei der Auswahl der Powerbank sollte man auf Masse statt Design gehen: WLAN brauch Strom. Käufer sollten also also darauf achten, dass die Kapazität möglichst hoch ist und dass die notwendige Ausgangsspannung bereitgestellt wird.

ZyXEL WRE6606 (WRE6606-EU0101F)

Zyxel WRE6606

Xiaomi Pro 300M Wifi Amplifier

Xiaomi Amplifier 2

Die bisher vorgestellten Produkte haben einen Nachteil: Sie sind weder gegen Staub noch gegen Wasser besonders geschützt. Damit kann man sie nicht einfach aufhängen und vergessen, sondern sollte sie tunlichst abends oder bei aufziehendem Regen wieder ins Haus mitnehmen.

Bei speziellen Outdoor Access Points ist das anders. Diese werden draußen angeschraubt und arbeiten anschließend bei (fast) jedem Wind und Wetter. Wer jetzt denkt, dass es solche Geräte nur im oberen Preissegment gibt, der irrt: Inzwischen sind Outdoor APs auch preisgünstig erhältlich.

Vorsicht: Es reicht nicht, ein LAN-Kabel aus dem Fenster zu werfen und den Outdoor AP an der Außensteckdose zu befestigen. Zu groß ist die Gefahr, dass es etwa bei einem Blitzeinschlag zu einer Überlastung kommt. Wer einen AP draußen anbringt, der sollte sich vorab über das Thema Erdung Gedanken machen und mit einem Elektriker reden. Der Netzwerkausrüster Lancom hat zu diesem Thema ein lesenswertes Handbuch erstellt.

Die günstigsten Lösungen kommen von TP-Link. Los geht es mit dem CPE210 ab 35 Euro, einem Access Point, der nur auf 2,4 GHz funkt. Sein Pendant, der CPE510 ab 45 Euro funkt nur auf 5 GHz. Beide Produkte erreichen theoretisch bis zu 300 Mbps. Ab knapp 50 Euro beginnt bei TP-Link die Auranet-Serie, die ebenfalls Outdoor APs für 2,4 GHz und 5 GHz bietet. Diese bietet deutlich mehr Konfigurationsmöglichkeiten, etwa VLANs. Wer richtig viel Leistung draußen braucht, der kann zum EAP225-Outdoor greifen, dem High-End-Modell mit MU-MIMO und Gigabit-Anschluss. Eine Alternative kommt von Ubiquiti, der Access Point Unifi AC Mesh UAP kostet um die 85 Euro und lässt sich mit bereits installierten Ubiquiti-Produkten integrieren.

TP-Link Pharos CPE210

TP-Link CPE210

TP-Link Pharos CPE510

TP-Link CPE510

TP-Link Omada EAP110-Outdoor

TP-Link EAP110 Outdoor

TP-Link Omada EAP225-Outdoor

TP-Link EAP225 Outdoor

Ubiquiti UniFi AC Mesh (UAP-AC-M)

Ubiquiti Unifi Mesh AC

Bis auf den EAP110-Outdoor und den EAP225-Outdoor bieten die Produkte einen Repeater-Modus, bei dem sie sich per Funk in ein bestehendes WLAN einbinden. Dann braucht man kein LAN-Kabel, hat aber die üblichen Nachteile eines Repeaters (wie Geschwindigkeitsverlust, mehr dazu in unserem WLAN-Repeater-Vergleich) Da aber keine Kabel ins Haus notwendig sind, ist diese Option eine sinnvolle Alternative zum Durchbohren der Außenwände.

Bei Tri-Band-Mesh-Systemen hat nur Netgear eine Outdoor-Komponente für seine Orbi-Serie vorgestellt. Die oben bereits erwähnte Lösung von Ubiquiti kann zwar Mesh, allerdings nur Dual Band. Der große Vorteil des Mesh: Sind die Komponenten einmal gekoppelt, reicht ein Stromanschluss und den Rest erledigt das System. Der Knoten verbindet sich automatisch mit den Endpunkten in Reichweite und erweitert das WLAN.Gegenüber einem einfachen Repeater ist nicht nur der Datendurchsatz höher, im Mesh steckt mehr Intelligenz. So können Endpunkte wie Smartphones oder Laptops automatisch zwischen den Mesh-Knoten weitergegeben werden, meist klappt das sogar ohne Verbindungsabbruch. Mehr zum Thema WLAN Mesh findet ihr in unserem Artikel "WLAN Mesh oder Repeater: Wer braucht was?".

Es spricht natürlich auch nichts dagegen, einen Indoor-Mesh-Knoten mit nach draußen zu nehmen. Auch hier gilt aber wie bei den Repeatern: Bitte nicht dauerhaft draußen stehen lassen. Wer draußen keine Strombuchse hat: Der Google WiFi Mesh Point lässt sich per USB-C mit Strom versorgen.

Netgear Orbi RBS50Y Outdoor Satellit (RBS50Y-200EUS)

Netgear Orbi RBS50Y Outdoor Satellit

Netgear Orbi RBK50 Router und Satellit Set (RBK50-100PES/RBK50-100UKS)

Netgear Orbi Kit

Ubiquiti UniFi AC Mesh (UAP-AC-M)

Ubiquiti Unifi Mesh AC

Google WiFi, 2er-Pack (GA00190)

Google WiFi Mesh

Powerline hat Vor- und Nachteile, gerade bei älteren Leitungen. Wer aber ein aktuelles Stromnetz im Haus hat und Garten oder Gartenlaube am gleichen Stromkreis hängen wie der Router, kann über Powerline relativ einfach das eigene WLAN vergrößern.

Wer einen vor Unwetter geschützten Platz hat, kann wie bei WLAN-Repeatern einfach einen Endpunkt aufstellen. Wer lieber ein vor den Elementen geschütztes Produkt möchte, der sollte sich den Devolo dLAN Wifi Outdoor (Testbericht) ansehen. Er bietet allerdings nur ein 2,4-GHz-WLAN. Mehr Informationen zu Powerline haben wir in unserer "Kaufberatung Powerline" und dem "Vergleichstest zu Powerline-Produkten" zusammengestellt.

devolo dLAN WiFi Outdoor (8189)

devolo dLAN WiFi Outdoor

devolo dLAN WiFi Outdoor Set

devolo dLAN WiFi Outdoor Set

Im Garten gibt es weder WLAN noch ist ein eigener Festnetzanschluss in der Nähe? Dann hilft ein mobiler LTE-Router. Dieser spannt ein WLAN auf; die Datenübertragung selbst läuft anschließend übers mobile Internet. Das ist auch für die Gartenlaube oder das Ferienhaus interessant, schließlich können neben Menschen auch smarte Alarmanlagen die Datenverbindung nutzen.

LTE-Router kommen grob in zwei Varianten: Akkubetrieben und mit Netzanschluss. Letztere erinnern an klassische Router und schaffen einen ordentlichen Durchsatz. Ein gutes Beispiel dafür ist der Gigacube von Vodafone (Testbericht). Ein großer Vorteil ist, dass sich an das Gerät andere Antennen anbringen lassen. Das ist nützlich für alle, deren Ferienwohnung etwas schlechter angebunden ist.

Wenn kein Stromanschluss vorhanden ist, kann man auf mobile LTE-Router mit integriertem Akku zurückgreifen. Beispiele für solche Produkte sind der Huawei E5788 (Testbericht) oder die Netgear Aircard. Alternativ kann man ein altes Smartphone verwenden, allerdings sind die Antennen der dedizierten Router meist besser für den Einsatz mit mehreren Geräten ausgelegt.

Allerdings sollte man nicht vergessen, dass man neben dem Router auch eine LTE-taugliche SIM-Karte benötigt.

AVM FRITZ!Box 6890 LTE (20002817)

AVM FRITZ!Box 6890 LTE

Telekom Speedport Pro (40340659)

Telekom Speedport Pro

Vodafone GigaCube (versch. Verträge)

Vodafone GigaCube

Huawei E5788

Huawei E5788

Netgear AirCard 810 (AC810-100EUS)

Netgear AirCard 810

Die Produkte rund um WLAN sind erfreulich vielseitig und werden immer günstiger. Mit etwas Phantasie lässt sich das Internet so leicht auch auf größere Außenflächen oder Schrebergärten verteilen. Erfreulich ist, dass auch wetterfeste Access Points endlich in vernünftige Preisklassen rutschen.

Das erlaubt immer neue Lösungen zur Vernetzung, die von Bastlern umgesetzt werden. Einer unserer Leser versorgt etwa seinen Kleingarten über einen günstigen Router und eine ausrangierte Satellitenschüssel gezielt mit WLAN – solche Projekte zeigen, wie großartig vielfältig WLAN ist.

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