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7 Gamepads für Handys im Test: Spielspaß für unterwegs

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von und Benedikt  // 

Gamepads steigern den Spielspaß am Handy oder Tablet enorm. Wir vergleichen Produkte von Razer, Steelseries & Co. mit ihren Vor- und Nachteilen.

Egal ob Fortnite, Real Racing 3, Asphalt 9, Modern Combat 5 oder Shadowgun Legends – aufwendig produzierte Mobile-Games sind stark im Kommen und verbreiten Konsolen-Feeling auf dem Smartphone. An der Touchscreen-Steuerung dieser Spiele ist jedoch schon so manch einer verzweifelt. Bestes Gegenmittel: ein Bluetooth-Wireless-Controller, der sich mit dem Handy oder dem Tablet verbindet. In diesem Ratgeber stellen wir interessante Modelle vor. Dabei zeigen wir vor allem Markenware, mit der man länger Spaß hat. Natürlich gibt es immer billigere Alternativen, aber gerade wer oft, gerne und viel zockt, der sollte etwas Geld in die Hand nehmen.

Auf Playstation 4 und Xbox One eroberte Razer die Herzen vieler Gaming-Fans mit dem Raiju Controller. Mit dem Raiju Mobile will der Hersteller dieses Kunststück nun im Smartphone-Sektor wiederholen. Soviel vorweg: Mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 150 Euro ist der Raiju Mobile sicherlich kein Pappenstiel. Für Vielspieler, die regelmäßig sowohl auf dem Handy als auch am PC daddeln, kann sich diese Investition jedoch durchaus lohnen. Womit wir auch schon beim ersten großen Pluspunkt des Gamepads wären: Um im Bluetooth-Betrieb zwischen PC und Smartphone zu wechseln, genügt das Verschieben eines Schalters auf der Rückseite. PC-Spieler mit einer Vorliebe für kabelgebundenes Gaming wählen hingegen einfach die Mittelposition des Schalters und verbinden das Pad dann ganz regulär über das beiliegende USB-C-Kabel. Dieses kommt auch beim Aufladen des integrierten Akkus zum Einsatz.

Der mittig angebrachte Smartphone-Halter hält darin platzierte Smartphones bombenfest in Position. Gummierte Ränder sorgen dafür, dass Kratzer beim Einspannen ausbleiben.

Ebenfalls typisch für Modelle der Raiju-Reihe: Der Hersteller stattet den Controller mit allerlei Profifunktionen aus, die Gamer mit E-Sport-Ambitionen schon bald nicht mehr missen wollen. Den Anfang machen vier zusätzliche, gut zugängliche Aktionstasten – zwei an der Stirnseite und zwei an der Unterseite des Geräts. Ihnen weist man mit Hilfe der kostenlosen Begleit-App eine beliebige andere Taste zu. Clever konfiguriert, kann der rechte Daumen in Ego-Shootern so zum Beispiel komplett auf dem rechten Analogstick verweilen, während andere Finger das Drücken wichtiger Aktionstasten übernehmen. Nicht minder praktisch: Mit Hilfe von zwei Schiebeschaltern verkürzt man den Abzugsweg der unteren Schultertasten um mehr als die Hälfte, was in bleihaltigen Actionspielen Vorteile schafft.

Kritikpunkte? Betreffen nebst dem hohen Preis in erster Linie Kleinigkeiten. Spannt man beispielsweise ein Smartphone in die an sich geniale Handy-Halterung, sind die Volumen-Tasten in der Regel von der Halterung verdeckt und nicht mehr zugänglich. Im Gegensatz zu den Raiju-Modellen für PS4 und Xbox One verzichtet Razer zudem auf austauschbare Analogsticks.

Razer Raiju Mobile
Pro Contra
+ Hervorragende Verarbeitung, viele Profifunktionen - Kostet fast so wie ein Einsteiger-Smartphone
+ Zwei Bluetooth-Profile, pfeilschnelle Synchronisierung - Analogstick im Gegensatz zum PS4-Modell nicht austauschbar
+ Integrierte, sehr zuverlässige Smartphone-Halterung - Telefon-Halterung erschwert den Zugriff auf die Lautstärkeregler
+ Gute Begleit-App
Bild: snakebyte Markenzeichen des Snakebyte-Game:Pad sind die kantigen Konturen sowie die drei gut erreichbaren Android-Tasten am unteren Rand.

Im Durchschnitt 25 Euro – nicht mehr kostet das Game:Pad von Snakebyte bei einschlägigen Online-Fachhändlern. Behält man diese sensationell günstige Preisgestaltung im Hinterkopf, hinterlässt das Gebotene einen durchaus soliden Eindruck. Das beginnt schon beim Lieferumfang. Statt Käufer – was in diesem Preissegment eher zu erwarten wäre – mit einer kurzen USB-Ladestrippe abzuspeisen, legt Snakebyte ein drei Meter langes Kabel bei. Ebenfalls gut gefallen haben die gut sichtbaren Status-LEDs oberhalb der An-/Aus-Taste, der integrierte Lithium-Ionen-Akku sowie die Vibrationsmotoren.

Weiter geht’s mit der Tastenanordnung. Diese ist praktisch identisch mit der eines Xbox-One-Controllers (Testbericht) und fühlt sich in hitzigen Gefechten entsprechend vertraut an. Schön zudem, dass Snakebyte die gängigen Android-Navigationstasten „Zurück“, „Hauptmenü“ und „Zuletzt verwendete Apps“ in Form eigener Abkürzungskasten ergänzt und diese schnell zugänglich am unteren Rand des Controllers platziert.

Im Gegensatz zum viel gepriesenen Microsoft-Vorbild verfügt der Game:Pad allerdings über einen deutlich kleineren Formfaktor. Der Tragbarkeit kommt dieser Aspekt zweifelsohne sehr entgegen. Gamer mit Riesenpranken spielen jedoch besser erst einmal einige Minuten Probe und prüfen, ob ihnen das Schrumpfformat zusagt. Gut für die Optik, aber nicht optimal ergonomisch, sind die Kanten an den Griffhörnchen. Punktabzug gibt’s ferner für die fehlende Anti-Rutsch-Beschichtung, das Ausbleiben einer mitgelieferten Smartphone-Halterung sowie die leicht ungenaue Nullstellung der ansonsten brauchbaren Analogsticks. Was bleibt, ist ein „noch gutes“ Produkt, das insbesondere Käufern mit schmalem Geldbeutel zusagen dürfte.

Snakebyte Game:Pad
Pro Contra
+ Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis - Für große Hände etwas zu kompakt
+ Solide Verarbeitung, reagiert überaus zackig - Keine integrierte Smartphone-Halterung
+ Praktische LED-Indikatoren, 3 Meter langes USB-Kabel liegt bei - Keine gummierten Griffhörnchen
- Nullstellung der Analogsticks nicht optimal
Bild: Steelseries Im Vergleich zu vielen anderen Konkurrenzprodukten verfügt der Stratus XL über ein sehr großes Digital-Steuerkreuz.

Die Marke Steelseries verbinden die meisten mit Headsets wie dem Arctis Pro Wireless (Testbericht), Tastaturen, Mäusen und Mauspads. Wirft man einen genaueren Blick auf die Website des Unternehmens, stößt man auf den Stratus XL. Das Bluetooth-Gamepad wiegt etwa 300 Gramm, unterstützt Android, Steam und Windows und kombiniert zwei interessante Designphilosophien in einem Gerät. Will heißen: Grundform von Pad und Griffhörnchen, die Gestaltung der Schultertasten sowie die Beschriftung der oberen Aktionstasten erinnern an einen Xbox-One-Controller.

Bei der Platzierung der gummierten Analogsticks folgt Steelseries jedoch nicht dem versetzten Design von Microsoft, sondern positioniert die Sticks nebeneinander – genau wie Sony beim DualShock-4-Controller. Das Resultat dieser Fusion gefällt, schmiegt sich prima in die Handflächen des Benutzers und begeistert zudem mit einem schön großen 8-Wege-Steuerkreuz, welches nicht nur bei Beat’em Ups eine richtige gute Figur hinterlässt. Ein Daumen hoch gibt’s zudem für die robuste Verarbeitung, die exakten Druckpunkte der Aktionstasten, die vielseitig einstellbare Windows-Konfigurationssoftware sowie die mittig platzierten LED-Indikatoren. Hält man die Batterietaste auf der Rückseite kurz gedrückt, zeigen sie den Füllstand der zwei mitgelieferten AA-Batterien an. Sind mehrere Controller mit ein und demselben Android-Gerät beziehungsweise PC verbunden, verrät die LED hingegen, welche Spielernummer der Benutzer derzeit innehat.

Weniger praktisch: Eine Nutzung via Kabel ist nicht vorgesehen. Zwar gibt es eine umständlich im Batteriefach platzierte Micro-USB-Buchse, diese dient jedoch lediglich Konfigurationszwecken. Warum Steelseries trotz des Premiumpreises von knapp 70 Euro keine Vibrationsmotoren in die Griffhörnchen integriert und man mittels Schieberegler nicht zwischen zwei Bluetooth-Profilen wechseln darf, bleibt ebenso ein Rätsel. Trotzdem: Wer einen überaus robust verarbeiteten Controller mit ausgewogener Ergonomie sucht, der obendrein sowohl tadellos unter Android als auch Windows funktioniert, darf zugreifen.

Steelseries Stratus XL
Pro Contra
+ Robuste Verarbeitung, liegt gut in der Hand - Keine Vibrationsmotoren, kein Kabelbetrieb
+ Optisch ein echter Hingucker, gut sichtbare LED-Indikatoren - Wenig Zusatzfunktionen für Pro-Gamer
+ Solide Konfigurationssoftware, nutzt handelsübliche AA-Batterien - Vergleichsweise hoher Preis
+ Großes D-Pad - Micro-USB-Anschluss im Batteriefach
Bild: 8bitdo Mit der Stern-Taste unterhalb des Digitalsteuer-Kreuzes emuliert der Controller die Screenshot-Taste der Nintendo Switch.

Sei es nun das NES Classic Mini, das SNES Classic Mini (Testbericht), die PlayStation Classic (Testbericht) oder das für den 19. September 2019 geplante Sega Mega Drive Mini – miniaturisierte Retro-Konsolen liegen voll im Trend. Aber auch moderne Bluetooth-Controller im klassischen Retro-Look erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ein besonders gelungenes und vielseitig einsetzbares Modell stammt von der Firma 8bitdo und ist in zwei Varianten erhältlich.

Der 30 SN Pro orientiert sich am Design der amerikanischen Super-Nintendo-Gamepads, während der 30 SF Pro Look and Feel der Gamepads des Super Famicom imitiert – der japanischen Varianten des Super Nintendo. Technisch betrachtet unterscheiden sich die Modelle jedoch nicht. Beide Pads liegen trotz ihrer kompakten Ausmaße von 144 x 63,5 x 33 mm prima in der Hand – speziell bei Spielern mit kleinen und mittelgroßen Händen. Mit gerade einmal 250 Gramm sind sie außerdem angenehm leicht.

Anders als der Original-Super-Nintendo-Controller verfügt das Gerät zudem über zwei konkav geformte, hineindrückbare Analogsticks, zwei zusätzliche Schultertaste (R2 und L2), Lagesensoren und einen eingebauten 480-mAh-Lithium-Ionen-Akku. Dieser hält bei voller Ladung etwa 16 Stunden lang durch. Das Aufladen über das mitgelieferte USB-C-Kabel dauert etwa ein bis zwei Stunden. Solide Werte für ein solch kompaktes Gamepad! Ein Vibrationsmotor ist ebenfalls an Bord, rüttelt allerdings nicht ganz so nuanciert wie Nintendos HD Rumble auf der Switch.

Großes Lob gibt’s für die Kompatibilität zu anderen Systemen: Ob Android-Mobilgerät, Windows-PC, Mac OS, Steam, Rasberry Pi (Retro-Pi-Bauanleitung) oder Nintendo Switch (Testbericht) – das SN 30 Pro/SF 30 Pro ist ein echter Tausendsassa. Mit den zahlreichen zusätzlich erhältlichen Bluetooth-Retro-Receivern funktioniert der Allrounder sogar am NES Classic Mini, am SNES Classic Mini, am NES, am SNES sowie an der PlayStation Classic.

8bitdo 30 SN Pro/30 SF Pro
Pro Contra
+ Grandioser Retro-Look, sehr kompakt - Für Spieler mit großen Händen womöglich etwas zu klein
+ Unterstützt eine Vielzahl von Systemen, darunter die Nintendo Switch - Vibrationseffekte nicht auf Augenhöhe mit Nintendos HD Rumble
+ Integrierter Akku, passendes USB-C-Kabel liegt bei
+ Gelungene Analogsticks mit L3- und R3-Funktion
8Bitdo SF30 Pro Gamepad (Android/iOS/Mac/PC)

8Bitdo SF30 Pro Gamepad

8Bitdo SN30 Pro SN Gamepad (Android/iOS/Mac/PC) (RET00122)

8Bitdo SN30 Pro SN

8Bitdo Wireless USB Bluetooth Adapter (PC/MAC/PS4/PS3/Xbox One/Switch/WiiU/Wii)

8Bitdo Wireless USB Bluetooth Adapter

Bild: Bigben Die Beschriftung der Aktionstasten mit den Ziffern eins bis vier ist etwas gewöhnungsbedürftig. Eine Farbcodierung hätte für bessere Unterscheidbarkeit gesorgt.

Bigben Interactive aus Frankreich vertreibt nicht nur Videospiele wie den gerade erschienenen Horror-Thriller „The Sinking City“ oder den Rallye-Spaß „WRC 7“, sondern auch jede Menge Zubehör. Bereits 2014 erschien der Gamephone Controller Pro. Wie der Name schon andeutet, stellt das Gerät das Zusammenspiel mit spielefähigen Smartphones in den Fokus. Letztere klemmt man in die mittig platzierte, auf Wunsch auch abnehmbare Handy-Halterung. Einmal eingespannt, sorgt ein Federzug dafür, dass das Telefon nicht herausfallen kann. Zugegeben, diese ersten Schritte sind einfach und schnell erledigt. Deutlich komplizierter wird es, wenn man das Gerät zu einer Zusammenarbeit mit einem modernen Android-Gerät überreden möchte.

Denn dann muss man zunächst den passenden Treiber beim Android-App-Archiv APKpure herunterladen, aufs Telefon kopieren und dort manuell installieren. Eine App, die man sich einfach mal schnell über den PlayStore herunterlädt, bietet BigBen nicht. Anschließend gilt es noch, das GamePhone als zusätzliche Eingabemethode in den Systemeinstellungen zu aktivieren, die App zu starten und den Schieberegler auf der Unterseite des Geräts auf Position zwei zu schieben. Schade: Auch das Bluetooth-Pairing-Prozedere ist leider unnötig kompliziert.

Sind diese Hürden genommen, schlägt sich der Gamephone Controller Pro dennoch wacker. Das stark an Sonys DualShock-3-Controller angelehnte Pad liegt gut in der Hand, die Aktions- und Schultertasten reagieren präzise, das Digital-Steuerkreuz erfüllt seinen Zweck und der Akku hält etwa 15 Stunden lang durch. Abzüge gibt’s für die Analogsticks, die sich beide nicht hineindrücken lassen.

Big Ben Gamephone Controller Pro
Pro Contra
+ Liegt gut in der Hand, vertrautes Controller-Layout - Analogsticks lassen sich nicht hineindrücken
+ Akku hält ca. 15 Stunden durch - Langweiliges Design ohne herausstechende Akzente
+ Abnehmbare Smartphone-Klemme mit aufklappbarem Stützfuß - Umständliche Treiberinstallation
+ Via USB-Kabel auch am PC nutzbar
Bild: ipega Die Breite des eingespannten Mobilgeräts darf maximal 280 Millimeter betragen.

Bei allen bisher vorgestellten Geräten mit Haltevorrichtung findet das Smartphone oberhalb des Controllers Platz. Nicht so beim iPEGA 9083 S Bluetooth Gamepad: Hier klemmt man ein bis zu elf Zoll großes Smartphone respektive Tablet entweder horizontal oder vertikal zwischen einen in zwei Hälften geteilten Controller. Das Eingabegerät schmiegt sich also links und rechts an das jeweilige Mobilgerät an und transformiert dieses damit in ein klassisches Handheld.

Das Tastenlayout der Eingabeelemente erinnert dabei an das des Wii-U-Gamepads von Nintendo – die hineindrückbaren Analogsticks befinden sich jeweils am oberen Rand des Geräts. Das Digital-Steuerkreuz und die vier zentralen Aktionstasten sind wiederum darunter angeordnet. Dazu gesellen sich zwei Schultertasten auf beiden Seiten, eine Select- und eine Start-Taste sowie vier Status-LEDs. Die Stromversorgung des auch Red Bat genannten Controllers erfolgt über einen 380-mAh-Akku, den man über einen Micro-USB-Anschluss an der linken Unterseite auflädt.

Was auf dem Papier nach einer prima Lösung klingt, entpuppt sich in der Praxis leider als zweischneidiges Schwert. Zwar können sich Ergonomie, Verarbeitung und der Preis von ca. 20 Euro durchaus sehen lassen. Kritikpunkte sind jedoch ebenfalls zur Genüge vorhanden. Die Schultertasten zum Beispiel werden nur digital abgefragt. Wer also in Rennspielen gefühlvoll Gas geben will, guckt hier in die Röhre.

Zweites Manko: Spannt man ein Gerät horizontal ein (was für die meisten Spiele Sinn ergibt), dann ist der USB-Anschluss dieses Geräts in der Regel verdeckt. Aussparungen, die ein Aufladen beim Spielen ermöglichen würden, fehlen. Und dann wäre da noch der Nintendo-Switch-Modus: Im Kern eine tolle Sache. Blöd nur, dass ausgerechnet Nintendos Publikumsliebling keinen festen Halt zwischen den beiden Controller-Hälften findet und bei hektischen Bewegungen sogar herausfallen kann.

iPEGA 9083 S Bluetooth Gamepad
Pro Contra
+ Gute Ergonomie - Keine zufriedenstellende Spannvorrichtung
+ iOS- und Android-Unterstützung - Kein klassischer Ein-/Aus-Schalter
+ Nimmt Smartphones und Tablets von bis zu 11 Zoll Größe auf - Keine analog abgefragten Schultertasten
Bild: Gamesir Auf den ersten Blick wirkt der Gamesir T1S ein bisschen wie ein offizieller PS4-Controller, nur ohne Touchpad.

Sei es nun die Anordnung der Analog-Sticks, die Form des Digital-Steuerkreuzes, die Lage der vier Aktionstasten, der Aufbau der Schultertasten oder die Größe der Griffhörnchen – aus größerer Distanz sieht das T1s von Gamesir aus wie ein DualShock-4-Controller von Sony. Hält man den ebenfalls in schwarz gehaltenen Controller allerdings selbst in den Händen, wird schnell klar, dass der Zubehörhersteller aus Hongkong hier weit mehr abliefert als nur einen kostengünstigen Multisystem-Controller. Im Gegenteil: Das Gamesir T1s ist ergonomisch, durchdacht und vollgestopft mit spannenden Extras, allen voran eine gut versteckte Halterung für Smartphones mit einer Breite von drei bis zu sechs Zoll.

Letztere verbirgt sich unter dem Mittelstück des Controllers und kommt zum Vorschein, wenn man dieses nach oben klappt. Gleiches gilt für vier LED-Lampen. Sie signalisieren, in welchem Eingabemodus sich das Gerät gerade befindet: Grün steht für Android, gelb für iOS und blau für den am PC genutzt X-Input-Modus.

Eine Besonderheit ist die rote LED. Leuchtet sie auf, emulieren die Analogsticks eine Bluetooth-Maus. Die meisten Nutzer werden hierfür keine Verwendungen finden. Für Menschen mit Behinderung könnte diese Funktion jedoch durchaus interessant sein. Oder für all jene, die ihren PC gerne aus der Ferne steuern, aber keine kabellose Maus besitzen.

Als ziemlich pfiffige Idee entpuppt sich darüber hinaus das „Geheimfach“ an der Vorderseite des Geräts. Hier versteckt Gamesir einen auf 2,4 GHz funkenden USB-Dongle für PCs. Damit funktioniert das Gamepad dank der Unterstützung für Microsofts X-Input-Protokoll auch kabellos am Rechner. Zu guter Letzt punktet das Gamesir T1s mit zwei sehr sensiblen Analogsticks, einem potenten 600-mAh-Lithium-Ionen-Akku mit knapp 20 Stunden Laufzeit, zwei kraftvollen Vibrationsmotoren und voller PS3-Kompatibilität. Nicht vollends überzeugen konnten dagegen das etwas schwammige Digital-Steuerkreuz sowie die Wertigkeit des Materials, weshalb unser Fazit auch nur knapp an einem „sehr gut“ vorbeischrammt.

GameSir T1s Controller
Pro Contra
+ Angenehm präzise Analogsticks, gute Ergonomie - Digital-Steuerkreuz etwas schwammig
+ Akku hält knapp 20 Stunden lang durch - iOS-Unterstützung nicht optimal, da noch das IK-Protokoll genutzt wird
+ 2,4-GHz-Dongle liegt bei und wird im Controller aufbewahrt
+ Wuchtige Vibrationsmotoren, stabile Handy-Halterung
GameSir T1s Controller (Android/PS3/PC)

GameSir T1s Controller

(Kein Produktbild vorhanden)

GameSir T1 Controller

Wie beim PC kann man auch im mobilen Bereich viel Geld für Eingabegeräte ausgeben – muss es aber nicht. Ab 25 Euro bekommt man den guten Controller von Snakebyte, die sehr guten Eingabegeräte von 8Bitdo liegen um die 38 Euro. Ebenfalls praktisch ist, dass sich die meisten Produkte auch am PC nutzen lassen, egal ob Laptop oder Desktop. Gerade auf Reisen wird der Rechner so zur praktischen Retro-Konsole, mit der auch lange Bahnfahrten oder Flugreisen schneller vorbeigehen.

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