3D-Drucker: Das wichtigste Zubehör für Resin-Drucker | TechStage
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3D-Drucker: Das wichtigste Zubehör für Resin-Drucker

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Wer mit einem Resin-Drucker arbeitet, braucht neben dem Harz noch einige andere Dinge für ein erfolgreiches Ergebnis. Wir erklären, welche Anschaffungen sinnvoll sind.

3D-Drucker, die mit flüssigem Harz statt mit Filament arbeiten, ermöglichen eine bisher unerreichte Genauigkeit des Druckbildes. Der Einstieg in die Materie ist dank günstiger Geräte wie dem Elegoo Mars (Testbericht), dem Anycubic Photon (Testbericht) oder dem Nova3d Elfin (Testbericht) auch für Privatanwender interessant. In diesem Ratgeber erklären wir, welche Dinge neben Drucker und Resin notwendig sind.

Der Druck mit flüssigem Harz ist nicht ohne Risiken. Aus gesundheitlichen Gründen sollte man den Hautkontakt mit dem nicht ausgehärteten Material unbedingt vermeiden. Neben Hautreizungen kann es zu allergischen Reaktionen führen. Bei der Arbeit mit dem Drucker sollte man deshalb immer Einweghandschuhe tragen. Diese sind in verschiedenen Größen und Materialien verfügbar. Wir benutzen für unsere Tests günstige Nitril-Handschuhe.

Des Weiteren sollte der Arbeitsraum ausreichend belüftet sein. Die Ausdünstungen während des Druckes sind hier nur ein Aspekt. Schließlich landen diese dank der Druckraum-Abdeckungen nur zu einem kleinen Teil in der Raumluft. Bei der Reinigung der fertigen Druckerzeugnisse mit 99,9-prozentigem Isopropanol kommt es zu Ausdünstungen und starker Geruchsbildung. Um die eigene Gesundheit nicht zu gefährden, sollte man deshalb nur mit Atemschutz arbeiten. Schutzmasken gibt es sowohl für den einmaligen Gebrauch als auch teurere Modelle mit auswechselbaren Filtern. Wir verwenden verhältnismäßig günstige Einwegmasken eines Markenherstellers. Mittelfristig lohnt sich aus unserer Sicht aber die Anschaffung einer hochwertigeren Maske im Bereich 20 bis 40 Euro.

Wer Gesundheitsrisiken ausschließen will, braucht eine entsprechende Schutzausrüstung.

Wer seine Druckerzeugnisse mit einer Sprühflasche abspült, sollte zusätzlich seine Augen schützen. Ein einziger Tropfen Resin oder Isopropanol im Auge, kann zu Schädigungen führen. Hier helfen einfache Arbeitsschutzbrillen für wenige Euro.

Kommt es während des Drucks zu einem Leck im Resin-Tank, besteht die Gefahr, dass flüssiges Resin in das Innere des Druckers gelangt und die Technik beschädigt. Um dies zu vermeiden, kleben wir die Kanten um den Belichtungsmonitor mit Kapton-Tape ab. Wer hier ordentlich arbeitet, verhindert unnötige Schäden, ohne dass der Druck davon beeinflusst wird.

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Alle Preise inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten auf der jeweiligen Webseite.

Param Nitril Einweghandschuhe L schwarz,  100 Stück

Einweghandschuhe schwarz

Hartmann Peha-soft Nitrile fino powderfree Einweghandschuhe L,  150 Stück (9421984)

Einweghandschuhe blau

Moldex Series 7000 TPE Atemschutz-Halbmaske M (7002)

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3M 8822 FFP2 NR D Atemschutzmaske,   10 Stück (7100101091)

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3M 17-5118-3040M Schutzbrille

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Kapton-Tape

Wer glaubt, für den Druck mit Resin wird lediglich das flüssige und UV-reaktive Harz benötigt, irrt sich. Bevor die Druckerzeugnisse zum endgültigen Aushärten unter eine UV-Lampe kommen, müssen die von Harzanhaftungen befreit und gereinigt werden. Dazu kommt, wie oben erwähnt, Isopropanol-Alkohol zum Einsatz. Während Einzelflaschen mit 500 bis 1000 ml verhältnismäßig teuer sind, fallen die Preise bei größeren Gebinden. Wir empfehlen den Kauf in 5-Liter-Chargen. Beim Kauf von kleinen Einheiten fällt zwar mehr Abfall an, der Umgang mit den handlichen 1-Liter-Flaschen ist allerdings bequemer.

Soll nach dem Druck das restliche Resin zurück in eine Flasche, sollte dieses mit einem Sieb gefiltert werden. Solche Einweglacksiebe gehören zwar zum Lieferumfang der Drucker, allerdings sind sie schnell aufgebraucht. Zwar gibt es die Filter auch aus Metall, diese müssen aber sehr gründlich gereinigt werden. Bequemer ist da die Nutzung von günstigen Einweg-Filtern.

FEP-Folien gibt es einzeln, zusammen mit einem Rahmen oder fest verbaut in Kunststofftanks.

Die Folienböden der Resintanks gehören ebenfalls zum Verbrauchsmaterial. Zwar gehen die FEP-Folien nicht sofort kaputt, bei häufiger Nutzung oder unsachgemäßer Behandlung ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis sie unbrauchbar sind. Ersatzfolien gibt es entweder vom jeweiligen Druckerhersteller oder von Drittanbietern. Wer verschiedene Resin-Sorten im Wechsel nutzt, sollte sich überlegen, ob sich nicht auch ein Ersatz-Resintank lohnt. Diese Tanks gibt es mit passendem Deckel. So muss nicht nach jedem Druck der komplette Tank gereinigt und gespült werden (was auch Resin kostet). Der ungenutzte Tank wird einfach gegen einen anderen ausgetauscht und dann, vor UV-Licht geschützt, bis zur nächsten Nutzung aufbewahrt. Solche Ersatztanks gibt es aus Aluminium und aus Kunststoff. Die günstige Variante aus Kunststoff hat allerdings einen nicht austauschbaren Folienboden. Ist dieser beschädigt oder verkratzt, muss er in den Müll. Mittelfristig lohnt es sich, hier etwas mehr Geld zu investieren.

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Isopropanol 5 x 1 L

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Isopropanol 5 L Kanister

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Lacksieb Einweg

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Lacksieb Metall

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FEP-Folien 5 Stk.

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Resin-Tank Kunststoff

Für die Reinigung und das endgültige Aushärten der Druckerzeugnisse gibt es Aushärtungskammern, sogenannte Curing Chambers. Diese gibt es beispielsweise von den Herstellern xyz-printing oder Formlabs. So praktisch die fertigen Lösungen aussehen – aus unserer Sicht sind sie aktuell noch viel zu teuer. Mit Preisen zwischen 290 und 600 Euro kosten sie mehr als der 3D-Drucker selbst. Deutlich günstiger kommt derjenige weg, der sich sein Equipment selbst zusammenstellt.

Bei kleinen Objekten genügt es, dieses mit Isopropanol und einer Sprühflasche und gegebenenfalls einer weichen Zahnbürste zu reinigen. Ist das Druckerzeugnis größer und komplexer reicht das häufig nicht aus. Hier empfehlen wir die Nutzung eines Magnetrührers oder eines Ultraschallbades. Beide Gerätschaften sind ab etwa 30 Euro erhältlich und helfen, Resin-Reste an schwer zugänglichen Stellen zu entfernen.

Ein motorisierter Drehteller hilft bei der gleichmäßigen Aushärtung.

Zum Aushärten des gereinigten Druckergebnisses wird eine UV-Lampe mit einer Lichtwellenlänge von 405 nm benötigt. Solche Lampen gibt es beispielsweise als Strahler oder als LED-Streifen. Wir nutzen eine Kombination aus beidem, zusammen mit einem Kunststoffeimer. Damit die Objekte wirklich an allen Stellen ordentlich aushärten, benutzen wir zusätzlich einen kleinen motorisierten Drehteller. Dieser bekommt seinen Strom über integrierte Solarzellen. Für kleine Druckerzeugnisse, beispielsweise Tabletop-Figuren, eignen sich auch UV-Lampen zum Aushärten von Nagellack. Diese schicke Lösung ist für unter 20 Euro erhältlich, sie bietet aber nur ein starkt begrenztes Platzangebot.

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Magnetrührer bis 1 L

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Magnetrührer bis 3,5 L

AEG Electrolux ETC USR5659 Ultraschallreiniger

Ultraschall-Reinigungsgerät 0,6 L

Dema 60944 Ultraschallreiniger

Ultraschall-Reinigungsgerät 1,4 L

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Solar-Drehteller

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UV-Strahler 30 W

Um die fertigen Drucke von der Druckplatte zu bekommen, gehört bei den meisten Druckern ein Kunststoffspachtel zum Lieferumfang. Diese sind leider nicht besonders belastbar und nutzen sich schnell ab. Haltbarer wären Modelle aus Metall – diese beschädigen allerdings sowohl das Druckerzeugnis als auch die Druckplatte. Wir haben uns deshalb ein halbes Dutzend günstige Spachtel aus Kunststoff nachbestellt.

Wenn der Kunststoffspachtel so aussieht, ist es Zeit für Ersatz zu sorgen.

Zum Entfernen der Support-Struktur nutzen wir einen, bei allen bisher getesteten Resin-Druckern beiliegenden, Seitenschneider. Auf der Oberfläche der Druckobjekte bleiben leider trotzdem Spuren des Supports sichtbar. Um diese verschwinden zu lassen, benutzen wir Feilen verschiedener Größe und Form. Bei einigen Drucken hat sich die Bearbeitung mit einem Entgrater als sehr hilfreich erwiesen.

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Kunststoffspachtel Set

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Kunststoffspachtel Set

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Feilen Set

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Feilen Set

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Entgrater

Rothenberger GRATFIX Handentgrater (21655)

Entgrater

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Die Arbeit mit Resin bedeutet mehr Aufwand, als der Druck mit Filament. Um die eigene Gesundheit nicht zu gefährden, sollte grundsätzlich mit Maske und Handschuhen gearbeitet werden. Wer eine Sprühflasche zur Reinigung benutzt, braucht zusätzlich eine Schutzbrille.

Während UV-Lampe und Feilen zur Nachbearbeitung nur einmal benötigt werden, sind andere Dinge als Verbrauchsmaterial anzusehen. Wer viel druckt, sollte beispielsweise immer einen kleinen Vorrat an Isopropanol-Alkohol, Filtern und FEP-Folien zu Hause haben.

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