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15 True-Wireless-Kopfhörer von 25 bis 200 Euro im Test

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Für ein brauchbares True-Wireless-Headset muss man nicht zwangsläufig viel Geld ausgeben. Für einen kabellosen BT-Kopfhörer mit richtig tollem Klang sollte man hingegen etwas mehr Kohle in die Hand nehmen. Wo die Unterschiede der von uns getesteten Kopfhörer mit Preisen zwischen 25 und 200 Euro im Detail liegen, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

15 True-Wireless-Kopfhörer mit Preisen von 25 bis zu 200 Euro haben wir bislang getestet. Dass man ein brauchbares, komplett kabelloses Headset schon für wenig Geld bekommt, dass man für richtig guten High-End-Sound 100 Euro oder gar mehr investieren sollte und dass es auch im oberen Preissegment Produkte gibt, die nicht überzeugen können, sind nur einige Erkenntnisse, die wir bei diesem Testparkour gewonnen haben.

In unserem True-Wireless-Kopfhörer-Vergleichstest findet Ihr die getesteten Headsets unterteilt in drei Kategorien: Bis 50 Euro, zwischen 50 und 150 Euro sowie 150 Euro und mehr. Abhängig von der eigenen Erwartung dürfte der ein oder andere mit einem der günstigeren Produkte zufriedener sein, als mit manchem High-End-Produkt. Lautstärkeregelung direkt am Ohr bietet beispielsweise auch manches Billig-Headset, während dies bei Preisen im dreistelligen Euro-Bereich keine Selbstverständlichkeit ist.

Und wer nicht übermäßig audiophil ist, der findet überraschenderweise schon unter 50 Euro Headsets, die gut genug klingen. Im Vergleich zu den teureren High-End-Kopfhörern aus unserer Testreihe gibt es zwar deutlich hörbare Unterschiede, aber nicht durch die Bank.

Selbst in der Preisklasse bis 50 Euro gibt es – zu unserer Überraschung – verhältnismäßig gute True-Wireless-Kopfhörer. Gut gefallen hat uns unter anderem der knapp 30 Euro teure DA144 (Testbericht) des Herstellers Dodocool. Zwar gibt es zu dem Kopfhörer kein Ladecase für unterwegs; das Headset kommt mit einer Ladung jedoch auf eine gute Laufzeit von etwas mehr als fünfeinhalb Stunden. Vor allem der Klang konnte uns überzeugen und der Nutzer kann die Lautstärke direkt an den Ohrstöpseln regeln. Zu den weiteren Features des Kopfhörers gehört Schutz gegen Spritzwasser nach IPX5-Zertifizierung, eine Lärmreduzierung per CVC-6.0-Technologie und die Möglichkeit, zwei Abspielgeräte verbinden zu können, ohne jeweils die Bluetooth-Verbindung trennen und neu verbinden zu müssen.

Bild: Techstage Dodocool DA144

Auch zwei Modelle von Auvisio, vertrieben vom Händler Pearl, haben uns gut gefallen. Die Unterschiede zwischen dem IHS-600 (Testbericht) und dem IHS-620 (Testbericht) sind nicht allzu groß (beim IHS-620 kommt beispielsweise Bluetooth 4.2 statt Bluetooth 4.0 beim IHS-600 zum Einsatz, und der IHS-600 erlaubt die Nutzung der smarten Assistenten Siri und Google), der Preis ist mit knapp 37 Euro identisch. Beide Headsets klingen für unsere Ohren ordentlich in dieser Preisklasse. Sie Akkulaufzeit ist mit um die zehn Stunden in Verbindung mit Ladebox gut.

Bild: Techstage Auvisio IHS-600

Während der Hotgo TWS (Testbericht) zwar noch einen brauchbaren Klang bietet, allerdings mit Verbindungsschwierigkeiten im Test genervt hat, und noch mit befriedigend abschnitt, gab es auch zwei Ausrutscher im Testfeld. Sowohl der Apleok AMZ0014 (Testbericht) als auch der Borofone TWS02 (Testbericht) klingen schlecht, kämpfen mit Verbindungsproblemen und überzeugen auch nicht mit ihrer Akkulaufzeit. Von beiden Headsets sollte man die Finger lassen.

(Kein Produktbild vorhanden)

Dodocool DA144

Auvisio IHS-600

Auvisio IHS-600

(Kein Produktbild vorhanden)

Borofone TWS 02

Im preislichen Mittelfeld finden sich unsere beiden Preis-Leistungs-Tipps, beide vom Hersteller Zolo (beziehungsweise „Zolo by Anker“). Zuerst einmal bieten beide Kopfhörer in Verbindung mit Ladecase eine ungewöhnlich lange Akkulaufzeit (der Zolo Liberty (Testbericht) bis 24 Stunden, der Zolo Liberty+ (Testbericht) bis 48 Stunden). Auch klanglich haben uns beide Kopfhörer gut gefallen, der knapp 130 Euro teure Liberty+ kann es diesbezüglich auch mit der um die 200 Euro teuren Konkurrenz aufnehmen. Doch selbst der Sound des circa 90 Euro teuren Liberty hat uns in der Preisklasse zwischen 50 und 150 Euro gut gefallen.

Bild: Techstage Zolo Liberty+

Die 80 Euro teuren Motorola Verve Ones ME (Testbericht) klingen vor allem im Bassbereich sehr dünn. Punkten können sie mit einigen EQ-Presets, die integriert sind und sich direkt am Ohrhörer umschalten lassen. Die etwas teureren Verve Ones+ ME haben uns besser gefallen, kosten allerdings auch fast doppelt so viel.

Anker Zolo Liberty schwarz

Anker Zolo Liberty

Anker Zolo Liberty+ schwarz

Anker Zolo Liberty+

Motorola VerveLife VerveOnes ME weiß

Motorola Verve Ones ME

In der Oberklasse-Kategorie mit Preisen ab 150 Euro bilden die Motorola Verve Ones+ ME (Testbericht) und die Samsung Gear IconX 2018 (Testbericht) das Schlusslicht, allerdings mit einer noch zufriedenstellenden Wertung von Note 3. Dazu führt bei den Ones+ ME der nicht allzu große Funktionsumfang und die bei beiden Headsets im Vergleich zur Konkurrenz geringe Ausstattung, vor allem was Ohrpassstücke in verschiedenen Größen angeht.

Bild: Techstage Samsung Gear IconX

Bei Samsungs IconX gibt es zwar einen recht ordentlichen Funktionsumfang, für ein fast 200 Euro teures Headset hat aber der Klang enttäuscht. Auch die Akkulaufzeit überzeugt nicht, gut gefallen hat uns jedoch der interne Speicher für Musik im MP3-Format und somit die Möglichkeit, das Headset ohne verbundenes Handy nutzen zu können.

Bild: Techstage Apple Airpods

Apples AirPods (Testbericht) bieten, wie auch die Verve Ones+ ME, in Sachen Bedienmöglichkeiten und Ausstattung nicht besonders viel, spielen aber in Verbindung mit iOS-Geräten einen großen Vorteil aus: Sie sind vom Hersteller Apple auf die Zusammenarbeit mit diesen so gut optimiert und angepasst, dass sie dem Nutzer eine unkomplizierte und komfortable User-Experience bieten. Somit gibt es in diesem Fall auch ein „Gut“ von unserer Seite.

Bild: Techstage Bose Soundsport Free

Um den ersten Platz bei den hochpreisigeren True Wireless Kopfhörern buhlen die Produkte Bose SoundSport Free (Testbericht), Jabra Elite Sport (Testbericht) und der Sony WF-1000X (Testbericht). Klanglich wird jeder, der Wert auf einen Supersahne-Sound legt, die Investition von bis zu knapp 200 Euro nicht bereuen: Die drei Headsets legen die Messlatte bezüglich High-End-Akustik bei drahtlosen Bluetooth-Kopfhörern hoch und klingen allesamt super.

Im Detail gibt es natürlich diverse Unterschiede. Der Jabra Elite Sport hat beispielsweise als Alleinstellungsmerkmal einen integrierten Herzfrequenzmesser, der Sony WF1000X hingegen hat nicht nur einen Umgebungsgeräusche-Modus (um mehr von seiner Umwelt mitzubekommen) wie sein Konkurrent, sondern auch eine sehr gute Geräuschunterdrückung.

Jabra Elite Sport schwarz

Jabra Elite Sport

Apple AirPods weiß (MMEF2ZM/A)

Apple Airpods

Bose SoundSport Free schwarz

Bose SoundSport Free

Sony WF-1000X schwarz

Sony WF1000X

Samsung Gear Icon X (2018) schwarz

Samsung Gear IconX

Motorola VerveLife VerveOnes+ ME schwarz

Motorola Verve Ones ME

Die Auswahl an True-Wireless-Kopfhörern wird immer größer; dementsprechend fällt auch die Wahl schwerer, als noch vor ein, zwei Jahren. Vor allem im Niedrigpreissegment gibt es mittlerweile Brauchbares, allerdings auch richtigen Schrott. Will man modernen, beeindruckenden High-End-Sound, dann sollte man mit seinem Geld nicht knausern. Ein brauchbares BT-Headset ganz ohne Kabel gibt’s aber auch schon in der Preisklasse bis 50 Euro.

Was des Thema Akkulaufzeit angeht, haben uns vor allem die Produkte von Zolo gut gefallen: Der Liberty und der Liberty+ finden sich preislich im Mittelfeld der von uns getesteten Produkte, sind in Verbindung mit dem Ladecase wahre Langläufer und klanglich auf recht hohem Niveau. In unseren Augen bieten die beiden Kopfhörer ein top Preis-Leistungs-Verhältnis und sind definitiv einen Blick bei der Suche nach einem guten, aber nicht übermäßig teuren True-Wireless-Headset wert.

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