10 Ventilatoren im Vergleich: Von billig mit USB über Akku bis Dyson

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Wir haben zehn unterschiedliche Ventilatoren ausprobiert. Große Unterschiede gibt’s bei Kosten, Lärm und Kühlung. Und einige Modelle bieten sogar einen Luftreiniger.

Hohe Temperaturen sind diesen Sommer keine Seltenheit. Das freut Besucher von Schwimmbädern oder Baggerseen, aber im Büro ist die Hitze alles andere als angenehm. Um sie gefühlt und real abzusenken, gibt es zahlreiche Methoden, wie wir in unserem Ratgeber Klimaanlagen-Grundlagen: So viel kostet gute Raumkühlung erläutern. Eine Möglichkeit stellen Monoblockklimaanlagen (Günstig gegen teuer – lohnt der Aufpreis?) dar. Allerdings muss hier stets ein Abluftschlauch die warme Luft abführen. Auch sind sie wenig energieeffizient und recht teuer. Günstiger sind dagegen Verdunstungskühler (Kühle Brise ab 20 Euro), die jedoch selbst mit ein paar Einschränkungen daherkommen.

Ein Ventilator kann nur dann die Raumluft tatsächlich um ein paar Grad senken, wenn er kühlere Luft in den Raum bläst. Eine Möglichkeit ist, ihn in Tür zu stellen, sodass die potenziell kühlere Luft aus der Gebäudemitte in den Raum geblasen wird. Aber auch in geschlossenen Räumen sorgen Ventilatoren für eine gefühlte Abkühlung. Denn ein Luftzug lässt den Schweiß auf der Haut verdunsten. Über einen thermodynamischen Effekt wird so Kälte freigesetzt. Aber Achtung: Wer sich über einen längeren Zeitraum direkt von einem Ventilator anblasen lässt, riskiert, sich zu erkälten oder einen Zug zu holen.

Gerade im Büro oder im Homeoffice bieten sich Tischventilatoren an. Sie holen sich ihre Energie meist über einen USB-Port, einige kommen zusätzlich mit einem Akku. Sie kosten oft nur ein paar Euro. Beim Kauf sollte man auf einen ruhigen Betrieb achten. Hier gilt: Je größer das Ventilatorblatt und je teurer und hochwertiger das ganze Produkt, desto besser sind die Chancen auf einen ruhigen Lauf. Dies sind jedoch nur Anhaltspunkte, auch große und teure Tischventilatoren können ein kaputtes oder wenig hochwertiges Lager haben, was sich in einem unrunden Geräusch während des Betriebs äußert. Wen das stört, sollte laute Ventilatoren zurückschicken.

Wir haben exemplarisch drei Ventilatoren des Amazon-Händlers Easyacc ausprobiert, die jeweils unter anderem auch für den Betrieb auf dem Tisch geeignet sind. Der 14 Zentimeter lange Easyacc USB-Ventilator kostet gerade einmal 8 Euro und erinnert mit seiner organischen, leicht gebogenen Form entfernt an eine Niere. Er hat zwei Acht-Zentimeter-Rotoren. Die vorderen drei und die hinteren fünf Rotorblätter drehen sich in entgegengesetzter Richtung. Sein Fuß ist berührungsempfindlich und dient als Schalter zwischen den zwei Stufen. Schon in der ersten Stufe (50 Dezibel) wälzt er für seine geringe Größe ordentlich Luft um, in der zweiten (54 Dezibel) dann noch mal deutlich mehr. Allerdings ist der Easyacc USB-Ventilator zu laut, hier scheint etwas an den Lagern nicht zu stimmen. Wir gehen von einem Einzelfall aus, andere Nutzer haben laut den Amazon-Bewertungen damit weniger Probleme. Unser Modell hätten wir zurückgeschickt und um ein neues gebeten.

Vom Easyacc Handventilator sind wir sehr angetan. Er kostet 11 Euro. Sein neun Zentimeter großer Rotor bläst wahlweise in drei Stufen, wobei seine niedrigste mit 47 Dezibel recht ruhig ist. Insgesamt wirbelt er für seine geringe Größe ordentlich Luft durch den Raum, ist auf der höchsten Stufen mit 63 Dezibel aber laut. Seinen Griff kann man umklappen, um ihn entweder daran festzuhalten, in verschiedenen Winkeln aufzustellen oder platzsparend zu verstauen. Im Griff selbst sitzt ein wechselbarer 2600-mAh-Akku, der den Ventilator je nach Stufe drei bis zehn Stunden am Laufen hält. Über den Micro-USB-Port lädt man seinen Akku wieder auf. Auch der Dauerbetrieb am Netz ist möglich.

Der 15 Euro teure Easyacc Mini-Ventilator ist ein Sonderling. Er misst im Durchmesser gerade einmal 7,5 Zentimeter und ist zusammengeklappt 5,5 Zentimeter dick. Dabei dient der dicke hintere Teil als Fuß, so kann man den Winkel des Ventilators beim Aufstellen frei wählen. Er ist in Betrieb auf der ersten Stufe mit 46 Dezibel recht leise, auf der höchsten Stufe mit 58 Dezibel dann aber deutlich hörbar. Möglicherweise stören sich einige an der doch recht hohen Frequenz. Seine Luftleistung geht in Ordnung, kann aber nicht mit den größeren Rotoren anderer Ventilatoren mithalten.

Der Clou am Easyacc Mini-Ventilator: Er kommt mit einem Band, um ihn sich um den Hals zu hängen. So kann er Luft in Richtung des Gesichts blasen. Das mag erst einmal komisch klingen, ulkig sieht es auf jeden Fall aus. Wenn man jedoch bei richtig heißem Wetter draußen unterwegs ist, kann ein Lüftchen für die so dringend benötigte Abkühlung sorgen. Dabei ist der Easyacc Mini-Ventilator klein genug, um auch in winzige Rucksäcke und Handtaschen zu passen.

Standventilatoren sind der Klassiker unter den Ventilatoren. Sie sind meist über eine lange Stange mit dem Fuß verbunden und wehen oszillierend Luft in den Raum. Wir haben uns den Xiaomi Mi Smart 1C angeschaut, der aktuell laut unseres Preisvergleichs der beliebteste Standventilator ist. Er ist innerhalb von fünf Minuten aufgebaut und wirkt mit seinem weißen, matten Kunststoff vergleichsweise elegant, wenn auch nicht gerade sehr hochwertig.

Er ragt vom Boden einen knappen Meter in die Höhe und wiegt 3,4 Kilogramm. Sein sieben-blättriger Rotor hat einen Durchmesser von knapp 30 Zentimeter. Er weht in drei Stufen, wobei die niedrigste so leise ist, dass man sie kaum hört. Wir messen 28 Dezibel. Auf Wunsch oszilliert er auf horizontaler Ebene und verteilt die Luft so besser im Raum. Zusätzlich bietet er auf Knopfdruck einen Timer und einen Nachtmodus.

Das Besondere ist jedoch seine WLAN-Fähigkeit. Denn darüber verbindet er sich auf Wunsch mit der Xiaomi-App. Diese ist registrierungspflichtig. Neben ein paar zusätzlichen Optionen ist es über die App vor allem möglich, den Ventilator mit den Sprachassistenten von Amazon und Google zu verbinden. So hört der Xiaomi Mi Smart Fan 1C fortan auf Sprachbefehle, was seine Nutzung deutlich erleichtert. Eine Fernbedienung gibt es nicht.

Für die gebotenen Leistung ist der Preis von etwa 50 Euro für den Xiaomi Mi Smart Fan 1C angemessen. Wir sind vor allem von seinem ruhigen Betrieb beeindruckt und auch die Steuerung über Sprachassistenten ist ein echter Komfortgewinn. Neben dem Xiaomi Mi Smart 1C gibt es noch weitere Varianten, die allesamt etwas teurer sind und dann eine hochwertigere Verarbeitung mit Metallelementen bieten.

Smartmi hat in der Vergangenheit Lüfter für Xiaomi hergestellt und nutzt die Xiaomi Home App auch für die Ansteuerung der unter eigenem Markennamen vertriebenen Lüfter. Aufgrund dieser engen Beziehung der beiden Firmen wird der Smartmi Fan 3 im Handel auch unter der Bezeichnung Xiaomi Mi Smart 3 geführt.

Als besonderes Feature hat Smartmi dem Modell einen 2800 mAh starken Akku spendiert. Bis zu 20 Stunden soll der knapp ein Meter hohe Standventilator im eleganten Weiß-Silber-Look ohne Kabel laufen. Im Test hält er auf der niedrigsten Stufe tatsächlich so lange durch. Und selbst bei maximaler Lüfterstufe sind es noch gut drei Stunden. Somit ist der Smartmi Fan 3 auch mobil einsetzbar. Das ist praktisch, denn so kann man den Lüfter auch an Orten nutzen, an denen eine Stromquelle nicht parat steht, etwa auf der Terrasse während eines Grill-Abends.

Für das Aufladen des Akkus vergehen im Test knapp vier Stunden. Dabei benötigt das Gerät je nach Ladestand des Akkus bis zu 12 Watt, während die Leistungsaufnahme im Betrieb bei maximaler Lüfterstufe 4 gut 15 Watt beträgt, wenn gleichzeitig auch der Akku geladen wird. Bei vollständiger Ladung liegt die Leistungsaufnahme je nach Stufe (1-4) zwischen 3 und 13 Watt.

Im Gegensatz zu den für Xiaomi gefertigten Lüfter können Anwender zur Steuerung des Smartmi Fan 3 neben der App auch die mitgelieferte Bluetooth-Fernbedienung verwenden. Damit kann man das Gerät ein- und ausschalten, die Lüfterstufen und die Oszillation einstellen, sowie zwischen normalem und natürlichen Modus umschalten. Mit letzterem dreht der Lüfter unterschiedlich stark und simuliert damit einen natürlichen Luftzug. Das gefällt uns besser als bei den meisten Standventilatoren, die nur vorgegebene Geschwindigkeitsstufen anbieten.

Sein volles Potenzial entfaltet der Ventilator aber erst mit der Mi-Home-App von Xiaomi. Hier können Nutzer Temperatur und Luftfeuchtigkeit ablesen, den Ventilator ein- und ausschalten, eine von vier Windstärke-Stufen oder stufenlose Werte zwischen 1 und 100 wählen, die Oszillation in Stufen von 0/30/60/90/120 Grad bestimmen, die Ausrichtung manuell anpassen und ein Timer sowie Zeitpläne einrichten. Und natürlich Firmware-Updates installieren – eben ganz so, wie es sich für einen „normalen“ Ventilator gehört.

Besonders hat uns der leise Betrieb des Smartmi Fan 3 gefallen. Bei den voreingestellten Stufen 1 (1) und 2 (35) hört man so gut wie gar nichts. Erst bei Stufe 3 (74) und 4 (100) ist das Lüftergeräusch deutlich hörbar. Ein guter Kompromiss zwischen Lüfterleistung und Geräuschemission ist der Wert 50. Damit darf man sich über einen deutlich kühlenden Luftzug bei gleichzeitig niedriger Geräuschemission freuen.

Wer nachts nicht gestört werden möchte, der darf das kleine LED-Display am Standrohr des Ventilators, das über Lüfterstufe, Ionisatorstatus und WLAN informiert, dimmen oder deaktivieren und zudem die Bestätigungstöne ausschalten, die der Smartmi Fan 3 ansonsten von sich gibt. Außerdem können Eltern hier eine Kindersicherung einrichten, die die Steuerung des Ventilators über die physischen Knöpfe am Gerät deaktiviert.

Und einen Ionisator hat der Smartmi Fan 3 wie einige Luftreiniger von Xiaomi (Testbericht) auch an Bord. Die entsprechende Funktion wird in der App mit „Negativer Ionenmodus“ bezeichnet. Ist sie aktiv, produziert der Smartmi Fan 3 negative Ionen, die wie kleine Staubsauger Partikel in der Luft binden, sodass sie zu Boden sinken. Negative Ionen gelten als gesundheitsförderlich. Manche bezeichnen sie auch als Vitamine für die Luft. In der Natur treten hohe Konzentrationen davon im Wald und in der Nähe von Wasserfällen auf. Während an Wasserfällen bis zu 80.000 Ionen pro cm³ Luft enthalten sind, sind es in der Stadt nur 750 und in geschlossenen Räumen nur zwischen 0 und 250. Andererseits kann bei der Freisetzung von negativen Ionen auch Ozon entstehen, das in höheren Konzentrationen auch gesundheitsschädlich ist. Sowohl im Test mit dem Xiaomi Air Purifier 4 als auch mit dem Smartmi Fan 3 messen wir mit dem leistungsfähigen Luftqualitätssensor Air-Q jedoch keine erhöhte Ozonkonzentration.

Ein weiterer Pluspunkt des Smartmi Fan 3 wäre die in der App vorgesehene Möglichkeit zur Automatisierung, wenn sie denn funktionieren würde. Leider ließ sich im Test das Gerät nicht automatisch einschalten, wenn eine bestimmte Temperatur oder Luftfeuchte erreicht wird. Lediglich das Ein- und Ausschalten zu bestimmten Zeitpunkten war möglich.

Zudem erlaubt die Sprachsteuerung über Amazon Alexa und Google Assistant nur das Gerät ein- und auszuschalten. Ein Moduswechsel oder das Aktivieren einer bestimmten Lüfterstufe gelang im Test per Sprachbefehl nicht. Aber gut: Für die Bedienung gibt es ja die App und die Fernbedienung – das dürfte für die meisten ausreichen.

Regulär kostet der Smartmi Fan 3 knapp 140 Euro. Allerdings bieten ihn zahlreiche Händler auch schon für unter 100 Euro an. Unser Preisvergleich weist einen Tiefstwert von knapp 75 Euro aus. Käufer erhalten damit einen leistungsfähigen Lüfter, der dank seines leisen Betriebsgeräuschs auch fürs Büro oder Schlafzimmer gut geeignet ist.

Dass es auch deutlich teurer geht, zeigt der Balmuda Greenfan für 320 Euro. Der hohe Preis ist deutlich übertrieben, der Greenfan ist aber ein sehr guter Standventilator und eine Art Blaupause, worauf man beim Kauf günstigerer Standventilatoren achten sollte. Sein 30 Zentimeter großer Rotor läuft extrem ruhig. Auf der niedrigsten der vier Stufen muss man mit dem Ohr schon ganz nah heran an das Gerät, um ein Laufgeräusch wahrzunehmen. Wir messen 25 Dezibel. Mit ihm im Zimmer sollten auch empfindliche Naturen schlafen können. Auf der vierten Stufe ist er mit 55 Dezibel zwar deutlich hörbar, aber nie unangenehm laut. Seine Luftzirkulation ist enorm. Selbst auf eine Entfernung von gut zehn Metern ist sein Luftstrom noch deutlich wahrzunehmen. Somit bietet er sich für größere Räume an.

Er besteht so gut wie ausschließlich aus Kunststoff. An dieser Stelle hätten wir uns für den aufgerufenen Preis hochwertigere Materialien gewünscht. Über einen einfachen Mechanismus entfernt man den Mittelteil der Stange und verwandelt ihn so von einem Standventilator mit einer Höhe von 90 Zentimetern in einen knapp 50 Zentimeter hohen Tischventilator. Auf Wunsch schwingt er horizontal frei einstellbar in einem Winkel von 30 bis 150 Grad. Vertikal rastet er manuell etwa fünf Grad nach unten gerichtet und 15 Grad nach oben gerichtet ein. Er verfügt außerdem über einen Timer. An seinem Fuß zeigen sechs Kontrollleuchten den aktuellen Modus. Diese können Käufer auf Wunsch auch ausschalten. All diese Funktionen können Käufer wahlweise am Gerät selbst oder über die Fernbedienung einstellen.

Der Energiehunger des Balmuda Greenfan ist moderat. So messen wir auf der niedrigsten Stufe 2,5 Watt, auf seiner höchsten Stufe 13,5 Watt. Schwingt er, kommen noch etwa 0,5 Watt obendrauf. Optional kann man für den Balmuda Greenfan auch einen Akku inklusive Ladestation dazu kaufen. Für diesen Beitrag schauten wir uns den Vorgänger des aktuellen Balmuda Greenfan an. In den relevanten Bereichen ähneln sich beide sehr.

Neben klassischen Standventilatoren sind Turmventilatoren sehr verbreitet. Sie fangen bei etwa 25 Euro an. Ihr Vorteil: Sie sind optisch ansprechend und nehmen wegen kleinerer Rotoren weniger Platz ein. Dafür sind sie häufig etwas lauter. Trotz des hohen Preises sind die Turmventilatoren von Dyson sehr beliebt. Das liegt vor allem an ihrem cleveren Design. In ihnen sitzt der Rotor nach oben gerichtet im Fuß und bläst die Luft über einen ovalen Diffusor in den Raum. Das macht sie optisch sehr ansprechend und besonders im Umfeld mit kleinen Kindern sicher. Denn es ist schlicht unmöglich, dass kleine Fingerchen in das rotierende Rotorblatt kommen.

Mit dem Purifier Cool Formaldehyde TP09 kombiniert Dyson einen Turmventilator mit einem Luftreiniger. Das Gerät ist ab knapp 600 Euro erhältlich und damit Dyson-typisch nicht gerade ein Schnäppchen. Aber wer einen leistungsfähigen Luftreiniger mit Kühlfunktion sucht, liegt mit dem Dyson genau richtig. Das Modell verspricht nicht nur 99,95 Prozent der Partikel über einen HEPA-Aktivkohle-Kombifilter in der Luft bis zu einer Größe von 0,1 Mikron zu entfernen, sondern zersetzt dank eines katalytischen Filters auch Formaldehyd kontinuierlich.

Die äußere Form des Purifier Cool Formaldehyde TP09 entspricht der typischen Dyson-Designsprache. Das turmförmige Gehäuse steht auf einem drehbaren Sockel. Im unteren Bereich sind die diversen Filter und Sensoren untergebracht. Darauf sitzt die rotorlose Lüftungseinheit. Während der obere Teil in Weiß gehalten ist, setzt sich der anthrazitfarbene Filterkorpus mit einem messingfarbenen Gitter dezent ab. In Sachen Ästhetik macht Dyson so schnell niemand was vor.

Zur Feinjustierung des 106 cm hohen Geräts können Anwender die kostenlose App Dyson Link oder die mitgelieferter Fernbedienung verwenden. Im Automatik-Modus arbeitet der Dyson praktisch geräuschlos. Allerdings ist der Luftstrom in dieser Einstellung kaum zu spüren. Doch bereits auf Stufe 1 von 10 entfaltet der Luftstrom seine kühlende Wirkung, ohne dass dabei die Geräuschkulisse stört. Letztere ist bis zur Stufe 4 bürotauglich, aber danach sorgt das rotorlose Design für so viel Lärm, dass ein konzentriertes Arbeiten nicht mehr möglich ist – es sei denn man nutzt einen ANC-Kopfhörer. Mit aktiviertem Drehmodus verteilt sich die Luft gleichmäßiger im Raum. Dabei können Anwender zwischen 45 und 350 Grad wählen, wobei sie den Startpunkt frei wählen können, sodass das Gerät nicht manuell positioniert werden muss, um eine optimale Luftverteilung zu gewährleisten. Mit der App können Anwender außerdem Start- und Endzeit für den Betrieb festlegen. Weitergehende Automationen erlaubt die App allerdings nicht. Dafür lässt sich der Dyson per Sprache über Amazon Alexa, Google Assistant und Siri Shortcuts steuern. Dabei können Anwender das Gerät nicht nur ein- und ausschalten, sondern auch etwa die Luftstromstärke einstellen. Zudem kann der Dyson auch in die Smart-Home-Zentrale Homey Pro (Testbericht) eingebunden werden und steht somit für weitere Automatisierungen zur Verfügung. Die Leistungsaufnahme liegt in der niedrigsten Luftstromstärke bei 4 Watt und in der höchsten bei knapp etwa 30 Watt.

Das populäre Dyson-Design mit rotorloser Belüftungsfunktion hat bereits viele Nachahmer gefunden. Pearl vertreibt etwa den Ventilator und Luftreiniger ZX-7056 von Sichler, dessen Form sehr stark an die Dyson-Modelle erinnert. Anders als bei diesen lässt sich dessen Lüftungseinheit nach vorn und nach hinten neigen. Eine Schwenkfunktion gibt es auch, allerdings kann man diese nur ein- und ausschalten, nicht aber weiter justieren. Die Luftstromstärke können Anwender zwischen 1 und 9 regeln, wobei die Leistungsaufnahme dabei zwischen 4 und 31 Watt liegt. Leider geht der Sichler nicht ganz so geräuscharm wie die Modelle von Smartmi und Dyson zu Werke, sodass er als Luftreiniger und Lüfter fürs Schlafzimmer ausscheidet. Aber im Büro dürfte seine frische Brise bis zu Stufe 3 auch in Sachen Betriebsgeräusch als angenehm empfunden werden.

Einen Ionisator und eine UV-Desinfektion hat der Sichler ebenfalls zu bieten. Und Anwender können ihn über Alexa und Google Assistant auch per Sprache steuern. Überdies lässt sich der Sichler auch über eine Tuya-kompatible App wie Elesion, Smartlife oder Tuya Smart steuern. Wer daran kein Interesse hat, kann das Gerät auch über die mitgelieferte Fernbedienung vollständig konfigurieren. Alles in allem ist der Sichler ZX-7056 mit einem Preis von 190 Euro eine attraktive Alternative für Anwender, die neben einem Lüfter auch einen Luftreiniger benötigen.

Ein namenloser Akku-Ventilator, der von Geekmaxi (Kauflink) für 52 Euro schlicht als Ausziehbarer Standventilator verkauft wird, hat uns beim Ausprobieren positiv überrascht. Er wiegt ein gutes Kilogramm und hat zusammengeklappt die Maße 21 × 21 × 11 Zentimeter plus Henkel. Aufgebaut schraubt er sich dank einer Teleskopstange auf über einen Meter Höhe. Damit übertrifft er so manchen Standventilator. Seine Verarbeitungsqualität ist für ein China-No-Name-Produkt erstaunlich hoch.

Dabei ist er flexibel einsetzbar. Den Ventilator kann der Käufer manuell um etwa fünf Grad nach unten oder 180 Grad nach oben und hinten neigen. Seitlich oszilliert er dank seines beweglichen Fußes um etwa 20 Grad. Er bietet drei unterschiedliche Ventilationsstärken, der vierte Modus soll natürlichen Wind simulieren und variiert in seiner Stärke. Dabei ist der Ventilator mit seinem Durchmesser von 16 Zentimetern mit gerade einmal 36 Dezibel auf der niedrigsten Stufe angenehm leise.

Ein 10.000-mAh-Akku soll ihn laut Hersteller je nach Nutzungsart 7 bis 30 Stunden ohne Netzanschluss am Laufen halten. Im Test hält der Akku auf mittlerer Stufe ohne Oszillieren gut zehn Stunden durch. Geladen wird er über einen USB-C-Port.

Der ausziehbare Ventilator gefällt uns dank seines cleveren und sehr flexiblen Designs. Er kann sowohl als Stand, als auch als Tischventilator genutzt werden. Dabei bringt er sogar einen Akku mit und oszilliert auf Wunsch.

Zur Kühlung dienen auch Deckenventilatoren. Besonders interessant sind dabei auch Modelle mit integrierter LED-Leuchte. Somit kann man den oft nur einzigen Stromanschluss an der Decke für die Beleuchtung und zur Lüftung nutzen. Das knapp 200 Euro teure Modell Sichler WiFi VT-960.led (ZX-7163) von Pearl sorgt mit seinen großen Rotorblättern im 60 Zentimeter durchmessenden Gehäuse schon bei niedrigster Stufe für einen kühlenden Luftzug. Dabei bleibt das Gerät mit etwa 29 db angenehm leise. Obendrein erlaubt das Modell dank Kompatibilität zur Tuya-Plattform (Testbericht) auch umfangreiche Automatisierungen. Anwender können etwa in Verbindung mit einem Temperatursensor den Deckenlüfter so einstellen, dass sich die Lüfterdrehzahl der Temperatur automatisch anpasst. Damit erzielen sie eine optimale Balance zwischen Geräuschemission und Kühlung.

Ventilatoren sind die einfachste und günstigste Möglichkeit, die Raumtemperatur etwas zu senken. Dafür richtet man sie in Richtung eines offenen Fensters, sodass die im besten Fall kühlere Luft aus dem Gebäudeinneren ins Zimmer strömt. So befördert man auch gleich potenziell gefährliche Aerosole hinaus. Doch auch bei geschlossenen Räumen sorgt ein direkter oder indirekter Luftzug für eine gefühlt geringere Temperatur.

Für einen Luftzug am Schreibtisch im Büro oder Homeoffice empfehlen wir des Easyacc Handventilator. Dank Akku kühlt er auch abseits des Netzanschlusses. Deutlich leistungsfähiger sind Standventilatoren. Dabei muss man nicht zwingend 350 Euro für den hervorragenden Balmuda Greenfan ausgeben. Auch der etwa 50 Euro teure Xiaomi Mi Smart 1C schaut gut aus, ist laufruhig und dazu noch smart. Wer eine Fernbedienung und eine Ionisator-Funktion wünscht, greift zum Smartmi Fan 3, der für 100 Euro erhältlich ist und sehr leise zu Werke geht. Turmventilatoren sind meist recht laut und deswegen nur für Umgebungen geeignet, in denen das keine Rolle spielt. Ausnahme ist hier der Purifier Cool Formaldehyde TP09 von Dyson, der für knapp 600 Euro auch einen Luftreiniger bietet, der sogar Formaldehyd neutralisiert. Last but not least können auch Deckenventilatoren wie der Sichler WiFi VT-960.led (ZX-7163) eine attraktive Option für eine frische Brise im Büro oder Homeoffice sein.

Etwas besser als normale Ventilatoren senken Verdunstungskühler (Luftkühler mit Wassertank ab 20 Euro) die Luft. Wer echte Abkühlung will und dennoch eine mobile Lösung sucht, sollte sich unseren Ratgeber Mobile Klimaanlage: Günstig gegen teuer – lohnt der Aufpreis? durchlesen. Wer sich noch nicht sicher ist, welche Lösung für ihn die richtige ist, dem helfen wir im Ratgeber Klimaanlagen-Grundlagen: So viel kostet gute Raumkühlung. Und wie man smarte Technik für ein optimales Raumklima einsetzt, klären wir in unserem Ratgeber Schimmel bekämpfen, Gesundheit schützen: Smarte Technik für gutes Raumklima ab 20 Euro.

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