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Wegen Urheberrechtsabgaben: Preise für iPhone & iPad steigen

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Apple hebt die Preise für iPhones und iPads in Deutschland an – und nur in Deutschland. Schuld daran sind neue Urheberrechtsabgaben für Smartphones und Tablets.

In Cupertino hat man offensichtlich überhaupt keine Lust, für die Spinnereien irgendeines europäischen Landes aufzukommen. Und so dürfen es die Deutschen selbst ausbaden, dass sich im Dezember die Bitkom und die ZPÜ auf neue Urheberrechtsabgaben für Mobilgeräte geeinigt haben.

Konkret heißt das: iPhones sind ab 2016 rund fünf Euro teurer, die Preise von iPads steigen um etwa acht Euro. Das günstigste iPhone 6S kostet bei Apple nun 744,95 Euro, das iPhone 6S Plus startet nun bei ähnlich krummen 854,96 Euro. Diese Beträge entsprechen ungefähr dem, was die Verwertungsgesellschaften mit dem Branchenverband für die Digitalwirtschaft (Bitkom) Ende vergangenen Jahres ausgehandelt haben.

Urheberrechtsabgaben für Computer und Flash-Speicher gibt es übrigens bereits seit längerem. So wird seit 2010 eine Pauschale für Desktops und Notebooks in Höhe von 10,55 Euro fällig, auf Speicherkarten und USB-Sticks mit mehr als 4 GByte Kapazität entfallen seit 2012 1,95 Euro.

Bitkom zufolge bescheren die neuen Abgaben für Mobilgeräte den Verwertungsgeschäften zusätzliche Jahreseinnahmen in Höhe von 170 Millionen Euro. Gleichzeitig übt der Industrieverband jedoch auch Kritik: Die Pauschalabgabe sei „grundsätzlich ungeeignet für die digitale Welt“. In anderen europäischen Ländern sind die Abgaben deutlich niedriger (Österreich, Niederlande) oder entfallen gar völlig (Spanien, Finnland).

Vermutlich dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis andere Hersteller Apples Beispiel folgen werden. Allerdings werden wir das da vermutlich auch gar nicht so transparent mitbekommen wie bei den iPhones und iPads.

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