Watch: Warum die Smartwatch erst gestern erfunden wurde

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Ooooh, so eine provokante Überschrift! Und so unfassbar falsch. 2009 gab's von Sony schon eine analoge Uhr mit kleinem Display für Benachrichtigungen (MBW-150 ), 2012 sogar eine, die tatsächlich Smartwatch hieß. Und eigentlich hat sowieso Microsoft das alles erfunden, 2003 gab's die Spot Watch .

Stimmt: Es gab und gibt schon Uhren mit mehr oder weniger starker Intelligenz und mit mehr oder weniger gewieften Zusatzfunktionen. Aber ganz im Ernst: Wen juckt's? Wer von euch benutzt so ein Ding – und wer von Euren Verwandten? Ich wette, dass allein am Erstverkaufstag der neuen Apple Watch mehr davon verkauft werden als von allen sogenannten Smartwatches seit dem Ende der Steinzeit zusammen. Und das liegt nicht (nur) daran, dass Apple-Jünger alle Fanboys sind und wie die Fliegen auf die Sch+#ße fliegen.

Apple hat nicht das Smartphone erfunden, nicht den MP3-Player und nicht das Tablet. Trotzdem war Apple mit seinen Produkten in den jeweiligen Kategorien immer für eine lange Zeit führend. Weil das Unternehmen nicht den drölften MP3-Player und nicht das vierunddreißigste Smartphone mit resistivem Touchscreen gebaut hat, sondern eine perfekt integrierte Lösung. Genau die fehlt aktuell den Smartwatches.

Ja, es gibt viele verschiedene Modelle, und ja, sie sind – spätestens mit Android Wear – erheblich besser geworden. Trotzdem macht mich aktuell keine Smartwatch glücklich. Sie können zwar viel, aber helfen im Alltag nur wenig. Die Bedienung holpert, das Laden nervt, die Kontakte korrodieren. Und was ich wirklich damit soll, habe ich immer noch nicht so ganz verstanden.

LG, Samsung, Sony, Motorola & Co. nutzen ihr teilweise hervorragendes Know-How aus dem Smartphone-Bereich, um intelligente Uhren zu bauen. Schon mal einen Wecker eingestellt? Ist echt blöd, weil der Finger die virtuellen Taster und Regler, die wir von den Handys her kennen, verdeckt. Apple hingegen fängt bei Null an. Das geht bei der Bedienung los. Ohne diesen Drehdrück-Button bislang in der Hand gehabt zu haben, bin ich jetzt schon davon überzeugt, dass man damit die Funktionen der Watch besser nutzen kann als alles, was ich bisher gesehen habe. Das geht bei Material & Design weiter und endet bei der Software. Ich hatte die Uhr noch nicht in der Hand. Aber ich bin davon überzeugt, dass sie sich intuitiv bedienen lässt und toll funktioniert.

Oh Gott, was bin ich für ein Fanboy. Vielleicht täusche ich mich auch, wenn ich jetzt im großen Stil Vorschusslorbeeren verteile. Aber aktuell ist Apple tatsächlich der einzige Hersteller, dem ich zutraue, eine neue Produktkategorie von einem Markt für echte Freaks (zu denen ich mich auch zähle, deswegen laufe ich ja auch mit einer G Watch von LG Electronics durch die Gegend) massenkompatibel zu machen. Also so, dass auch meine Tante so etwas haben will.

Sollte ich mich täuschen, sollte die Apple Watch floppen oder echt mies sein – dann werde ich das genau so schreiben. Außerdem werde ich mich öffentlich entschuldigen und nie wieder Vorschusslorbeeren für Apple-Produkte verteilen. Aber bis dahin bin ich sehr gespannt auf die erste richtige Smartwatch. Und jetzt dürft ich mich an die Wand kommentieren.

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