USA: Smartphone-Hersteller sollen Diebstähle verhindern

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Mir ist zum Glück noch kein Handy geklaut worden, aber ich kenne genügend Freunde, die davon durchaus die eine oder andere Story berichten können – inklusive aufgeschlitzter Hosentasche, nachdem sie in der Disco eingepennt sind (hallo, Stefan ;-) ).

In New York scheint sich der Smartphone -Klau zu einem großen Problem zu entwickeln. Allein in New York City seien von Januar bis September 2012 11.447 iOS -Geräte geklaut worden. Das sind nicht nur 3280 mehr als im Vorjahreszeitraum, sondern 70 Prozent aller Smartphone-Diebstähle der Stadt – und damit sogar so viele, dass sich dafür der Begriff "Apple Picking" etabliert hat.

Besonders problematisch: Nicht in allen Fällen werden die Messer nur dafür benutzt, um die Hosentaschen schlafender Mitmenschen aufzuschlitzen. Die Diebstähle seien "nicht selten mit Gewalt verbunden und gingen manchmal für die Opfer tödlich aus", schreiben unsere Kollegen von heise online . Nach den Delikten würden die Geräte zurückgesetzt und für etliche hundert Dollar verkauft.

Dem Generalstaatsanwalts des US-Bundesstaats New York, Eric Schneiderman, geht das zu weit: Technische Maßnahmen müssen her. Er hat deswegen neben Apple auch Google/Motorola, Microsoft und Samsung angeschrieben. Die Unternehmen sollen darlegen, wie sie künftig die Unbeschadetheit der Nutzer gewährleisten wollen.

Wohin die Reise geht? Wissen wir nicht. Klar ist aber, dass die Geräte nach dem Diebstahl nichts Wert sein dürfen. Einfaches Zurücksetzen und Verscherbeln könnte damit der Vergangenheit angehören. Hoffen wir mal, dass Politik, Hersteller und Provider dabei nicht über das Ziel hinausschießen und mit ihren Maßnahmen den Gebrauchtmarkt ruinieren – denn ein gewollter Weiterverkauf sollte immer möglich sein. Eine Möglichkeit wäre es, als gestohlen gemeldete Smartphones in den Handynetzen zu blockieren. Diesen Weg geht die amerikanische Mobilfunk-Aufsichtsbehörde FCC: Seit November ist eine Datenbank in Betrieb, die die Seriennummern gestohlener Geräte der Provider AT&T, Sprint, Verizon und T-Mobile übergreifend listet. Mexikanische Mobilfunkbetreiber sollen ebenfalls darauf zugreifen können, damit auch der Verkauf ins Ausland nicht funktioniert.

Ist Euch schon mal ein Handy geklaut worden? Wir freuen uns über Kommentare – und hoffen, dass Euch nichts passiert ist.

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