Tizen braucht Entwickler: Fette Kohle im ersten Jahr

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Ein tolles neues Betriebssystem zu programmieren? Ist eine Sache. Ein komplettes Ökosystem aufzubauen und den dazugehörigen App-Store zu befüllen? Das ist die eigentliche Herausforderung – und an der sind schon einige gescheitert. Android hat rund 3 Jahre gebraucht, um mit dem Apple App Store gleichzuziehen . Windows Phone liegt dagegen immer noch weit abgeschlagen hinter den beiden Platzhirschen Android und iOS zurück. Da hat jeder Newcomer einen schweren Stand.

Die Tizen Association hat sich aus diesem Grund etwas einfallen lassen, um Entwickler dazu zu bewegen, ihre Apps für das junge OS zu adaptieren. Auf der Tizen Developer Conference hat man bekanntgegeben, dass alle Entwickler, die Apps in den Tizen-Store stellen, ein Jahr lang sämtliche Einnahmen behalten dürfen. Dies beinhaltet wohl auch Einnahmen aus In-App-Käufen, die über den offiziellen Tizen-Store abgewickelt werden. Zudem können Entwickler Mehrwert- und andere Steuern sammeln, die sich dann absetzen lassen sollen. Wie genau das funktioniert, ist allerdings abhängig von den jeweiligen regionalen Steuergesetzen.

In anderen App-Stores wie dem Google Play Store oder dem Apple App Store erhalten Entwickler nur 70 Prozent der Einnahmen – der Rest in die lohnenswerte Provision für den Shop-Betreiber. Für den Fall, dass dies nicht als Anreiz ausreicht, startet die Tizen Association in Russland zudem noch einen Entwicklerwettbewerb. Dort kommt das erste Tizen-Smartphone, das Samsung Z , auf den Markt.

Allerdings: 100 Prozent von wenig ist immer noch nicht viel – denn die Apps müssen ja auch an den Mann gebracht werden. Anstelle von Millionen potentieller Käufer wie bei den anderen Ökosystemen gibt's bei Tizen nun mal auch lediglich eine Handvoll Abnehmer. Ob diese Promo-Aktionen ausreichen, um den Entwicklern Tizen schmackhaft zu machen, bleibt abzuwarten.

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