Tastatur für's Handgelenk: Tippen auf der SmartWatch

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Wie muss es sein, wann man per Zeitreise aus einer gar nicht so weit entfernten Vergangenheit ins Jahr 2013 rutscht? Ganz schön verwirrend, selbst wenn man nur 30 Jahre übersprungen hat: Die Menschen blicken auf kleine Kästen, statt sich miteinander zu unterhalten, und sind ständig auf der Suche nach Energiequellen für ihre portablen Alleswisser, Spielekonsolen und Fotoapparate. Das dürfte ganz schön verwirrend sein, aber immer noch besser, als wenn man weitere drei Jahre überspringt: Dann nämlich reden Menschen mit Armbanduhren und Brillen. "Ok, Glass, mach' ein Foto ". Hallo, geht's noch? Das finde sogar ich irgendwie peinlich, obwohl ich Smartphones schon kenne.

Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine der Gadgets der nächsten Generation dürfte eine der größten Herausforderungen an die Entwickler sein. Die Finger sind zu dick für Tasten (oder die Gadgets zu klein), Spracherkennung ist dämlich – und versucht mal, auf dem Oktoberfest Eurer Uhr eine SMS zu diktieren. Derzeit läuft es wohl darauf hinaus, dass Smartwatches & Co. erst einmal nur verlängerte Displays sind. So zeigt etwa die Pebble problemlos SMS-Nachrichten auf ihrem Display an; zum Antworten muss man aber sein Handy aus der Tasche fummeln.

Jetzt kommt eine Forschergruppe der Carnegie Mellon University um die Ecke und hat scheinbar eine Lösung, mit der man auch auf winzigen Displays halbwegs komfortabel lange Texte tippen können soll. Zoomboard heißt das Ding und ist so einfach wie genial: Auf dem Display wird das komplette Tastenfeld in Mini-Größe dargestellt. Wer ein "S" tippen möchte, drückt mit dem Finger großflächig in die Nähe des Buchstaben, daraufhin zoomt der entsprechende Bereich der Tastatur hervor – und dort kann man dann zielsicher auf den richtigen Touchscreen-Knopf drücken. Wer möchte, kann Zoomboard sogar schon ausprobieren: Hier gibt es eine Web-Demonstration, die im Browser läuft .

Ganz schön innovativ, was? Geht so. Scheinbar sind die Forscher der Uni vier Jahre in die Vergangenheit gereist und haben sich eine Universalfernbedienung von Philips zugelegt: ein Modell mit Touchscreen, die Prestigo SRT9320 . Die hat nämlich genau diese Funktion auch schon. Aber es ist halt wie mit Multitouch, denn die Technik gibt es ja auch schon seit den 70er Jahren: Es siegt nicht der Erfinder einer neuen Technologie – sondern derjenige, der sie zum richtigen Zeitpunkt als Lösung für ein großes Problem einsetzt. Immerhin: Eine Kommerzialisierung ist derzeit nicht geplant. Der Quelltext steht online zum Download bereit und kann von anderen Projekten weiterverwendet werden.

Aber es gibt auch echte Innovationen: Die Gestensteuerung hat meine Philips-Fernbedienung nicht. Ein Fingerwisch nach rechts beispielsweise fügt ein Leerzeichen ein, einer nach links, genau, löscht das letzte Zeichen.

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