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Surface Pro kommt im Mai nach Deutschland

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Endlich – das denken sich zumindest diejenigen, die schon lange auf das offizielle Microsoft-Tablet mit Windows 8 Pro in Deutschland warten. Na und – denkt der Rest. Denn auch das neue Modell wird es schwer haben. Aber der Reihe nach.

Ganz offiziell hat Microsoft inzwischen im hauseigenen Blog angekündigt , dass das Surface Pro noch vor "Ende Mai" auch hierzulande zu haben sein soll. Für Microsoft ist das ein wichtiger Schritt, denn das bislang in Deutschland erhältliche Surface RT verkauft sich schleppend.

Das Surface Pro kommt mit einem 10,6 Zoll großen Multitouch-Bildschirm mit Full-HD-Auflösung, Core-i5-Prozessor von Intel, 64 respektive 128 GByte Speicher und 4 GByte RAM. Dazu gibt es die üblichen Annehmlichkeiten von Tablets: Je eine 720p-Kamera auf Vorder- und Rückseite, WLAN, Bluetooth, Bewegungssensoren & Co. – und im Gegensatz zu den vielen Konkurrenten immerhin USB-3.0-Host-Ports, einen Speicherkartenleser, einen Mini-Display-Port und einen Stift. Spannend für Interessenten: Hier läuft ein uneingeschränktes Windows 8, und damit auch jede beliebige Windows-Anwendung.

Einen Preis hat Microsoft noch nicht genannt. In den USA kostet das Gerät mit 64 GByte Speicher 899 Dollar, mit 128 GByte 999. Das RT-Tablet schlägt in den Vereinigten Staaten mit 499 Dollar und hierzulande mit 479 Euro zu Buche – daher schätzen wir, dass das Surface Pro über 800 Euro kosten wird. In Anbetracht der Tatsache, dass allein Betriebssystem und vorinstallierte Software 35 GByte Speicher belegen und beim kleinen Modell laut Hersteller nur 29 GByte nutzbarer Speicher übrig bleiben, sollten Käufer hier genau überlegen, um nicht am falschen Ende zu sparen. MicroSD-Speicherkarten sind nämlich längst nicht so schnell wie der interne Speicher.

Wer schon jetzt auf der Suche nach einem Tablet mit "echtem Windows" ist, sollte sich Alternativen wie das Iconia W510 von Acer ansehen. Das hat zwar keinen Stift, aber wie das Surface Pro eine optionale Tastatur – und ist deutlich günstiger.

Bislang gibt es in Deutschland ausschließlich den kleinen Bruder zu kaufen: das Surface RT. Im Gegensatz zum Pro arbeitet in seinem Inneren ein Prozessor mit ARM-Architektur wie in Smartphones oder Tablets mit Android und iOS. Das ermöglicht flache Bauformen, einen lüfterlosen Betrieb und eine lange Akkulaufzeit. Allerdings läuft Windows 8 nicht auf solchen Prozessoren – weswegen Microsoft eine spezielle Version seines aktuellen Desktop-Betriebssystems darauf angepasst hat.

Es nennt sich Windows RT und sieht genauso aus wie Windows 8, allerdings, und das ist der große Haken, laufen normale Windows-Programme hier nicht. Anwendungen, Spiele & Co. müssen speziell vom jeweiligen Hersteller oder Entwickler angepasst werden. Entsprechend mies ist die Software-Versorgung, und in Kombination mit einem vergleichsweise hohen Preis sorgt das für einen zähen Absatz der Windows-Tablets. Mindestens 479 Euro müssen Käufer auf der offiziellen Webseite für das Gerät ausgeben. Viele Android-Tablets sind deutlich günstiger, ein iPad der neuesten Generation kostet nur wenig mehr. Und in beiden Fällen ist die Software-Versorgung deutlich besser.

Das Surface Pro ist zweifelsfrei ein tolles Stück Hardware, und das im Lieferumfang enthaltene (Stift) und optional verfügbare (Tastatur-Dock) Zubehör sorgen für einen Nutzfaktor, von dem iPad-Besitzer nur träumen können.

Für Endkunden ist es dennoch nichts. Es ist teuer, schwer und unsexy. Windows-Programme laufen zwar, aber die Bedienung der kleinteiligen und noch immer auf Maussteuerung ausgelegten Menüs macht keinen Spaß. Zumindest derzeit mangelt es noch an coolen Apps, die beim iPad weiterhin für den Haben-Will-Faktor sorgen. Und: Wer mit einem Windows-Touchcomputer unterwegs arbeiten möchte, kann das schon jetzt – mit bereits verfügbarer und deutlich billigerer Hardware.

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