Smartphone-Kidnapping in Zügen: Lösegeld für Daten

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Der Schwarzmarkt des Handy-Business dreht sich. Während es vor ein, zwei Jahren noch lukrativ war, Menschen auf offener Straße ihre Smartphones zu stibitzen oder gar zu rauben, um sie hinterher für gutes Geld zu verscherbeln, verhindern Sicherungsmaßnahmen der Hersteller inzwischen, dass geklaute Geräte weiter genutzt werden können. Für die Aktivierung ist üblicherweise das Passwort des Vorbesitzers möglich – wer es nicht kennt, kann die Geräte maximal als Ersatzteilspender verwenden.

Aktuell bedienen sich die Kriminellen neuer Methoden, um an Geld zu kommen. Statt Masse gilt nun Klasse, könnte man sagen: Es werden nicht mehr irgendwelche Geräte auf offener Straße geklaut. Stattdessen suchen sich die Diebe ihre „Kundschaft“ genau aus – und grasen am liebsten Vorstandsvorsitzende großer Unternehmen oder beispielsweise Anwälte ab. Ziel sind dabei weniger die Geräte selbst als die auf ihnen gespeicherten Daten. Per Lösegeld-Erpressung können die Opfer der Diebstähle ihre Hardware dann wieder zurückkaufen.

Dabei wird häufig im Team gearbeitet – und häufig in Zügen der Deutschen Bahn zugeschlagen. So soll beispielsweise ein Smartphone des Vorstandsvorsitzenden von Datev bereits zum zweiten Mal gestohlen worden, als dieser auf dem Weg zum 14. IT-Sicherheitskongresses war – um dort eine Expertenrunde zum Thema „Sichere mobile Kommunikation“ zu moderieren. In einem anderen Fall wurde einem Rechtsanwalt das Notebook im Zug gestohlen. Für 90.000 Euro kaufte er das Gerät zurück – mit dem die Diebe inzwischen schon im Netzwerk der Kanzlei online waren.

Wer sich vor solch gezielten Diebstählen schützen möchte, sollte zum einen natürlich die Augen aufhalten. Zum anderen helfen lange Zugangscodes bei Smartphones und eine Festplatten-Vollverschlüsselung bei Notebooks, um Dieben die Tour zu versauen: Sie kommen bei derartigem Schutz selbst nicht an die Daten auf den Geräten – und das Diebensgut ist nichts mehr wert. Eben so wie bei den Smartphones, die sich ohne Passwort nicht mehr aktivieren lassen.

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