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Siri-Klon von Yahoo: eigener Sprachassistent in Arbeit?

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Es geht das Gerücht, dass der Internet-Konzern Yahoo – ganz im Stil von Apples Siri und Google Now – an einem eigenen Sprachassistenten arbeitet. Ausgangspunkt dafür war ein Video auf der Video-Plattform DailyMotion, das mittlerweile auf "Privat" umgestellt wurde. Was steckt also dahinter?

Sowohl Apple Siri als auch Google Now sind intelligente Sprachassistenten, mit deren Hilfe sich Smartphones und Tablets bis zu einem gewissen Grad freihändig bedienen lassen. Selbst Microsoft plant mit Cortana im nächstes Jahr einen ähnlichen Dienst für seine Windows-Phone-Plattform. Insofern wäre der Schritt von Yahoo keine große Überraschung, versucht der US-Konzern doch verzweifelt, in Sachen Internet-Dienste den Anschluss nicht zu verpassen. Da passt ein ursprünglich bei DailyMotion aufgetauchtes Video gut ins Bild, in dem ein Sprachassistent mit Yahoo-Logo zu sehen ist. In besagtem Video warnt der Dienst den Autofahrer vor einem größeren Stau auf der zu fahrenden Strecke gewarnt. Dieser wiederum informiert seine Ehefrau per SMS darüber. Und natürlich: Alles läuft über Sprachkommandos.

Die Sache wäre wohl längst nicht so stark hochgekocht, wäre in der App nicht ein Yahoo-Logo zu sehen gewesen. Der Konzern selbst ist an der Entwicklung der App jedoch nicht beteiligt, zumindest nicht direkt. Denn bei der Anwendung handelt es sich um eine von Robin Labs entwickelte Plattform für Spracherkennung und Navigation mit natürlicher Sprache, wie Ilya Eckstein – Mitgründer und CEO von Robin Labs – gegenüber TenchCrunch erklärte.

Robin Labs arbeitet nach eigener Aussage daran, die selbstentwickelte Plattform Robin zu einer Art OEM-Produkt zu erweitern. Eckstein bezeichnet dies als zweite Stufe des Projektes, nachdem das Ziel der ersten Stufe erst einmal überhaupt die Entwicklung der Spracherkennung war – das Ergebnis ist seit etwa einem Jahr im Google Play Store zu begutachten . In Stufe Zwei bietet Robin Labs die Plattform als White-Label-Produkt anderen Marken an, damit diese ihrer Zielgruppe eigene Inhalte mit einer fertigen Oberfläche anbieten können. Die Oberfläche lässt sich dann, wie im Video zu sehen, auf die Bedürfnisse der jeweiligen Marke anpassen.

Doch was hat das Ganze mit Yahoo zutun? Der Internetkonzern ist lediglich einer der möglichen Interessenten dieser Software-Lösung. Das Video diente ursprünglich als Demonstration für Yahoo und war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Kein Wunder, dass Robin Labs ziemlich verärgert ist über die Veröffentlichung, zumal man noch mitten in den Verhandlungen steckt. Ob allerdings Robin Labs an Yahoo herangetreten ist oder umgekehrt, hat Eckstein mit einem ausweichenden "Great minds think alike" beantwortet. Ilya Eckstein jedenfalls sieht den Video-Leak mittlerweile als "unerwartete Marktstudie" an, denn das Echo ist überwiegend sehr positiv.

Über eine Übernahme von Robin Labs wird bereits fleißig spekuliert, was angesichts der bisherigen Übernahmen von Yahoo in Sachen mobile Apps und Sprachverarbeitung in diesem Jahr thematisch ziemlich gut passen würde.

Quelle: TechCrunch

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