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Samsung Galaxy S6 Edge: Und es biegt sich doch!

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Auf der Produktpräsentation im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona hatte Samsung vollmundig verkündet , dass sich die neuen Flaggschiffe nicht verbiegen lassen. Das hämische Augenzwinkern in Richtung Apple, dessen iPhone 6 (Test) und iPhone 6 Plus (Test) mit dem Bentgate Schiffbruch erlitten hatten, war nicht zu übersehen.

Nun hat der US-Smartphone-Versicherer SquareTrade ein Galaxy S6 Edge (Hands-on) in die Finger bekommen – und in eine Foltermaschine für Smartphones eingespannt. Das Ergebnis: Das Samsung-Smartphone verbiegt sich ab der gleichen Belastung wie das iPhone 6: Bei 50 Kilogramm Druck findet eine dauerhafte Kaltverformung des Gehäuses statt. Allerdings bekommt an dieser Stelle dann auch bereits das Glas beim Um-die-Ecke-Display erste Risse. Bei knapp 70 Kilo wird das Galaxy S6 Edge schließlich komplett unbrauchbar – beim iPhone 6 ist das erst bei gut 80 Kilogramm der Fall. Autsch.

In der Folterbank landete übrigens auch ein HTC One M9 (Test) , das erst bei 54 Kilogramm Belastung begann, irreversibel nachzugeben. Allerdings verzieht sich das Gehäuse hier gleich derart, dass der Ein/Aus-Schalter nicht mehr benutzbar und das Smartphone damit unbrauchbar ist.

Inzwischen hat Samsung auf seinem Firmenblog SamsungTomorrow mit einem eigenen Video geantwortet, das die von SquareTrade ermittelten Werte jedoch nicht in Frage stellt, sondern eher bestätigt – auch, wenn dieser Test bei Weitem nicht bis zur Bruchgrenze geht. Allerdings versuchen die Koreaner die für ein Verbiegen notwendige Kraft in Relation zu setzen. Im Samsung-Clip ist bei einer Belastung von 81,15 lbf eine deutliche Verbiegung sichtbar, die das Mobiltelefon jedoch offenbar schadlos übersteht. 81,15 lbf („Pfund-Kraft “) entsprechen übrigens 361 Newton respektive bei Erdbeschleunigung 36,7 Kilogramm.

Und hier kommt die Relation: Um fünf Bleistifte zu zerbrechen, muss man dem Samsung-eigenen Test zufolge 79,7 lbf a. k. a. 355 Newton beziehungsweise bei Erdbeschleunigung 36,2 Kilogramm aufwenden. Außerdem fordert Samsung SquareTrade dazu auf, den Biege-Test doch nicht nur mit der Vorder-, sondern auch mit der Rückseite durchzuführen. Äh ja. Weil mein Hintern auch darauf achtet, wie herum ich das Smartphone jetzt in die Tasche gesteckt habe.

Ich persönlich fand den Bentgate-Rummel beim iPhone 6 beziehungsweise iPhone 6 Plus schon völlig übertrieben – und das verhält sich auch jetzt nicht anders. Smartphones sind nunmal empfindliche elektronische Geräte. Wer eins und eins zusammenzählen kann, der wirft sein Telefon nicht auf den Boden und nicht ins Klo und setzt sich eben auch nicht drauf.

Das ändert allerdings nichts daran, dass es in höchstem Maße peinlich ist, wenn sich Samsung auf seiner Präsentation einen genüsslichen Seitenhieb auf Apple erlaubt – und es dann selbst nicht besser kann.

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