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Samsung Galaxy S4 Zoom: Androide mit 10-fach-Zoom

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Nach zahlreichen Gerüchten und ersten Fotos ist es heute soweit: Samsung hat das Galaxy S4 Zoom offiziell vorgestellt: ein Android-Smartphone mit 16-Megapixel-Sensor und 10-fach-Zoom.

Das Galaxy S4 Zoom mag mit dem Galaxy S4 zwar den größten Teil des Namens gemein haben, die Ausstattung unterscheidet sich aber deutlich und bewegt sich eher auf einem Niveau mit der des Galaxy S4 Mini . Statt Quad- beziehungsweise Octa-Core gibt es nur einen 1,5 GHz schnellen Dual-Core. Und das 4,3 Zoll große Display setzt zwar ebenfalls auf AMOLED-Technologie, bietet mit 540 × 960 Pixeln aber nur ein Viertel der Auflösung.

Weitere Ausstattungsmerkmale des Galaxy S4 Zoom: Bluetooth 4.0, NFC, WLAN nach 802.11 a/b/g/n, Android 4.2, 1,5 GByte Arbeitsspeicher und 2330 mAh Akkukapazität. Der integrierte Speicher fällt mit 8 GByte klein aus, zumal dem Anwender nur circa 5 GByte zur Verfügung stehen. Immerhin: Es gibt einen microSD-Speicherkartenslot, der bequem erreichbar ist. Mit den Maßen von 12,55 × 6,35 × 1,54 Zentimetern ist die Android-Knipse fast so dick wie zwei Samsung Galaxy S4 übereinander.

Jetzt aber zum Highlight des Samsung Galaxy S4 Zoom: die Kamera. Der Bildsensor löst 16 Megapixel auf. Vermutlich handelt es sich dabei um den gleichen BSI-CMOS-Chip, der auch in der Galaxy Camera und diversen Samsung-Kompaktkameras wie der WB800 zum Einsatz kommt. Mit seinem 1/2,3-Zoll-Format ist der Sensor rund 85 Prozent größer als die 1/3,2-Zoll-Chips, die üblicherweise in Smartphones zum Einsatz kommen – und dürfte damit in der Theorie eine entsprechend bessere Bildqualität bieten. Denn je größer der Sensor, desto mehr Licht fängt er ein. Und mehr Licht bedeutet, dass eine niedrigere Ausleseempfindlichkeit genutzt werden kann, die wiederum in weniger Fehlern resultiert, ergo: weniger Bildrauschen. Die Sensorgröße relativiert auch wieder die mit 16 Megapixeln hohe Auflösung, da den Bildpunkten mehr Platz zur Verfügung steht.

Das Objektiv hat einen zehnfachen optischen Zoom und deckt einen Brennweitenbereich von 24 bis 240 Millimetern ab. Der 24-Millimeter-Weitwinkel ist gut für Panorama- und Innenaufnahmen geeignet, mit 240 Millimetern Brennweite lassen sich auch recht weit entfernte Objekte noch nah an den Fotografen heranholen. Unterm Strich können wir hier schon einmal sagen: Flexibel ist die Optik definitiv. Nur leider kostet sie sehr viel Licht. Denn: Samsung gibt die Lichtstärke des Objektivs mit F3.1 im Weitwinkel und F6.3 im Telebereich an.

Eine kurze Erklärung zur Lichtstärke: Multipliziert man die Lichtstärke mit der Wurzel aus zwei, so halbiert sich die durchs Objektiv auf den Sensor eintreffende Lichtmenge. Von den F2.0 des HTC One ausgehend haben wir bei F2.8 noch die Hälfte und bei F3.1 grob 40 Prozent des Lichts, das auf dem Sensor eintrifft. Damit hat sich zumindest der Vorteil bei der Sensorgröße schon wieder relativiert.

Wer jetzt allerdings den Zoom benutzt, also die Brennweite erhöht, verliert Lichtstärke und muss bei 240 Millimetern mit F6.3 knipsen. Gegenüber dem Weitwinkel mit F3.1 bleibt hier nur noch etwa ein Viertel des Lichts übrig. Erschwerend kommt hinzu, dass bei hohen Brennweiten die Verwacklungsgefahr steigt – die Kamera kann die geringere Lichtstärke also nicht mit längeren Verschlusszeiten ausgleichen, sondern muss im Gegenteil sogar die Empfindlichkeit nach oben drehen, was wiederum die Bildqualität senkt.

Und in der Praxis? Bei der sonnigen Safari dürfte der optische Zoom des Galaxy S4 Spaß machen, auf Konzerten & Co. wird es erfahrungsgemäß extrem schwierig werden, unverwackelte und einigermaßen rauschfreie Fotos zu schießen. Wir lassen uns hier aber in der Praxis gerne eines Besseren belehren – schließlich hat Samsung dem Knips-Smartphone ja einen optischen Bildstabilisator verpasst. Am 20. Juni werden wir hoffentlich in London die Gelegenheit bekommen, das Galaxy S4 Zoom auszuprobieren und uns ein paar erste Fotos anzugucken.

Im Serienbildmodus schießt das Galaxy S4 Zoom vier Fotos pro Sekunde mit kontinuierlich angepasstem Autofokus – ein respektabler Wert. Außerdem gibt es einen ganzen Stapel an Fotofunktionen. "Drama Shot" beispielsweise liefert Mehrfachbelichtungen, bei denen ein bewegtes Objektiv mehrere Male auf dem Foto abgebildet ist. Und "Photo Suggest" soll dem Nutzer besonders gut für Fotos geeignete Orte in der Nähe empfehlen. Da sind wir ja mal gespannt.

Unterm Strich dürfte sich die Bildqualität des Galaxy S4 Zoom auf dem Niveau der aktuellen Top-Smartphone-Kameras bewegen. Als Extra gibt es dann allerdings den optischen Zoom und ein besseres Kamera-Handling durch den dedizierten Auslöser und den Handgriff. Ob der Zehnfach-Zoom allerdings den mit 12,6 × 6,4 × 1,5 Zentimetern und 208 Gramm heftigen Formfaktor rechtfertigt, das gilt es noch zu beweisen. Wie seht Ihr das – würdet Ihr Euer Smartphone gegen ein Galaxy S4 Zoom tauschen?

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