Nokias Ex-Boss: Elop war nur zweite Wahl

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Eigentlich kann einem der derzeitige Noch-Nokia-Boss ja fast leid tun. Alle hacken auf ihm rum. Er trat arrogant auf , traf umstrittene Entscheidungen und kann jetzt auch nicht auf seine Millionen-Abfindung verzichten: Er braucht das Geld , weil er sich scheiden lässt.

Nun legt der ehemalige Nokia-Manager Jorma Ollila nach. Er war von 1999 bis 2006 als CEO an der Spitze des Unternehmens tätig und zwischen 1999 und 2012 Verwaltungsratschef. In seiner gerade in Finnland veröffentlichten Lebensgeschichte nimmt Elop eine Rolle ein.

Bei der Suche nach einem neuen Nokia-Boss standen fünf Kandidaten zur Auswahl, schreiben unsere Kollegen von heise online unter Berufung auf Ollilas Lebensgeschichte. 2010 flog er in die USA, um Gespräche mit den potentiellen Nokia-Chefs zu führen. Aber sein Favorit habe aus persönlichen Gründen abgesagt – wer das war, verrät er nicht. Neben Elop stand Anssi Vanjoki zur Auswahl, damals Leiter des Nokia-Kerngeschäfts und seit 20 Jahren im Unternehmen. Nachdem Elop den Job letztlich bekommen hat, verließ Vanjoki das Unternehmen .

Elop sei ein "guter Verkäufer und eine entscheidungsfreudige Führungskraft", sagt Ollila über die Nummer zwei auf seiner Liste. Und ja, Entscheidungen hat Elop schnell getroffen. Für Windows Phone, gegen Symbian, MeeGo und Android. Eine mutige Entscheidung, die von Öffentlichkeit und Medien oft kritisiert wurde, aber immerhin eine Entscheidung in einem viel zu lange strauchelnden Unternehmen. Damals wurde der Schritt zu Microsoft vom gesamten Verwaltungsrat mitgetragen, schreiben unsere Kollegen von heise online. Heute sieht wohl zumindest Ollila das anders.

Auf die Frage der finnischen Tageszeitung Helsingin Sanomat, ob der Wechsel zu Windows Phone ein Fehler war, sagte Ollila: "Wir waren nicht erfolgreich damit, Microsofts Betriebssystem für die Entwicklung wettbewerbsfähiger Produkte zu nutzen oder eine Alternative zu den zwei dominierenden Unternehmen in dem Feld zu bieten."

Und jetzt? Wird Nokias Handy-Sparte an Microsoft verramscht. "Eine Schande", sagt Ollila, aber nach "einem Totalversagen bei Strategie und Umsetzung unausweichlich". Elop verlässt Nokia nun und kassiert eine Abfindung in Höhe von knapp 19 Millionen Euro. Inzwischen arbeitet er wieder bei Microsoft und hat Aussichten auf den Job des scheidenden Oberboss Steve Ballmer.

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