Neuer Werbe-Browser Brave: Geld für User & Webseiten

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„Das Web ist heute in großer Gefahr“, sagt Brendan Eich. Er ist Gründer der Mozilla-Stiftung und gilt als Vater von JavaScript. Schuld seien die Praktiken der Werbeindustrie: Nutzer werden getrackt, Nutzerdaten gesammelt – und was der Nutzer eigentlich will, interessiert niemanden.

Projekt Brave soll das ändern. Dabei handelt es sich um einen Webbrowser, der Werbung entfernt und ausgewählte Werbeplätze austauscht. Die dann noch angezeigte Werbung soll zum einen eben nicht den Nutzer im Netz verfolgen – und zum anderen sowohl die Webseitenbetreiber als auch deren Besucher belohnen: Ein großer Teil der Einkünfte soll zwischen diesen beiden aufgeteilt werden. Wer den Brave-Browser verwendet, soll selbst wählen können, ob er gar keine Werbung sehen möchte, oder ausgewählte Einblendungen akzeptiert. Im zweiten Fall soll die Auszahlung dann per Bitcoins erfolgen.

Der Browser basiert auf Chromium. Wer sich auskennt, kann Brave schon jetzt ausprobieren: Das Programm steht auf Github zum Download bereit, ist allerdings keine ausführ- oder installierbare Datei, sondern muss vom Anwender selbst übersetzt werden.

Die Idee hinter Brave ist übrigens auch nicht neu. Bereits Anfang der 2000er-Jahre gab es diverse Anbieter, die dem Nutzer – allerdings zusätzliche – Werbung beim Surfen gezeigt hat und ihn dafür bezahlte. Doch das Konzept hat zwei Probleme: Erstens sind die zu erwartenden Summen in der Praxis so niedrig, dass sich das Betrachten von Anzeigen monetär für den Nutzer kaum lohnt. Und zweitens wollen Werbetreibende ja echte Interessenten ansprechen, und nicht Hinz und Kunz, die für ein paar Cent auch mal beim Münz-, Topf- oder Keramikfigurenversand vorbeischauen, obwohl sie an den Produkten keinerlei Interesse zeigen.

Was haltet Ihr von dem Konzept hinter Brave?

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