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Mobilfunk wird billiger, SMS immer unwichtiger
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Mobilfunk wird in Deutschland immer günstiger – wenn auch nur geringfügig. Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Preise laut dem Statistischen Bundesamt im Mai um 2,1 Prozent niedriger. Dies ist zwar nur ein kleiner Rückgang, aber immerhin auch keine Preiserhöhung, wie sie Verbraucherschützer nach der Fusion von O2 und E-Plus erwarteten. Sie befürchteten, dass durch den Zusammenschluss der Wettbewerb zwischen den deutschen Providern etwas nachlassen würde. Dies scheint aber bislang nicht der Fall zu sein.

Die Kollegen von heise online zitieren Marktexperten Werner Ballhaus von der Unternehmensberatung PwC mit den Worten: "Kurz und mittelfristig werden die Preise nicht steigen, denn wir bewegen uns nach wie vor in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt.“ Dies sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass es neben den drei Großen Telekom , Vodafone und Telefónica Deutschland auch noch Service-Provider wie Freenet, United Internet und Drillisch gibt, die Leitungen mieten und weiterverkaufen.

Dass aktuell keine Preiserhöhungen nötig sind, führt heise online auch auf die Tatsache zurück, dass Telekom und Telefónica aufgrund der Einnahmen aus dem Verkauf von Datenpaketen nach langer Durststrecke wieder mehr Geld einnehmen. In den ersten drei Monaten des Jahres erzielte die Telekom fast die Hälfte ihres Umsatzes mit Daten, bei Telefónica war es sogar mehr als die Hälfte.

Während durch den Verkauf von Datenpaketen Geld in die Kassen der Mobilfunkanbieter gespült wird, sorgt das immer gegenwärtige Internet in der Hosentasche aber auch für Einbußen in anderen Bereichen: Die gute alte SMS wird für Smartphone-Nutzer immer uninteressanter. Whatsapp, Hangouts & Co. sorgten dafür, dass laut der Bundesnetzagentur 2014 nur noch 22,5 Milliarden herkömmliche Kurznachrichten verschickt wurden – ein Minus von mehr als 60 Prozent im Vergleich zu 2012.

Dass man selbst nur noch selten SMS verschickt, merkt man unter anderem daran, dass man nach dem Versenden einer Textnachricht per „Short Message Service“ darauf wartet, dass sich kleine graue oder blaue Häkchen zeigen – wie dem Autor dieses Artikels jüngst passiert.

Quelle: heise online

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