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Vielen Android-Nutzern ist Miracast wahrscheinlich noch gar kein Begriff. Dabei wird der offene Standard der WiFi-Alliance ab Android 4.2 direkt mit ausgeliefert. Zwar ist die neueste Jelly-Bean-Version auf noch nicht so vielen Geräten verfügbar, aber Android-Nutzer sollten sich mit den Möglichkeiten, die Miracast bietet, schon mal auseinandersetzen. Denn Videos einfach und kabellos per Fingertipp vom Handy-Display auf den Fernseher zu streamen, ist mehr als verlockend. Apple macht's mit AirPlay vor.

Im Gegensatz zur proprietären Lösung von Apple steht hinter Miracast nicht nur ein Unternehmen ,sondern die WiFi-Alliance. Sie ist eine Vereinigung führender Unternehmen, die über einen offenen Standard sowohl Video- als auch digitale Audiosignale per WLAN von einem Endgerät zum anderen überträgt. Auf diese Weise kann beispielsweise der auf dem Notebook gespeicherte Film direkt an den Fernseher oder Beamer im Wohnzimmer gestreamt werden. Das Ganze funktioniert in Echtzeit und verzögerungsfrei. Es ist unerheblich, ob man dabei ein Smartphone von Samsung oder HTC verwendet und das TV-Gerät aus dem Hause LG oder Philips kommt – solange alle beteiligten Geräte Miracast-fähig sind.

In der Praxis ähnelt der Dienst stark dem AirPlay Mirroring aus dem Hause Apple, das es bereits seit einiger Zeit unter iOS und Mac OS X gibt. Der große Nachteil ist aber, dass AirPlay ein proprietäres Protokoll ist und nur mit Apple-Produkten – allen voran Apple TV – und einigen, wenigen anderen lizenzierten Lautsprechern funktioniert.

Das Streamen von Full-HD-Filmen in 1080p sowie von digitalem Sound mit der Raumklangkonfiguration 5.1 mit den Codecs AAC und AC3 soll für Miracast kein Problem sein. Zumindest irgendwann. Das Protokoll sieht die Möglichkeit zwar bereits vor, aktuell funktioniert das Streaming unter Android aber lediglich für Bewegtbildinformationen. Wer nur Musik oder Standbilder auf TV oder Beamer schicken möchte, schaut noch in die Röhre. Google möchte aber mit seinen Partnern an einer schnellen Lösung arbeiten, um einen vollwertigen Airplay-Konkurrenten zu schaffen.

Für die Kunden bringt der Standard auf Dauer viele Vorteile. Einige Hersteller haben bisher auf eigene Lösungen mit ähnlicher Funktionsweise gesetzt. Diese setzen entsprechend kompatible Empfangsgeräte voraus, die meist aus dem eigenen Haus stammen. Schafft man sich irgendwann ein neues Telefon eines anderen Herstellers an, funktionieren die Lösungen nicht mehr.

Wer bisher auf DLNA gesetzt hat, wird sich über Miracast wahrscheinlich ebenfalls sehr freuen. Im Vergleich zu DLNA wird nämlich der komplette Bildschirminhalt, und nicht nur die einzelne Datei gestreamt. Es reicht also, wenn das der Miracast-Sender den Codec kennt. So können auch in ein paar Jahren neue Formate hinzukommen, ohne dass man den Empfänger austauschen muss. Bei DLNA übernimmt der Empfänger die Decodierung der Datei – ist das der Fernseher, wird ein Codec-Update schnell teuer.

Die Möglichkeit, den gesamten Bildschirm übertragen zu können, hat natürlich noch andere Vorteile. Bildschirmpräsentationen, Tabellenkalkulationen oder Webseiten auf dem Fernseher oder Beamer zu betrachten – mit Miracast ist das kein Problem.

Smartphone-seitig gibt es aktuell nur das Nexus 4, sowie das Google Nexus mit Android 4.2 – und somit mit Miracast. Bei den TV-Geräten bzw. Empfängern sieht es ebenfalls mau aus. Eine Möglichkeit sein bestehendes TV-Gerät schon jetzt mit Miracast via HDMI auszustatten, ist das Netgear PTV3000. Das Gerät lässt sich an bestehende Fernsehgeräte anschließen und funktioniert dann ähnlich wie Apple TV als separate Box.

Wer sich also in der nächsten Zeit einen neuen Fernseher oder Beamer bzw. ein neues Smartphone zulegen möchte, sollte womöglich schon auf die Miracast-Unterstützung achten.

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