Microsoft HoloLens: AR-Brille mit integrierter Kinect

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Heute im NewsDrop habe ichs noch gesagt: Erinnert Ihr Euch noch an Magic Leap ? Das Startup, das mit einem Prototypen einer Augmented-Reality-Brille derart beeindruckt haben muss, dass es von unter anderem Google 542 Millionen Dollar Venture-Kapital eingesammelt hat.

Microsoft hat am Mittwochabend mit HoloLens eine AR-Brille vorgestellt, die in ihrer Funktionsweise dem System von Magic Leap sehr ähnlich scheint. Der Nutzer sieht durch die HoloLens seine Umgebung, bekommt aber gleichzeitig überlagerte Inhalte von der Brille eingeblendet.

Für eine realistische Überlagerung sind hier zwei Aspekte wichtig: Die virtuellen Bilder müssen erstens in der gleichen Fokusebene liegen wie der reale Untergrund, auf dem sie eingeblendet werden sollen. Das ist in der Praxis kompliziert zu realisieren, da das Licht von der Bildquelle theoretisch die entsprechende Entfernung zurücklegen muss – und so groß ist die HoloLens zum Glück nicht. Die Kollegen von Wired, die die Brille bereits ausprobieren durften, beschreiben die technische Umsetzung so:

„Um die Bilder von Project HoloLens zu erzeugen, springen Lichtteilchen Millionenfach in der sogenannten Licht-Engine des Geräts hin und her. Dann gelangen die Photonen in die beiden Linsen der Brille wo sie zwischen Schichten aus blauem, grünem und rotem Glas querschießen und schließlich die Netzhaut im Auge erreichen.“

Die Licht-Engine scheint also die erforderliche Entfernung zwischen virtuellem Objekt und Betrachter zu simulieren. Der zweite wichtige Punkt ist die Verankerung der Augmented Reality in der tatsächlichen Realität.

Die HoloLens-Brille hat dazu offenbar eine Art Weitwinkel-Kinect-Sensor integriert, der die Umgebung abscannt und ein dreidimensionales Modell von ihr erstellt – und genau dieses Abbild der Realität lässt sich dann nahtlos mit einem virtuellen Modell überlagern. Selbstverständlich müssen die virtuellen Bilder jeglicher Kopfbewegung des Nutzers verzögerungsfrei folgen. Dass das passabel funktionieren kann, haben Oculus VR & Co. schon bewiesen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich noch, dass Auflösung, Kontrast sowie Helligkeit der Augmented-Reality-Brille ausreichend sind für eine überzeugende Darstellung – für eine Darstellung, so überzeugend, dass die virtuellen Objekte wie Hologramme wirken. HoloLens, mach' Deinem Namen alle Ehre.

Sämtliche für den Betrieb erforderliche Hardware steckt übrigens in der Brille – ein weiteres angekabeltes oder drahtlos angebundenes Gerät ist also nicht erforderlich.

Die denkbaren Anwendungsgebiete für die HoloLens sind schier grenzenlos: Microsoft hat unter anderem interaktives 3D-Modeling an Prototypen sowie Mars-Spaziergänge und Minecraft im Wohnzimmer gezeigt. In dem folgenden Video bekommt Ihr einen Eindruck von Microsofts Vision.

HoloLens soll übrigens noch im Frühjahr den ersten Entwicklern zur Verfügung stehen. Preislich soll die Brille sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen interessant sein. Ich muss sagen, dass ich im Moment irgendwo zwischen ungläubiger Skepsis und grenzenloser Begeisterung schwebe – und kann es nicht erwarten, HoloLens auszuprobieren.

Update: Hier könnt Ihr Euch noch einmal die Präsentation der HoloLens auf dem Microsoft-Event ansehen. Ab 7:20 Minuten im Video gibt es eine Echtzeit-Demo, wie die Überlagerung in der Praxis aussehen soll.

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