#MakeinIndia: Smartphone-Hersteller gehen nach Indien

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Indiens Reformprogramm „Make in India“ lockt immer mehr ausländische Investoren an. Auch große Smartphone-Hersteller wie Samsung Mobile und LG Electronics haben ihre Geräteproduktion teilweise schon nach Indien ausgelagert. Apple, Foxconn Hon Hai Precision, Sony Mobile Communications sowie Xiaomi Tech bereiten das aktuell vor.

„Come, make in India“ – mit diesen Worten lädt Indiens Premierminister Narendra Modi die Welt dazu ein, in seinem Land zu produzieren. Die Kampagne „Make in India“ wurde im September letzten Jahres ins Leben gerufen und soll Arbeitsplätze in 25 Sektoren schaffen, darunter auch Telekommunikation und IT. Mit der Initiative hofft die Regierung auf das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes sowie höhere Steuereinnahmen. Gleichzeitig möchte man auf hohe Qualitätsstandards setzen und die Auswirkungen auf die Umwelt minimieren. Ausländische Direktinvestitionen, genannt „FDI “, sollen über die Jahre Kapital und technologisches Know-How bringen.

„Designed by Apple in California. Assembled in India“. Das könnte zukünftig auf einem iPhone oder iPad stehen. „Foxconn-Mitarbeiter erkunden und bewerten Standorte in weniger als einem Monat.", erklärte Subhash Desai, Minister für Industrie im Bundesstaat Maharashtra, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Der taiwanische Auftragshersteller Foxconn (mit vollem Namen Foxconn Technology Group Hon Hai Precision ) baut bereits in einem alten Gebäude des US-amerikanischen Getränkeherstellers PepsiCo seine Produktion aus. Der Standort befindet sich im Süden Indiens im Bundesstaat Andhra Pradesh. Hier sollen zukünftig die Smartphones von Xiaomi Tech aus China produziert werden. Die Anlage ist nicht groß: rund 10.000 Geräte sollen täglich vom Band laufen. Doch Foxconn hat weitere Pläne. Über die nächsten fünf Jahren sollen insgesamt 10 bis 12 weitere Einrichtungen und Rechenzentren mit jeweils bis zu 10.000 Mitarbeitern entstehen. Das Gesamtinvestment beträgt 2 Milliarden US-Dollar.

Noch nicht dabei, aber eventuell bald, ist Motorolas Muttergesellschaft, die chinesische Lenovo Group. Man prüft derzeit die Möglichkeiten. „Es hängt von der Regierung ab und wie weit sie uns unterstützen“, sagt Bhaskar Choudhuri, Direktor für Marketing Lenovo Indien, gegenüber der indischen Zeitung Business Line. „Wir sind offen für die Einrichtung einer Produktionsstätte für unsere Produkte, einschließlich Smartphones. Wir beobachten den Raum.“, fügte der Manager des weltweit größten PC-Herstellers hinzu.

Gionee, dessen Telefone in Deutschland wenig bekannt sind, hat ebenfalls die Intention, seine Smartphones in Indien produzieren zu lassen. Das Unternehmen setzt jährlich 60 Millionen Einheiten ab und wäre – so die eigenen Worte – besser ausgestattet, wenn die Herstellung in Indien stattfinden würde. „Es kommt auf die Regierung an. Wir sind bereit in Indien zu fertigen“ gab Gionee Präsident William Lu bekannt .

Mit LG Electronics und Samsung Mobile hat das Land bereits zwei sehr große Hersteller gewonnen. Die südkoreanischen Mischkonzerne, die untereinander rivalisiert sind, bieten ihre Top-Smartphones auch im dortigen Markt an. LG Electronics hat zwei Produktionsstätte in Indien, dort werden jedoch keine Telefone hergestellt. Der Macher des G4-Smartphones möchte mit seiner Investition erst dann starten, wenn der eigene Marktanteil 10 Prozent erreicht hat. Dies soll laut LG selbst im Dezember 2015 der Fall sein. Darüber hinaus soll eine Forschungs- und Entwicklungseinrichtung im Wert von 15 Millionen US-Dollar entstehen.

Japans Sony Mobile Communications hat sich bisher dazu nicht entschieden, seine Xperia-Smartphones in Indien herzustellen. Ähnlich wie bei Lenovo schaut man sich die Möglichkeiten an. Auf die Frage, ob es in den nächsten zwei Jahren geschehen wird, sagt Kenichiro Hibi, Chef von Sony Indien: „Ja, in diesem Zeitraum werden wir definitiv etwas haben.“

Die Hersteller haben großes Interesse an Indien. Immerhin ist es das Land mit dem größten Wachstumspotential im Smartphone-Segment. Da kommen die steuerlichen Vorteile aus Narendra Modis Reformprogramm „Make in India“ genau zum richtigen Zeitpunkt. Laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner Research werden die Verkäufe in Indien in diesem Jahr um 40 Prozent steigen. Viel Geld, das noch zu holen ist.

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