Die Kollegen von Android Police haben Informationen erhalten, dass Google für Android-Versionen ein Zeitfenster einführen will. Ähnlich einem Verfallsdatum gibt Google einen Termin vor, ab dem es Herstellern nicht mehr möglich ist, ein Gerät mit einer älteren Android-Version zu veröffentlichen. Zumindest nicht, wenn das Gerät mit den Google Mobile Services (GMS) ausgestattet sein soll. Dabei handelt es sich um die Google-Apps wie den Google Play Store , Google Mail, Google Play Music und so weiter. Diese Apps sind im Gegensatz zum Rest von Android nicht quelloffen, daher müssen Hersteller sie vor der Nutzung lizensieren lassen. Und eben diese Lizenz erteilt Google künftig nur noch, wenn die zum Einsatz kommende Android-Version aktuell ist.
In einer von Android Police veröffentlichten Tabelle mit den Verfallsdaten für die einzelnen Android-Versionen ist zu sehen, dass bereits seit dem 1. Februar das Zeitfenster für alle Versionen bis einschließlich Android 4.1 geschlossen ist. Die beiden anderen Jelly-Bean-Versionen Android 4.2 und 4.3 folgen Ende April beziehungsweise Juli. Derzeit ist es also für Hersteller nicht möglich, eine ältere Android-Version als Android 4.2 für ein neues Gerät zu zertifizieren.
Dieser Schritt, sollte er sich denn bestätigen, wäre für Android sehr wichtig, da Google mit aktuellen Versionen des OS immer auch Sicherheitslücken schließt. Es wäre also nicht nur ein Schritt gegen die Fragmentierung, sondern viel wichtiger noch, für die Sicherheit von Android, besonders im Low-End-Bereich. Vor allem kleinere Hersteller statten günstige Geräte gerne mit veralteten Android-Versionen aus, die dann in den seltensten Fällen überhaupt noch Updates erhalten.
Quelle: Android Police