Kampf den Leaks: Apple droht Zulieferern

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Ein sonderlich gut gehütetes Geheimnis war das letzte iPhone nicht. Schon vor seiner offiziellen Vorstellung geisterten Bilder von Gehäuseteilen und ganzen Geräten durchs Netz. Dem Abverkauf hat das nicht geschadet, dem Hersteller ist das trotzdem ein Dorn im Auge – und Apple will die Schotten nun wieder dicht machen.

Ohnehin ist es ein Kunststück, Details von einem Gerät geheimzuhalten, das in Millionen-Stückzahlen produziert wird – und wenige Tage nach seiner Vorstellung bereits zu kaufen ist. Je höher die Verkaufszahlen, um so weniger scheint es Apple zu gelingen, seinen Partnern, Fertigern und Zulieferern sowie deren Mitarbeitern einen funktionierenden Maulkorb aufzusetzen.

Nun geht es in die nächste Runde: Apple schnappt sich die Hersteller von Zubehör. Wie 9to5Mac berichtet, hat das Unternehmen seine Partner kurz vor der Vorstellung des iPhone 6 verpflichtet, keine Produkte für noch unveröffentlichte Hardware anzukündigen – also keine Hüllen, Bumper, Adapter oder ähnliches. Wer den zugehörigen Vertrag nicht unterschreiben wollte oder ihn brach, der musste damit rechnen, dass seine Produkte künftig nicht mehr über Apple-Stores und andere offizielle Vertriebswege verkauft würden. Apple soll sich auch weitere Schritte offenhalten, wenn ein Hersteller von Zubehör Spezifikationen zu einem noch nicht vorgestellten Apple-Produkt bei Dritten „sucht, sich beschafft oder nutzt“, zitiert 9to5Mac aus der Vereinbarung.

Die Hersteller von Zubehör erhalten die Spezifikationen und Abmessungen der Geräte üblicherweise erst nach der Vorstellung. Um möglichst schon zum Verkaufsstart der Smartphones verschiedene Hüllen und Accessories anbieten zu können, kauften die Hersteller Informationen in der Vergangenheit vorab aus dunklen Kanälen. Selbst das Risiko einer Fehlproduktion nehmen sie üblicherweise in Kauf – zu lohnenswert ist die Marge, wenn Hüllen, Bumper & Co. direkt zum Verkaufsstart im Handel liegen.

In den zwei Wochen nach dem Verkaufsstart des iPhone 6 haben Hersteller nach Angabe des Marktforschungsunternehmens NPD Group allein in den USA knapp 250 Millionen Dollar umgesetzt, schreiben unsere Kollegen von Mac & i .

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