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Jailbreaker baut selbstfahrendes Auto zum Nachrüsten

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Mit seinen Jailbreaks und Hacks hat George Hotz Apple, Sony & Co. regelmäßig auf die Palme getrieben. Jetzt baut der auch als „Geohot“ bekannte Software-Experte ein selbstfahrendes Auto.

Elon Musk höchstpersönlich soll George Hotz eine E-Mail geschrieben haben, in der er ihm angeblich neben einem Posten bei Tesla auch einen Multimillionen-Dollar-Bonus angeboten hat. Bei der Job-Offerte ging es um selbstfahrende Autos, aber da bastelt Hotz offenbar lieber an seinem eigenen System. Und zwar im Alleingang.

Mit seiner Firma comma.ai hat der 26-jährige unter anderem Mobileye im Visier, jene israelische Firma, die Software für Tesla Motors, BMW, Ford und General Motors entwickelt. Der Fokus von Mobileye: Assistenzsysteme für die Fahrer – und schließlich natürlich auch selbstfahrende Autos.

George Hotz hat sein System eigenen Aussagen zufolge binnen nur eines Monats in seiner Garage entwickelt – und sagt über Mobileye, dass diese technologisch überholt seien. Der erste, der das Geohot-Auto bewundern durfte, war übrigens der Bloomberg-Reporter Ashlee Vance, der darüber einen extrem lesenswerten Artikel geschrieben hat.

Bei dem von Hotz gebauten Auto handelt es sich um einen mit Lidar-Sensor und Kameras ausgestatteten Honda Acura ILX, der – wie die aktuellen Teslas – auf der Autobahn bereits fahrerlos durchkommt. Die Besonderheit liegt Hotz zufolge allerdings nicht in der Sensorik, sondern in der selbstlernenden Software. Das von ihm entwickelte System kennt keinerlei Regeln für den Straßenverkehr, sondern hat stattdessen lediglich zehn Stunden lang dabei zugesehen, wie ein Mensch Auto fährt – und anhand dessen gelernt.

Und natürlich hat George Hotz auch einen Plan, wie es weitergehen soll: Mit seiner Firma comma.ai möchte er einmal ein Kit anbieten, das jedes (modernere) Auto in ein selbstfahrendes Auto umwandelt. Alles was dafür hardwareseitig erforderlich ist, sind sechs Smartphone-Kameras, die jeweils 13 Dollar kosten – und natürlich ein potenter Rechner mit der Software. Die Gesamtkosten sollen sich einmal auf etwa 1000 Dollar belaufen. Weitere Umrüstungsarbeiten entfallen an modernen Autos: Bei dem Honda Acura ILX von Hotz lässt sich über den CAN-Bus auf sämtliche erforderlichen Funktionen wie Lenken, Gas und Bremse zugreifen.

Zum Schluss möchte ich noch einmal eine Passage aus dem Bloomberg-Artikel zitieren. Es geht darum, wie das System das selbstständige Fahren erlernt hat, ohne die Verkehrsregeln zu kennen – und wie menschlich es sich auf dem Highway verhält: „Manchmal schien es, als würde sich der Acura auf das Auto vor ihm fixieren, oder sich durch das Verhalten des benachbarten Autos auf die nächste Kurve vorbereiten. Hotz hat keines dieser Verhaltensmuster in das Fahrzeug einprogrammiert. Er kann nicht wirklich die Gründe dafür erklären, wieso es tut, was es tut. Es hat angefangen, seine eigenen Entscheidungen zu treffen.“

Das ist auch die Zukunft, auf die sich die Menschheit im Bereich der künstlichen Intelligenz gerade mit Siebenmeilenschritten hinbewegt. Künstliche Intelligenzen lernen nicht anhand von sturen Regeln, sondern durch Beobachten. Und wir haben bereits aufgehört, zu verstehen, woher die resultierenden Entscheidungen kommen.

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