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Intel: Umsatzeinbruch im Mobile-Bereich

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Anfang 2012 hatte Intel den Einstieg auf den Mobile-Markt bekannt gegeben. Bereits damals gab es viele Kritiker, für die dieser Schritt viel zu spät kam. Nun sieht es so aus, als sollten sie Recht behalten – die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2014 weisen im Mobile-Segment einen Umsatzrückgang von 61 Prozent aus. Zwar hat Intel fünf Millionen Tablet-Prozessoren im besagten Quartal verkauft, der operative Verlust stieg allerding dennoch auf 929 Millionen US-Dollar.

Anfang 2011 hatte Intel die Mobilfunksparte von Infineon übernommen und fertigt seit dem Mobilfunk-Modems und Baseband-Prozessoren. Allerdings liegt die Haupterfahrung der Abteilung vor allem bei Featurephones – einer aussterbenden Art. Im Smartphone-Bereich ist LTE immer stärker im Kommen, allerdings kann Intel diese Entwicklung bisher nicht mitgehen. Zwar hat das Unternehmen mit dem Chipsatz XMM7160 und dem bald verfügbaren XMM7260 zwei Modems im Portfolio, allerdings lösen diese wenig Begeisterung aus und können vor allem nicht gegen die SoCs der Konkurrenz mithalten, die bereits LTE-Modems integriert haben.

Intel arbeitet zwar auch an einem SoC namens "SoFIA " mit integriertem Modem, dieses soll allerdings erst Ende 2014 erscheinen und dann auch erstmal nur mit 3G, womit die Chipsätze nur noch für Einsteigergeräte geeignet sind – und Intel sie wiederum entsprechend günstig verkaufen muss. Der angeschlagene CPU-Gigant hinkt also deutlich hinter der Konkurrenz zurück. Ein weiteres Problem der SoFIA-Chips aber auch der LTE-Modems XMM7160 und XMM7260 ist, dass diese nicht Intel selber, sondern TSMC fertigt, was den Margen nicht gerade zu Gute kommt.

Auf dem Tablet-Markt sieht es nur unwesentlich besser für Intel aus. Hier hat man derzeit mit Bay Trail ein eigentlich für den PC-Markt entwickeltes Produkt im Angebot. Für Hersteller ist die Verwendung dieses Chipsatzes allerdings mit hohen Materialkosten verbunden – Intel versucht hier, mit Gegenumsatz (Contra Revenue) den Herstellern Geld zu zahlen, um die Materialkosten zu kompensieren. Dieses Vorgehen sorgt zwar für größere Verbreitung, aber nicht für steigende Umsätze. Diese hohen Materialkosten will Intel bis 2015 allerdings deutlich senken.

Ende 2015 soll aller Voraussicht nach mit Broxton ein SoC erscheinen, das die Smartphone- und Tablet-Bereiche zusammenführt. Dabei handelt es sich um ein in 14-Nanometer-Strukturbreite gefertigtes SoC, das auch ein integriertes LTE-Modem besitzt. Ob es bis dahin allerdings nicht schon zu spät ist und Qualcomm & Co. Intel bereits abgehängt haben, bleibt abzuwarten.

Quelle: Intel (via )

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