Hysterie in Berlin: Apple eröffnet neuen Store

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Um 16 Uhr des 3. Mais 2013 ist die Menschenschlange vor dem „Haus Wien“ am Berliner Ku’damm bereits viele hundert Meter lang. Dort soll um 17 Uhr Berlins erster Apple Store eröffnen, der dann der größte seiner Art in Deutschland sein soll. Angeblich stehen dem Store mehr als 5000 Quadratmeter zur Verfügung. Neben dem Verkaufsraum gibt es auch einen Raum für Präsentationen und Gratis-Workshops sowie ein sogenanntes "Briefing Center", in dem Schulungen stattfinden sollen.

Das "Haus Wien" ist ein im Jahr 1912 im Stil des Wilhelminischen Klassizismus errichtetes Gebäude, in dem zuletzt ein Kino untergebracht war. Dieses musste allerdings im Jahr 2000 mangels Besucher seine Pforten für immer schließen.

Die Zeit der wenigen Besucher am Kurfürstendamm 26 sollten endgültig der Vergangenheit angehören. Im ehemaligen Kinosaal hat Apple einen Konzertsaal mit kräftiger Licht- und Sound-Technik eingebaut. Dort gibt es dann Präsentationen und Gratis-Workshops zu Themen wie Musikproduktion oder Videoschnitt. Gelegentlich soll es auch kostenlose Konzerte geben, die von bis zu 200 Personen besucht werden können.

Für das Briefing Center können sich Gruppen zu Schulungen rund um das Thema Apple anmelden. An den Nachwuchs – beziehungsweise neue Kunden – denkt Apple auch: Ganze Schulklassen erhalten dort kostenlose Einführungen zu iPhoto, iMovie, Mac OS oder iOS.

Die rund 200 Mitarbeiter des Berliner Apple Stores sind offenbar lange auf den großen Eröffungstermin vorbereitet worden. Sie singen alle lauthals schon Stunden vor Eröffnung "Ich will jetzt nach Berlin" zur Melodie von Kraftklub, jubeln und klatschen. Aus dem Verkaufsraum dringt immer wieder lauter Jubel und Klatschen zu uns auf die Straße, als sich die Apple-Mitarbeiter offenbar in Stimmung bringen. Irgendwann springt der Funke auch auf die wartenden Menschen über: Es wird geklatscht, gejohlt und die La-Ola-Welle eingestimmt. Dabei geht es nicht um Fussball, nicht um einen Star, einen neuen Film oder um eine andere bekannte Persönlichkeit. Nein, hier wird nur ein neuer Laden eröffnet. Mehr nicht.

Zehn Sekunden vor 17 Uhr dringt dann ein Countdown aus dem Laden, der nur zu gerne von der Menschenmasse aufgenommen und mitgeschrien wird. Als die Türen sich öffnen, bricht Jubel aus. Gast für Gast lassen die Ordner die Menschen in das Gebäude, während die Apple-Mitarbeiter Spalier stehen und alle Besucher einzeln abklatschen. Angeblich – so sagt man mir – bekommt jeder der Gäste einen High-Five. Die Hände der Mitarbeiter dürften am Abend sicherlich schmerzen.

Schön ist er geworden, der größte Apple-Store Deutschlands. Aber so sehr mich die Begeisterung, ja fast schon Hysterie der Menschen rund um ein neues Ladengeschäft fasziniert – am Ende frage ich mich, ob diese noch im richtigen Verhältnis zum Event steht.

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