HTC-Topmanager gefeuert: Bach runter oder Oberwasser?

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Es rumort bei HTC in den USA. Laut einem Bericht von The Verge packt der Chef des Produktmanagements, Kouji Kodera, seine Koffer. Der The-Verge-Bericht liest sich so, als könnte man meinen, Kodera ginge ganz und gar aus freien Stücken. Das wäre aber insoweit erstaunlich, als dass Kodera doch eigentlich für die gesamte Produktstrategie der Taiwaner, und damit auch für die jüngsten Erfolge mit dem HTC One zuständig war.

Ein freiwilliger Fortgang des Managers mag also nicht so recht ins Bild passen, zumal HTC sich eigentlich gerade wieder zurück in die vorderen Plätze der Top-Smartphone-Hersteller kämpft. Laut The Verge haben auch weitere Mitarbeiter das Unternehmen verlassen: Jason Gordon (ehemals Vice President für globale Kommunikation), Rebecca Rowland (Global Retail Marketing Management), John Starkweather (Director für digitales Marketing) und Eric Lin (Manager für Produktstrategie). Ob das Ausscheiden der Mitarbeiter freiwillig war – oder eben nicht – schreibt das Online-Magazin nicht.

Für die jüngste HTC-Flucht in den USA soll aber vor allem der neue Chief Marketing Officer Benjamin Ho sein. Ho heuerte im November 2012 bei den Taiwanesen an – und veränderte viel. Kompetenzen, die bislang in den USA lagen, wurden nach und nach zurück nach Taiwan geholt. Mit anderen Worten: Die US-Manager mussten einen deutlichen Machtverlust hinnehmen. Eine Tatsache, die dem gemeinen Manager nicht schmecken dürften.

Benjamin Ho, der in einem seiner früheren Jobs auch das Marketing von Motorola verantwortete, macht offenbar das, was er soll: Strukturen verkleinern, den Brand "HTC" aufbauen, aufräumen. Mitarbeiter, die gingen – oder gehen mussten – verhalten sich da auch nicht immer professionell. Selbstverständlich dürften die angeschobenen Prozesse in den USA für ein weniger gutes Betriebsklima sorgen. Der Tweet, den der ehemalige Mitarbeiter Eric Lin diese Tage allerdings absetzte, kann man durchaus als Nachtreten werten. Übrigens arbeitet Lin mittlerweile für die Konkurrenz : Er ist jetzt Produkt Marketing Manager bei Skype, das zu Microsoft gehört.

Ist das also alles viel Lärm um nichts? Eher nicht. Die Diskussion kommt für HTC zu einer Unzeit. Schließlich hatte man zuletzt den Eindruck, dass sich das taiwanische Unternehmen nach den unruhigen und schlechten Monaten wieder fängt und mit dem HTC One auf die Spur des Erfolgs zurückkehren könnte. Der Aufwärtstrend ist auf noch wackligen Füßen – und bislang nur dem einen Gerät geschuldet. Das kürzlich ebenfalls vorgestellte HTC First floppt dem Vernehmen nach mit bislang nur 15.000 verkauften Geräten.

Es bleibt also noch stürmisch im Hause HTC. Allerdings könnte es sich dabei sehr viel mehr um ein reinigendes Gewitter und weniger um totale Zerstörung handeln, so wie mancherorts beschrieben.

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