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HTC steckt in der Krise: Die Taiwaner brauchen dringend einen Befreiungsschlag. Genau diesen könnte es auf dem Mobile World Congress Ende Februar geben – beziehungsweise kurz davor. Denn am 19. Februar stellt HTC sein neues Line-up vor. Besonders heiß erwartet wird das Flaggschiff, das unter den Namen HTC M7 beziehungsweise HTC One die Runde im Internet macht. Wir werfen einen Blick auf die Fakten und Gerüchte.

Die ersten Leaks zu diesem Gerät liegen bereits etliche Wochen zurück – und anfangs war immer die Rede vom M7. Der Name tauchte zuletzt auch in einem abfotografierten Katalog auf, der angeblich den neuen Androiden inklusive einem Stapel technischer Daten zeigt.

Erst gestern machte ein Link auf ein UserAgent-Profil die Runde im Netz, das angeblich zu HTCs neuem Highlight gehören soll. In diesem Profil fand sich neben den Parametern Full-HD-Auflösung und Android auch der Name "HTC One". Vergangenes Wochenende ist ein Foto auf Flickr aufgetaucht, das im Exif-Profil ein HTC One als Kamera ausweist. Zumindest auf den ersten Blick sehen die Aufnahmeparameter realistisch und nicht nach Fake aus – aber dazu später mehr.

Fazit: M7 passt nicht zur Benennung HTCs bisheriger Android-Smartphones. Zwar würde auch der Name One einen Bruch mit der bisherigen Nomenklatur bedeuten. Gleichzeitig hätte HTC damit aber klargestellt, dass dieses Smartphone das eine ist. Das Auserwählte. Das Eine, das den taiwanischen Karren wieder aus dem Dreck zieht. Fragt sich dann bloß, wie der Nachfolger hieße: HTC Two? HTC One 2? Beides blöd.

Das HTC One a. k. a. M7 knipst nicht Mega-, sondern Ultrapixel . Der Gerüchteküche zufolge sollen es 4,3 davon sein. Nachdem "Ultra" kein SI-Einheiten-Präfix ist, ergibt das natürlich gar keinen Sinn. Stattdessen wird das Smartphone wohl Fotos mit 4,3 Megapixeln liefern, wobei diese 4,3 Millionen Bildpunkte ganz ultratoll sind. Ultrapixel eben.

Darüber, welche Aufnahmetechnologie HTC einsetzt, wird wild spekuliert. Es geht das Gerücht, dass das HTC One einen mehrschichtigen Bildsensor haben soll. Der Trick an der Sache wäre, dass so jeder einzelne Pixel einen echten RGB-Farbwert liefern würde. Die Pixel auf konventionellen Bildsensoren können nur entweder Rot, Grün oder Blau messen. Anhand der umliegenden andersfarbigen Bildpunkte interpoliert der Bildprozessor dann den RGB-Farbwert. Und Interpolation ist immer böse und kostet Qualität.

Auf dem Papier bringt die Mehrschicht-Technologie große Vorteile. In der Praxis ist Sigma der einzige Kamerahersteller, der mit den Foveon-X3-Chips solche Sensoren in seinen Kameras einsetzt – mit wenig bis noch weniger Erfolg. Die Stapel-Chips kommen einfach nicht hinter konventionellen Sensoren hinterher, insbesondere bei wenig Licht.

Anderer Ansatz: Wer die 4,3 Ultrapixel mit den drei Grundfarben multipliziert, kommt auf rund 13. Interessanterweise lösen die meisten aktuellen Highend-Smartphones 13 Megapixel auf. Möglicherweise hat HTC eine Software entwickelt, die diese 13 Megapixel der gleichen Bildsensoren einfach besonders intelligent auf 4,3 Ultrapixel eindampft – das nennt man dann Pixel-Binning. Umso peinlicher wäre es allerdings an dieser Stelle, dass HTC in seinem Blog über Nokias PureView 808 mit seinen 41 Megapixeln gespottet hat. Denn schließlich nutzen die Finnen auch Pixel-Binning und dampfen die Bilder auf 8 Megapixel mit hoher Qualität ein. Der Schlüssel zum Erfolg ist hier – ungeachtet der Megapixelzahl – aber einfach die Sensorgröße.

An dieser Stelle springen wir noch einmal zurück zum zuvor erwähnten Flickr-Foto . In den Aufnahmeparametern des "HTC One" wird dem Smartphone eine Kleinbild-Brennweite von 28 Millimetern zugewiesen. Weiter oben sind als Realbrennweite 3,6 Millimeter eingetragen. Das ergäbe einen Crop Factor von 7,77, welcher genau den bei Smartphones üblichen 1/3,2-Zoll-Sensoren entspricht. Zum Vergleich: iPhone, HTC One X und Konsorten haben alle einen solchen lichtempfindlichen Chip. Bei Kompaktkameras kommen etwa doppelt so große 1/2,3-Zoll-Sensoren zum Einsatz. Der 1/1,2-Zoll-Lichtfänger vom Nokia PureView 808 schließlich ist rund 5,5 mal so groß wie ein 1/3,2-Zoll-Chip.

Das auf Flickr veröffentlichte Foto gibt übrigens nicht besonders viel her, um die Bildqualität zu beurteilen. Es handelt sich nur um einen Ausschnitt einer Aufnahme, die unter weitgehend unbekannten Bedingungen entstanden ist. Typisch für ein Smartphone-Bild ist hier allerdings die recht aggressive Nachschärfung trotz geringer ISO-Empfindlichkeit.

Fazit: Das HTC One respektive M7 wird wohl ein paar Tricks bei der Kamera mitbringen – alles andere wäre nach den großen Wogen im Vorfeld eine herbe Enttäuschung. Insbesondere nachdem HTC auf seinem eigenen Blog Wellen gemacht und das Nokia PureView 808 verspottet hat. Ob die Kameratechnologie dann tatsächlich so ultrarevolutionär ist, bleibt jedoch abzuwarten.

HTCs Android-Oberfläche Sense bekommt beim HTC M7 beziehungsweise One einen neuen Anstrich. Was wir auf den bisher geleakten Fotos gesehen haben, unterscheidet sich recht deutlich von allen bisherigen Sense-Versionen. Das typische Uhrenwidget wirkt deutlich schlichter und stilisierter. Außerdem scheint sich das Design mit großen Kacheln fast etwas an Windows Phone 8 anzunähern. Auffällig ist hier übrigens auch, dass der Task-Switcher-Button bei vielen "Leaks" fehlt. Möglicherweise bildet HTC diesen also über eine Funktion von Sense 5.0 ab.

Fazit: Entweder wagt sich der Hersteller mit Sense 5.0 beim One/M7 an ein radikales Facelift heran, oder es handelt sich bei den bisher ans Tageslicht gedrungenen Bildern schlicht und ergreifend um Fakes.

Bei der restlichen Ausstattung scheint das HTC One beziehungsweise M7 keine großen Überraschungen mitzubringen. Der Gerüchteküche zufolge gibt's das schon fast obligatorische Full-HD-Display mit 4,7 Zoll Displaydiagonale. Um den Vortrieb kümmern sich ein angeblich 1,7 GHz schneller Qualcomm-Prozessor mit vier Rechenkernen und 2 GByte Arbeitsspeicher. Auf diversen Fotos ist außerdem in der Statusleiste ein kleines "4G" zu sehen, das auf ein LTE-Modul hindeutet. Außerdem sollen 32 GByte Flash-Speicher und NFC an Bord sein.

Fazit: Die Gerüchte in puncto Display, Prozessor et cetera klingen allesamt glaubwürdig. Wenn hier alles zutrifft, würde sich das HTC One auf einem Level mit der aktuellen Oberklasse-Konkurrenz bewegen. Und nichts anderes erwarten wir vom neuen Flaggschiff.

Es schwirrt bereits ein ganzer Haufen an Fotos und Renderings zum HTC One/M7 durchs Internet, darunter auch eine Reihe von angeblichen Produktbildern. Die gefakten Aufnahmen lassen sich hier schnell aussortieren, denn sie zeigen nicht – wie bei HTC üblich – das Datum und den Ort der Präsentation im Sense-Interface, also London und den 19. Februar. So lässt sich die Auswahl an geleakten Bildern schnell auf diese eingrenzen. Das dort gezeigte Smartphone stimmt auch mit den Einzelteilen überein, die Etradesupply in die Finger bekommen und freundlicherweise in Form eines Videos mit der Welt geteilt hat.

Demnach ist das HTC One beziehungsweise M7 mit 13,7 × 7,0 Zentimetern einen Tick größer als das HTC One X. Auffällig sind außerdem das flache und sehr saubere Design auf der Rückseite und die recht "eckigen Ecken", wie man sie beispielsweise bei HTCs Windows Phone 8X findet. Als Material kommt Kunststoff zum Einsatz.

Zudem scheint HTC dem Flaggschiff einen dedizierten Kamera-Auslöser zu verpassen, was bestens zur Gewichtung der Kamera passen würde. Das Design auf der Vorderseite ist mit zwei Lautsprecher-Gittern ober- und unterhalb des Displays etwas gewöhnungsbedürftig. Ob der Klang dafür entschädigt, muss das HTC One oder M7 noch beweisen.

Das Gehäuse scheint außerdem komplett geschlossen zu sein. Der Akku ließe sich demnach vom Anwender nicht austauschen. Ein SD-Kartenslot ist bei den von Etradesupply gezeigten Bauteilen ebenfalls nicht vorgesehen. Der SIM-Slot befindet sich seitlich am Gehäuse. Im Folgenden findet Ihr das komplette Video von Etradesupply:

Pocketlint hat einen abfotografierten Bildschirm aus einem Warensystem veröffentlicht, der ein HTC M7 in zwei verschiedenen Varianten zeigt: einmal in schwarz und einmal in silber. Außerdem zeigt die geknipste Liste ein Hard Case und einen Displayschutz.

Fazit: Die im Video gezeigten Bauteile wirken authentisch – und stimmen mit den an diversen anderen Stellen aufgetauchten Produktbildern überein, beispielsweise auch mit den Aufnahmen von einem angeblichen HTC One, die Android-Police zugesendet wurden.

Unterm Strich scheint HTC hier an allen Ecken und Enden auf die Tube gedrückt zu haben. Zwei große Fragezeichen bleiben aber nach wie vor: die Fähigkeiten der Kamera und die neue Sense-Version. Sollten sich diese am 19. Februar gegen 15.00 Uhr in zwei Ausrufezeichen verwandeln, hat HTC hier ein – pardon – richtig geiles Ding auf die Beine gestellt. Wir sind schwer gespannt und werden natürlich fleißig für Euch berichten.

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