Hallo milliardenschweres Apple: Zeit, ein Zeichen zu setzen!

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Ein Kommentar. Rekordergebnis bei Apple . 18 Milliarden Dollar Gewinn im letzten Quartal. Das sind 2264 Dollar pro Sekunde oder knapp 136.000 Dollar pro Minute. Und das könnte ich jetzt noch umrechnen auf Tage, Wochen, Monate. Egal, wie man es dreht und wendet: Es ist irrsinnig unfassbar unglaublich viel. Es ist mehr, als jemals irgendein Unternehmen irgendwo in drei Monaten verdient hat. Und was passiert mit der Kohle?

Nicht viel jedenfalls. Apple hat eine monströse Kriegskasse , baut ein elefantöses neues Bürogebäude , ach was, eine ganze Stadt. Fein, freut mich, wenn's gut läuft. Aber bitte, Apple: Mit einem Bruchteil der Kohle, die ihr auf Halde liegen habt, könntet Ihr wirklich etwas tun. Und nein, Ihr sollt das Geld nicht einfach bloß spenden. Ihr hättet auch noch selbst etwas davon.

Denn zumindest wenn es um die reinen Hardware-Specs geht, seid Ihr schon längst nicht mehr die Nummer eins. Das macht zwar nichts, solange Ihr weiterhin ein gutes Gespür für den richtigen Kompromiss beweist sowie unterm Strich einfach geile Hardware baut und diese mit einer zuverlässigen, einfach zu bedienenden Software bestückt. Aber genau das versuchen auch eure Konkurrenten – und die kriegen das immer besser hin.

Zwar verdient Ihr erheblich mehr Geld als Samsung, HTC & Co., doch ob sich die Preisschraube des iPhones immer weiter nach oben drehen lässt, wage ich zu bezweifeln. Aktuell gibt Euch der Erfolg recht. Aber ob das in Zukunft auch noch so ist?

In anderen Bereichen könntet Ihr aber ein Zeichen setzen, das die ganze Industrie unter Druck setzen dürfte. Ja, nach den Berichten über katastrophale Zustände und Selbstmordserien bei Euren Zulieferern hat sich schon einiges getan. Aber es könnte noch viel mehr sein.

Kümmert Euch darum, dass nicht nur Eure direkten Angestellten, sondern auch alle, die für Euch arbeiten, stolz darauf sind, ein Teil von Apple zu sein. Bezahlt sie alle fair (oder sogar gut), egal, ob sie Icons der iOS-Oberfläche gestalten oder am Design des iPhone 7 arbeiten, Schrauben in das Gehäuse drehen, Akkus festkleben oder in irgendwelchen Minen nach Lithium und seltenen Erden buddeln, die Ihr für Eure Geräte braucht.

Investiert in saubere, umweltschonenden Fertigungstechnologien. Kauft Eure Rohstoffe von Unternehmen, die sich nicht an Mindeststandards halten, sondern bei denen man stolz sagen kann: Hier wird nachhaltig gewirtschaftet. Andere machen das schon . Und zahlt Eure Steuern in den Ländern, in denen Ihr Eure Gewinne erwirtschaftet – damit sich die Bevölkerungen dieser Länder auch in Zukunft über gepflegte Parks, saubere Schwimmbäder, funktionierende Feuerwehren und Müllabfuhren freuen kann. Und auch in Zukunft Eure Produkte kauft.

Was will der denn jetzt, werdet Ihr Euch vielleicht fragen – wenn Ihr diesen Beitrag überhaupt lest. Aber unterschätzt nicht den mündigen Konsumenten. Euren potentiellen Kunden. Denjenigen, der heute schon im Bio-Supermarkt einkauft, auf Produkte aus Massentierhaltung verzichtet und keine Klamotten bei Modelabels kauft, die ihre Näher(innen) ausnutzen. Schaut Euch die Doku „Sweatshop“ der norwegischen Aftenposten an, in der es um die Textilindustrie geht. Und handelt nicht erst, wenn ein vergleichbarer Film über die Zustände in Rohstoffminen, über Umweltkatastrophen oder chinesische Leiharbeiter auftaucht.

Ob ihr jetzt 15 oder 18 Milliarden Dollar Gewinn einfahrt, interessiert doch nicht die Bohne. Aber wenn ein sündhaft teures (und zugegebenermaßen gutes) iPhone künftig auch noch nachhaltig produziert wird und kein Umweltkiller ist sondern ein Vorbild für die ganze Industrie, dann werden eure Konkurrenten aus Südkorea, China oder Japan noch ganz sparsam gucken – und gezwungen sein, nachzuziehen. So, wie Ihr damals mit der Einführung des ersten iPhone die komplette Handy-Industrie gezwungen habt, zu reagieren.

Also, lieber Apfel: Mach' es noch mal. Und setz' ein Zeichen!

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