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Gear Fit vs. MiCoach: Wie steigt der Puls beim Finale?

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Seit meinem fünften Lebensjahr bin ich Fan des FC Bayern München. So, jetzt ist es raus. Ich bin sogar seit vielen Jahren Mitglied. Entsprechend häufig versuche ich, gerade wichtige Spiele meines Lieblingsvereins anzusehen. Früher, als ich noch in Bayern lebte, war das noch einfacher. Heute wohne ich in Berlin, und es ist eine ganz schöne Fahrerei – sofern ich überhaupt Karten für ein Spiel bekomme.

Natürlich habe ich mich auch für Karten für das DFB-Pokalfinale zwischen dem BVB aus Dortmund und dem FC Bayern München bemüht. Leider ohne Erfolg. Jeder echte Fussballfan kann sich vorstellen, welchen Jubelsprung ich machte, als Samsung einige Journalisten zum Pokalfinale einlud – und ich dabei war! Schade, dass ich gerade keinen Pulsmesser zur Hand hatte. Er wäre weit jenseits meines Ruhepulses gewesen.

Der Grund für die Samsung-Einladung: Wir Journalisten sollten beim Spiel unseren Puls mit der Gear Fit beobachten. Welchen Herzschlag hat man vor dem Spiel? Oder wenn die Lieblingsmannschaft ein Tor schießt? Und was würde passieren, wenn die Gegner in Führung gehen?

Samsung gab uns testweise eine Gear Fit, samt Galaxy S5. Tolle Sache – immerhin war die Gear Fit eines meiner MWC-Highlights in diesem Jahr.

Um den ganzen Test nicht ganz so einseitig zu gestalten, habe ich mich für das Spiel mit dem adidas-miCoach-Brustgurt verkabelt. Via Bluetooth wird dann so mein aktueller Puls an das Nokia Lumia 1520 gefunkt. Die Werte der beiden Devices lassen sich so miteinander vergleichen und Abweichungen ganz leicht feststellen – so zumindest der Plan.

Die Gear Fit hat ihre Stärke im Tragekomfort. Während der Brustgurt sich gerade beim Sitzen ins Fleisch beziehungsweise Fett schneidet, sitzt der Samsung-Fitnesstracker locker und leicht am Handgelenk.

Problematisch sind die Messungen. Bei der Gear Fit ist Stillhalten angesagt. Bewegt man sich nämlich während der etwa 20 Sekunden dauernden Messung, kann die Gear Fit den Puls nicht korrekt abnehmen und gibt einen Fehler aus. Dieses Problem gibt es bei der Methode mit dem Brustgurt nicht. Sobald ich die entsprechende App auf dem Lumia öffnete, konnte ich meinen aktuellen Puls ablesen.

Wenn die Gear Fit mal den Puls anzeigen konnte, lagen die Messwerte beider Geräte meist nah beieinander. Die Unterschiede waren höchstens zwei, drei Herzschläge und damit zu vernachlässigen. Nur einmal gab es eine Abweichung von mehr als zehn Prozent. Die Ursache konnte ich an dieser Stelle nicht herausfinden. Im Zweifelsfall würde ich eher der Brustgurt-Variante vertrauen.

Meine Anfangs-Euphorie für die Gear Fit ist gewichen. Neben der nicht praktikablen Mess-Methode ist auch die Aktivierung des Fitness-Gadgets eher frustrierend. Samsung sieht nämlich vor dem ersten Gebrauch zwingend eine Koppelung mit einem Smartphone vor. Das Telefon braucht wiederum eine App, die es aktuell nur im Samsung-App-Store gibt. Sprich: Smartphones anderer Hersteller funktionieren nicht.

Kunden, die sich also eine Gear Fit kaufen und kein Samsung-Smartphone griffbereit haben, dürften lange Gesichter machen. Das Gerät braucht zwingend eine erste Aktivierung und kann sonst nicht verwendet werden. Und auch im laufenden Betrieb sind viele Funktionen nur in Kombination mit einem Samsung-Handy verfügbar. Warum der Hersteller diesen Weg wählt, wird wohl ein Geheimnis der Koreaner bleiben. Wahrscheinlich wollte man die Kunden so noch enger an die eigene Marke binden.

Das ist wirklich schade. Denn eigentlich hat die Gear Fit so vieles, was man sich von einem Pulsmesser wünschen würde: Tragekomfort, ein tolles Display und die ideale Größe für den täglichen Gebrauch.

Wie gut sich die Gear Fit dann beim Joggen schlägt, müssen wir noch testen. Meine Verletzung hat das bis jetzt verhindert. Gut möglich, dass die Messung da dann zuverlässig und problemlos funktioniert. Sollte die Fitness-Uhr da dann allerdings auch floppen, können wir sie eigentlich nicht guten Gewissens empfehlen. Sie wäre dann lediglich ein High-Tech-Spielzeug für Nerds und echte Samsung-Fans.

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