Facebook-Smartphone – und Android-Launcher für alle

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Am kommenden Donnerstag hat Mark Zuckerberg in die Firmenzentrale im Menlo Park geladen, um Facebooks "neue Heimat unter Android" vorzustellen. Dabei soll es sich nicht nur um ein neues Mittelklasse-Smartphone mit dem Arbeitstitel HTC Myst handeln – vielmehr gibt es gerüchteweise eine Facebook-Integration zu sehen, die an das von HTC erst kürzlich mit dem One vorgestellte BlinkFeed erinnern soll. Die Webseite Android Police ist bereits im Besitz der neuen Facebook-Smartphone-Software und kommt zu dem Schluss, dass Facebook dafür eine Menge am eigentlichen Android-OS verändert hat.

Die Software beziehungsweise das ROM verrät bereits einiges über die technischen Details des neuen Facebook-Smartphones, die sich im Großen und Ganzen mit dem decken, was wir schon vor einigen Wochen über das HTC Myst gemutmaßt haben:

  • Hersteller ist HTC
  • Dual-Core-CPU vom Typ Qualcomm Snapdragon S4 MSM8960
  • 1 GByte RAM
  • 4,3-Zoll-Display mit 720p-Auflösung
  • Android 4.1.2
  • Sense 4.5
  • Hauptkamera mit 5 Megapixeln
  • Frontkamera mit 1,6 Megapixeln
  • Keine Speichererweiterung via SD-Karte
  • Bluetooth 4.0
  • WLAN a/b/g/n

Bei diesen Spezifikationen dürfte zwar kaum ein Hardware-Fan vor Begeisterung vom Stuhl fallen. Das Hauptaugenmerk liegt am Donnerstag aber wahrscheinlich sowieso auf den Software-Adaptionen, die Facebook für das HTC Myst, aber auch – aufgepasst – für andere Android-Smartphones plant. Offenbar kann Facebook Home, einmal installiert, die Einstellungen von HTC- und Samsung-Launchern auslesen und sich dann darüber legen, wenngleich die Möglichkeiten nicht so tiefgreifend sein dürften wie beim HTC Myst selber. Damit soll es dann beispielsweise möglich sein, die Chatfunktion auch aus anderen Apps heraus zu nutzen. Möglicherweise werden Facebook-Features also stärker im Betriebssystem verankert, so dass sie sich auch außerhalb der Facebook-Anwendung verwenden lassen.

Mit Facebook Home geht das soziale Netzwerk definitiv weiter als damals noch bei seinen verunglückten Versuchen HTC ChaCha und HTC Salsa. Sollte die Strategie aufgehen, könnte es Mark Zuckerberg nebenbei gelingen, sein Problem der mobilen Vermarktung in den Griff zu bekommen. Facebook leidet seit längerem darunter, dass ein Großteil der Facebook-Inhalte über Smartphones abgerufen werden, gute Vermarktungsstrategien dort aber bislang fehlten. Mit einer tieferen Integration könnte das kalifornische Unternehmen bezahlte Inhalte seinen Nutzern wahrscheinlich deutlich besser präsentieren.

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