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Display Week 2015: Der Pixelwahn ist noch nicht vorbei

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Pixel hier, Pixel da, Pixel überall. Sie finden sich auf unseren Computern, Fernsehern, Mobiltelefonen, Uhren und auf vielen weiteren Geräten. Egal wo wir hinsehen: Sie sind sichtbar, die kleinen digitalen Bildpunkte. Qualitativ ist die Technik schon heute sehr weit – Hersteller zeigen jedoch, dass die derzeitige Technologie noch nicht das Schlusslicht bildet.

In der kalifornischen Stadt San Jose findet aktuell die Display Week 2015 statt. Es ist eine 6-tägige Fachmesse für Bildschirme und die Technik, die dazu gehört. Hersteller aus aller Welt präsentieren, was schon heute möglich ist und auch was wir in naher Zukunft sehen werden.

Ein wichtiges Thema bei der mehrtägigen Veranstaltung ist die hohe Auflösung und die damit meist verbundene Pixeldichte, die Auskunft über die Darstellungsschärfe gibt. Der Benchmark auf der Display Week liegt in diesem Jahr bei 1038 Pixel pro Zoll. Aktuelle High-End-Smartphones wie Galaxy S6 und Galaxy S6 edge erreichen 576 ppi. Dies sei schon überflüssig, wenn es nach Apple geht: Wenn der Betrachtungsabstand zu einem Gerät 25,4 bis 30,48 Zentimeter beträgt, reichen rund 300 ppi aus, damit die Netzhaut im Augapfel eines Menschens einzelne Bildpunkte nicht mehr wahrnimmt. Ab dieser Grenze spricht der iPhone-Hersteller von dem Zustand „Retina“ und ließ sich das Wort im Jahr 2010 als Marke registrieren.

Die Japan Display Inc. – kurz „JDI“ – präsentierte auf der Display Week eine 8 Zoll große Flüssigkristallanzeige mit einer Auflösung von 4K UHD – sprich 3840 × 2160 Pixel. Das ergibt 551 ppi. Dieses Panel mit integrierter Touch-Ebene könnte in Eurem nächsten Tablet stecken.

Taiwans AU Optronics legt einen drauf: 6 Zoll in der Diagonale, IPS-LCD und die selbe 4K-Auflösung. Mit 734 Bildpunkten pro Zoll wirkt die Qualität wie gemalt, sagen unsere Kollegen von heise online , die vor Ort sind.

Aus China kommen zwei LCDs für Smartphones: 5,5 und 4,7 Zoll – beide lösen 3840 × 2160 Pixel auf. Unter dem Strich kommen nie dagewesene 806 respektive 941 ppi heraus. Bei den Produkten handelt es sich um Bildschirme, bei denen die Subpixel nicht klassisch nach RGB (Rot-Grün-Blau) angeordnet sind, sondern nach RG-BG (PenTile Matrix). Letztes führt bei niedrig auflösenden Displays zu einer schlechten Lesbarkeit.

Eines der Highlights der Display Week ist jedoch eine kleine Anzeige mit einer Schärfe von 1038 ppi. Das Display misst eine Diagonale von 2,8 Zoll – es könnte der Bildschirm einer etwas größeren Smartwatch werden. Der Hersteller AFD möchte die OLED-basierte Technik mit 1440p-Auflösung lizenzieren, statt selbst produzieren.

Status quo zeigt uns, dass noch sehr viel möglich ist. Manches ist aber noch teuer in der Umsetzung – hier wird unter anderem die Prozessoptimierung in der Produktion helfen. Wenn nicht in diesem Jahr, dann 2016: Der Pixelwahn ist noch nicht vorbei.

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