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BlackBerry Q10: Kaum Käufer – ist das das Ende?

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Der kanadische Hersteller BlackBerry rutscht immer tiefer in die Krise. Eigentlich hätten das neue BlackBerry-Betriebssystem BlackBerry 10 sowie das gleichzeitig vorgestellte Flaggschiff Q10 die Talfahrt des einstigen Primus im Business-Segment aufhalten sollen. Und trotz des vielen Lobes, das BlackBerry nach seiner BlackBerry-10-Präsentation Ende Januar diesen Jahres eingeheimst hat – das Ziel wurde offenbar deutlich verfehlt: Die Verkäufe in den USA und in Kanada seien trostlos, schreibt das das Wall Street Journal. Ein Händler in den USA äußert sich in dem Artikel so, dass nur eine handvoll Geräte verkauft wurden – und viele wurden dann gar nach kurzer Zeit zurückgebracht.

Dabei war sich der deutsche Unternehmenslenker Thorsten Heins sicher, das Q10 könne sich millionenfach verkaufen . Tja, Pustekuchen! Auch bei den älteren Modellen hatte man sich eine Belebung erhofft – eine Annahme, die sich ebenfalls nicht erfüllt hat.

Die Krise ist dabei eine hausgemachte. BlackBerry hatte lange Jahre alle Trümpfe in der Hand, als das Unternehmen das Segment mit physischen Tastaturen dominierte. Viel zu spät erkannte man den Trend hin zu echten Touchscreen-Smartphones und verlor so große Marktanteile an Apple und Samsung. Auch sonst handelte der BlackBerry-CEO Thorsten Heins glücklos: Das Q10 – immerhin auch mit einer Tastatur ausgestattet – kam erst einige Monate nach der BlackBerry-10-Vorstellung. Auf die Frage, warum man das Telefon mit Keyboard denn so spät bringe, antwortete Heins, weil man den Tastatur-Markt eh inne habe. Fehlenden Mut kann man Thorsten Heins also nicht attestieren. Das bewies der Deutsche auch, als er auf die Frage nach dem Rückzug seines Unternehmens aus dem Tablet-Markt antwortete, Tablets seien kein gutes Geschäftsmodell.

Aha!

Die Kombination aus einer – sorry – gewissen Schnarchnasigkeit und dem offenbar fehlenden Gespür für den Markt, scheint den Kanadiern jetzt herb zuzusetzen – wenn nicht sogar den Garaus zu machen. Erst vor zwei Wochen bot sich das Unternehmen zum Verkauf an. In der Regel ist das die Kapitulation.

Es gab vor einigen Jahren mal ein herrliches Comic, in dem die typischen Kunden der Smartphone-Brands persifliert werden. Demnach sahen die Android-Nutzer damals die BlackBerry-Kunden als Dinosaurier an. Und die sind ja bekanntlich mittlerweile ausgestorben.

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