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App-Store-Bewertungen vom Fließband? Kein Problem!

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Mitentscheidend für den Erfolg einer App im Store ist ihre Bewertung. Die sollte eigentlich eine faire und ehrliche Sache sein – schließlich stammt sie ja von anderen Nutzern. Das ist aber nicht immer so: Bewertungen gibt's gegen Kohle auch vom Fließband. Das ist nichts neues, doch aktuell tauchen Bilder im Netz auf, wie das sogenannte „Bürsten“ in der Praxis abläuft. Und diese Professionalität ist schon irgendwo zwischen beeindruckend und erschreckend.

Was es schon länger gibt, sind Minijobber, die ihre Dienste auf Plattformen wie Fiverr anbieten. Für eine Handvoll Dollar gibt es eine Handvoll Bewertungen, Shares und Likes. Das Geschäft scheint sich zu lohnen. Wer nach App Bewertungen kaufen googelt, findet Dutzende fragwürdige Inserate, die hunderte von Bewertungen für tausende von Euros anbieten. Im folgenden Beispiel kosten etwa 500 App-Ratings in den Stores von Apple und Google knapp 2500 Euro – positives Ranking natürlich garantiert.

Es gibt auch viertelwegs seriöse Anbieter, die keine Durchschnittsnote garantieren. Da die tatsächlichen Tester der Anwendungen aber auch hier für jede Bewertung bares Geld kassieren, liegt es auf der Hand, dass die Rankings auch in diesen Fällen eher positiv aussehen.

Deutlich günstiger als beim oben genannten Beispiel gehen asiatische Anbieter auf den Markt. Bereits 2013 berichtete t3n , dass eine positive Bewertung einer kostenlosen App dort für gerade einmal 80 Cent zu haben sein soll.

Wie das in der Praxis abläuft, ist spätestens mit dem Auftauchen dieser Fotos kein großes Rätsel mehr. Unter dem Twitter-Account @simonpang erschien das Bild einer jungen Frau, die vor über 70 Smartphones sitzt – mit der Überschrift „This is how App Store ratings work. Welcome to the reality.“

Gründerszene hat noch ein weiteres Foto veröffentlicht, das seinen Ursprung auf der chinesischen Twitter-Alternative Weibo hat (Direktlink ist leider ohne Login nicht erreichbar). Auch hier liegen dutzende Smartphones startklar auf einem Tisch – angeblich zum gleichen Zweck: Bewertungsproduktion am Fließband.

Eigentlich sollten mich diese Bilder ja nicht weiter tangieren. Dass man Bewertungen kaufen kann, ist ja nichts neues. Dennoch finde ich dieses Ausmaß durchaus beeindruckend. Was haltet Ihr von solchen Methoden?

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