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Amazon: kein Apple TV & Google Chromecast mehr

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Medienberichten zufolge wird Amazon die Streaming-Devices von Apple und Google zukünftig nicht mehr verkaufen. Man wolle seine Kunden nicht verwirren. Der Konkurrenz einen Riegel vorzuschieben dürfte es wohl besser treffen.

Wie der Nachrichtendienst Bloomberg berichtet, wird Amazon die Streaming-Geräte Apple TV und Google Chromecast aus dem Sortiment nehmen. In einer entsprechenden E-Mail soll das Unternehmen dies seinen Marktplatz-Anbietern mitgeteilt haben.

Der Online-Händler begründet diese Entscheidung damit, dass Prime Video in den letzten drei Jahren ein wichtiger Teil des kostenpflichtigen Prime-Dienstes geworden ist. Und so sei es auch wichtig, dass alle Streaming-Media-Player, die das Unternehmen im Angebot hat, Prime Video unterstützen. Mit Abspielgeräten, bei denen dies nicht der Fall ist, möchte man seine Kunden nicht „verwirren“.

"Over the last three years, Prime Video has become an important part of Prime. It’s important that the streaming media players we sell interact well with Prime Video in order to avoid customer confusion."

Es sollen zukünftig nur noch Player verkauft werden, die Amazons Dienst Prime Instant Video unterstützen. Dies sind unter anderem Streaming-Boxen von Roku, die Spielekonsolen Xbox One und PlayStation und natürlich in erster Linie Amazons eigene Fire-TV-Devices.

Eine für viele wohl sowieso nicht ganz nachvollziehbare „Verwirrung der Kunden“ ließe sich allerdings auch auf eine andere Art vermeiden: Statt Apples und Googles Streaming-Lösungen nicht mehr zu verkaufen, könnte man Prime Video auch für Apple TV und Google Chromecast anbieten. Amazon stellt entsprechende Apps für die beiden Streaming-Konkurrenten schlicht nicht zur Verfügung.

Es scheint übrigens nicht das erste Mal zu sein, dass Amazon mit harten Bandagen kämpft. Bei Verhandlungen mit Verlagen soll der Konzern in der Vergangenheit schon einmal Einfluss auf die Verfügbarkeit von Artikeln genommen haben . Dass bei gedruckten Büchern absichtlich Lieferungen verzögert wurden, um höhere Rabatte beim Einkauf von E-Books zu „erpressen“, bestritt das Unternehmen allerdings .

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