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Affen-Selfies: Kein Copyright für den „Fotografen“

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Die US-Behörde Copyright Office musste sich mit einem skurilen Fall beschäftigen: Besitzt ein Fotograf die Rechte an einem Foto, das ein Affe geknipst hat?

Im konkreten Fall hat der britische Fotograf David Slater die Wikimedia Foundation aufgefordert, ein Bild von einem Affen von der Webseite zu entfernen. Das Foto hat der Schopfmakak selbst geknipst – mit der Kamera von Slater, die sich der Primate mal eben im Regenwald der indonesischen Insel Sulawesi gekrallt hat . Mit der Digicam knipste das Tier hunderte Bilder; einige davon von sich selbst.

Wikimedia weigerte sich, das Bild zu entfernen. Nach Ansicht der Stiftung kann der Fotograf keine Rechte an dem Foto haben, wenn der Affe den Auslöser betätigt hat. Zumindest das US-Recht scheint auf der Seite Wikimedias zu sein: „Das Copyright Office kann keine Werke registrieren, die von der Natur, von Tieren oder Pflanzen hergestellt wurden. Auch kann die Behörde keine Arbeit registrieren, die angeblich von einem göttlichen oder übernatürlichen Wesen geschaffen wurde,” schreibt die Behörde in einem Bericht (Abschnitt 306).

In England sieht die Rechtslage dagegen unter Umständen anders aus, schreibt The Telegraph. Voraussetzung wäre allerdings, dass der Fotograf das Ziel verfolgt hätte, der Affe würde den Auslöser drücken. Und: Verhandelt wurde so ein Fall auch noch nicht vor einem britischen Gericht.

In Anbetracht der aktuellen Situation, in der Urheberrechte häufig wenig nutzerfreundlich ausgelegt werden , ist dieser Fall dennoch mal eine gute – und nette – Nachricht.

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