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Xiaomi Mi 4: schnell, individuell und aus Edelstahl

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Der chinesische Hersteller Xiaomi hat heute sein neues Flaggschiff vorgestellt: das Mi 4. Die Hardware kann sich durchaus sehen lassen, spielt entgegen vorheriger Gerüchte aber nicht in der absoluten Ultra-High-End-Liga. Aber das ist Jammern auf allerhöchstem Niveau.

So kommt als Prozessor ein 2,5 GHz schneller Quad-Core vom Typ Qualcomm Snapdragon 801 mitsamt 3 GByte RAM zum Einsatz. Das 5 Zoll große Display löst Full-HD mit 1920 × 1080 Pixeln auf und ist vollständig laminiert. Zuvor geisterten für das Xiaomi Mi 4 auch mal ein Snapdragon 805 sowie ein QHD-Display durchs Netz.

Weiterhin liefert auch das Mi 4 mal wieder einen eindrucksvollen Beweis dafür, dass die China-Plastik-Ära vorbei ist. Das Smartphone kommt in einem Gehäuse aus rostfreiem Stahl. Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es hier aber eine abnehmbare Rückschale. Das dient aber wohl nur zu Design-Zwecken – das Datenblatt spricht von einer „internal battery“ mit 3080 mAh, die wohl eher nicht austauschbar ist. Dafür ist eine Schnelllade-Funktion an Bord, die den Akku bei 9 Volt mit 1,2 Ampere und bei 5 Volt mit 2 Ampere lädt. In einer Stunde soll der Stromspeicher so 40 Prozent seiner Kapazität erlangen – und ein kompletter Ladevorgang 2,5 Stunden dauern.

Bild: Xiaomi
Von Leder und Kuhfell über Stoff bis hin zu Holz und Kristalloptik (?): Für das Xiaomi Mi4 gibt es zahlreiche verschiedene Rückschalen.

Die rückseitige Kamera löst 13 Megapixel auf; ihre Optik bietet ein lichtstarkes Öffnungsverhältnis von F1.8. Der Bildsensor vom Typ Sony IMX214 unterstützt außerdem eine 4K-Video- sowie Echtzeit-HDR-Aufnahme. Die Frontkamera bietet 8 Megapixel, ebenfalls eine Blende von F1.8 und einen Öffnungswinkel von 80 Grad, was etwa einer Brennweite von 26 Millimetern im Kleinbildäquivalent entspricht. Außerdem verspricht Xiaomi eine Fokusgeschwindigkeit von 0,3 Sekunden und wäre damit – jedenfalls in puncto Herstellerangaben – auf dem Niveau von Samsung Galaxy S5 und HTC One (M8).

Weiterhin ist eine Infrarot-LED an Bord, die das Mi 4 in eine Universal-Fernbedienung verwandelt. Als Betriebssystem kommt Android 4.4 zum Einsatz, darüber liegt die Xiaomi-Benutzeroberfläche MIUI in Version 6.

Xiaomi wird das Mi 4 in zwei verschiedenen Speicherkapazitäten anbieten. Die 16-GByte-Ausführung soll 320 Dollar kosten, für die 64-GByte-Version veranschlagt der Hersteller 400 Dollar. Zur Verfügbarkeit in Europa gibt es bislang leider noch keine Details. Spätestens seit der Verpflichtung vom ehemaligen Android-Produktmanager Hugo Barra dürfte jedoch klar sein, dass Xiaomi große Pläne hat. Hoffentlich auch für Europa.

Quellen: Xiaomi (Facebook), Hugo Barra (Google+)

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