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Windows 10: Einschränkungen für Handys mit wenig RAM

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Die Smartphone-Version von Windows 10 benötigt mindestens 512 MByte Arbeitsspeicher. Eigentlich. Microsoft möchte aber offensichtlich den Fehler beim Umstieg von Windows Phone 7 auf Windows Phone 8 – sprich: Update nicht möglich – nicht wiederholen, sondern so viele Kundengeräte wie möglich mitnehmen auf die neueste Software-Inkarnation. Alle aktuell erhältlichen Windows-Smartphones sollen ein Update auf Windows 10 bekommen.

In der Praxis wird es dabei zwangsläufig zu Einschränkungen kommen. Offizielle Informationen, was bei Geräten mit wenig RAM nicht oder nur eingeschränkt funktioniert, gibt es bislang nicht. In einem polnischen Forum ist nun aber ein Dokument durchgesickert, das Licht ins Dunkel bringt.

Im Hintergrund laufende Apps, die die Standortdaten erfassen, werden deaktiviert, wenn eine speicherhungrige Anwendung im Vordergrund läuft. Das könnte beispielsweise bei Trainings-Apps für Jogger problematisch sein, wenn sie gleichzeitig Musik hören möchten. Grundsätzlich kann das auch bei Geräten mit mehr Arbeitsspeicher passieren, doch Smartphones mit weniger als 512 MByte werden dieses Problem öfters haben.

High-Dynamic-Range-Aufnahmen werden eine geringere Qualität auf Geräten mit wenig RAM haben. Stehen 512 MByte oder mehr zur Verfügung, berechnet die Foto-App die Bilder laut den geleakten Dokumenten aus drei Bildern mit maximal 5 statt aus fünf Bildern mit maximal 8 Megapixeln.

Grundsätzlich ist die volle VoIP-Funktionalität auch auf günstigen Geräten gegeben. Allerdings besteht die Gefahr, dass das Smartphone bei einem eingehenden Anruf nicht klingelt, wenn eine speicherhungrige App im Vordergrund läuft.

Microsoft erwartet, dass 97 Prozent aller Windows-Phone-Apps – sowohl von Microsoft selbst als auch aus dem Market – problemlos auf Windows-10-Smartphones mit wenig RAM laufen. Aufwändige Apps können aber durchaus mal etwas zäh reagieren.

Spannend: Einige der „wichtigsten“ Apps sollen unter den Top-5-Speicherfressern sein. In diesen Fällen arbeitet Microsoft den geleakten Informationen nach direkt mit den Entwicklern der Programme zusammen, um sie möglichst lauffähig zu bekommen.

Windows-Smartphones mit wenig RAM werden im Task-Switcher maximal zwei offene Anwendungen anzeigen. Beim Wechsel zwischen Apps kann es zu Wartezeiten kommen. Außerdem kann das Starten von Programmen lang dauern oder fehlschlagen, wenn gleichzeitig eine speicherintensive App läuft.

Maximal zwei Tabs halten Webseiten im Speicher. Wechselt man zu einem anderen Tab, muss die Seite neu geladen werden. Beim Scrollen wird es häufiger weiße Bereiche zu sehen geben, da der Cache kleiner ist. Außerdem kann es Probleme mit sehr aufwändigen Seiten geben (das Dokument spricht von einem Prozent der Top-1000): Der Browser kann hier sehr langsam werden oder abstürzen.

Quelle: WMPoweruser via WinFuture

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