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WhatsApp-Verschlüsselung hat nur beschränkten Nutzen

von  //  Twitter

In einem ausführlichen Test haben sich unsere Kollegen von c't die seit einigen Monaten im WhatsApp-Messenger eingesetzte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung genauer angeschaut. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Verschlüsselung zwar prinzipiell gut funktioniert – allerdings nur beschränkten Nutzen hat, da der Nutzer nie weiß, ob sie gerade zum Einsatz kommt.

Beim Untersuchen der Verschlüsselung von Datenpakten des Kurznachrichtendienstes konnten die Tester zwar bestätigen, dass sie zwischen Android-Smartphones per TextSecure-Technologie in der Tat gut funktioniert – von einem iPhone ausgehende oder dort eingehende Nachrichten jedoch unverschlüsselt versendet werden. Als normaler Nutzer kann man allerdings keinen Unterschied erkennen.

Die c't kritisiert vor allem, dass weder beim Verschicken noch beim Empfang von Nachrichten innerhalb WhatsApp angezeigt wird, ob dies per E2E-Verschlüsselung (Ende-zu-Ende-Verschlüsselung) geschieht. Im Test bleiben außerdem noch einige Fragen offen, die durch den Versuchsaufbau nicht erfasst werden konnten. Beispielsweise „ob die E2E-Verschlüsselung tatsächlich immer zum Einsatz kommt, wenn es möglich ist, oder nach bestimmten Kriterien auch mal ausgesetzt wird – etwa auf Anfrage gewisser Dienste oder in bestimmten Ländern.“

Die Kollegen fügen hinzu, dass sie nicht wissen, „ob die von WhatsApp erstellten, geheimen Schlüssel unter bestimmten Umständen vielleicht doch das Gerät verlassen.“ Allerdings sei dies ohnehin nicht von größerer Relevanz, solange WhatsApp „jedem Client jederzeit signalisieren kann, ab sofort unverschlüsselt zu senden und der Anwender praktisch keine Chance hat, das zu bemerken.“ WhatsApp selbst macht bislang keine konreten Angaben dazu, wie die E2E-Verschlüsselung des Messengers im Detail eingesetzt wird.

Tiefergehende Infos zum Test der E2E-Verschlüsselung von WhatsApp und zum Versuchsaufbau finden sich im ausführlichen Artikel von c't.

Quelle: c't

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