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WhatsApp: Facebook denkt über kommerzielle Chats nach

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Statt einem Brief oder Anruf gibt es eine persönliche WhatsApp-Nachricht vom lokalen Optiker, dass die bestellte Brille fertig ist und zur Abholung bereit steht. So könnte es bald aussehen, wenn es nach Facebook geht: Das Unternehmen denkt über die Einführung von kommerziellen Chats nach.

Der Instant Messenger der gleichnamigen WhatsApp, Inc. – eine Tochtergesellschaft des Facebook-Konzerns – hat eine große Nutzerbasis: Im April waren es 800 Millionen aktive Nutzer. Das entspricht etwa 9,2 Prozent der Weltbevölkerung. Wäre WhatsApp eine eigene Nation, so stünde es zusammen mit China, Indien, Facebook und Tencent Weibo in den Top 5. Am Donnerstag, den 2. April 2015 erzielte der grüne Kommunikationsdienst aus Palo Alto, Kalifornien einen neuen Rekord: In 24 Stunden wurden 64 Milliarden Nachrichten gesendet und empfangen. Das sind 740.740 transferierte Nachrichten pro Sekunde. Diesem Potential ist sich Eigentümer Facebook bewusst und überlegt, eine zusätzliche Einnahmequelle zu errichten.

„Wir denken, dass die Einführung dieser B2C-Nachrichten [Business-to-Consumer] uns ein gutes Geschäftsmodell bietet.“ – sagte David Wehner, Finanzvorstand Facebook, auf der JPMorgen Technology Conference in Boston, MA. „Sobald wir die idealen Möglichkeiten herausgefunden und die Dinge herausgearbeitet haben, werden wir die Integration starten. Dies ist aber ein langfristiger Plan.“ – erklärte er weiterhin.

Aktuell testet Facebook viele Funktionen in seinem eigenen Messenger, der parallel zu WhatsApp geführt wird. Die Nutzerbasis dort beträgt 600 Millionen (Stand März 2015).

Im Oktober 2014 wurde WhatsApp samt 50 Mitarbeiter von Facebook übernommen. Der Kaufpreis betrug damals 19 Milliarden US-Dollar, mittlerweile haben die Aktien einen Wert von 22 Milliarden Dollar, weil Facebook (NASDAQ:FB) seinen Aktienanteil erhöht hat. Jetzt geht es darum, das Geld wieder reinzuholen, denn mit einer Abonnementgebühr von rund einem Euro pro Jahr werden auch die geduldigsten Aktionäre langsam nervös.

Quelle: Bloomberg

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