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Webseitenbetreiber sperren Adblock-Nutzer aus

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Das Appelieren an das gute Gewissen der Nutzer hat nicht geholfen. Verschiedene Medienhäuser legen nun nach – und blockieren Besucher mit Adblocker.

Es wird ruppiger im Internet. Webseitenbetreiber leiden zunehmend unter der hohen Anzahl von Nutzern mit Adblockern, mit iOS 9 werden solche Browser-Plugins auch auf mobilen Seiten zu einem Problem bei der Refinanzierung. Die Antwort der Medien: Adblocker an, Content aus.

Besucher der US-Tageszeitung Washington Post haben ab sofort keinen Zutritt mehr, wenn sie einen Adblocker verwenden. Statt des gewünschten Artikels sehen sie nun eine Liste mit drei Optionen. Zugriff auf den Artikel gibt es für eine Registrierung beim Newsletter, für einen Account bei der Washington Post oder für das Deaktivieren des Werbeblockers.

Der Content-Industrie bleibt häufig kaum eine andere Wahl, heißt es von Sourcepoint, einem Unternehmen, das sich auf das Blocken von Adblockern spezialisiert hat: In den USA nutzen, je nach Medium, zwischen 15 und 30 Prozent eine Werbesperre. In Europa soll die Zahl noch höher sein, heißt es. Sanfte Maßnahmen haben nicht geholfen: Das Appelieren an das gute Gewissen der Nutzer soll nur in 0,33 Prozent der Fälle dazu geführt haben, dass Webseitenbesucher das jeweilige Angebot auf die Whitelist ihres Blockers setzen, Werbung also zulassen. Und ein Drittel davon hat die Ausnahme später wieder entfernt.

Was meint Ihr: Wie sollte die Medienbranche mit dem Problem der Adblocker umgehen?

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