TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Toshibas Doppel-Kamera-Modul für nachfokussierbare 3D-Bilder

von  //  Twitter Google+

Der Megapixel-Krieg geht langsam zu Ende. Die Erkenntnis, dass die reine Zahl der Bildpunkte wenig über die Qualität einer Kamera aussagt, setzt sich immer stärker durch – und somit müssen die Hersteller Kreativität beweisen. Optische Bildstabilisatoren, blitzschnelle UltraPixel-Knipsen, riesige Sensoren und ähnliche Einfälle sollten für immer bessere Fotos sorgen. Toshiba gesellt sich mit dem gerade vorgestellten Kamera-Modul TCM9518MD zu diesem Kreis der außergewöhnlichen Features hinzu.

Das TCM9518MD besteht aus je zwei Linsen und Bildsensoren sowie einem dazugehörigen Bildverarbeitungsprozessor. Die Sensoren erfassen jeweils "nur" 5 Megapixel, die der Chip dann allerdings auf 13 Megapixel hochinterpoliert. Eine Revolution bei der Bildqualität darf man bei einer Interpolation niemals erwarten, im Vergleich zu üblichen 13-Megapixel-Kamera-Modulen ist der Toshiba-Baustein dafür deutlich flacher.

Der Konkurrenz voraus ist das vorgestellte Modul allerdings durch die Fähigkeit, nicht nur Bild- sondern auch Tiefeninformationen aufzuzeichnen. So fangen mit der Toshiba-Kamera ausgestattete Smartphones und Tablets nicht nur 3D-Bilder ein. Der Nutzer ist auch in der Lage, den Fokus nachträglich digital zu verändern, ähnlich wie bei der Lytro-Kamera. Und als wäre das noch nicht genug, kann der Anwender einzelne Objekte aus dem Bild ausschneiden – oder im Gegenzug auch ausradieren. Goodbye, Photobomb.

Klingt soweit nach einem spannenden Kamera-Modul, allerdings bereitet uns die Größe der Bildsensoren etwas Bauchschmerzen. Mit 1/4 Zoll ist der Sensor flächenmäßig nicht einmal mehr halb so groß wie die üblichen 1/3-Zoll-Sensoren. Dass es nicht auf die Größe ankommt, mag in einigen Bereichen ja durchaus zutreffen, bei Kamera-Sensoren allerdings nicht. Immerhin kommt das Toshiba-Modul dank der konservativen 5-Megapixel-Auflösung noch auf eine Pixelgröße von 1,4 Micrometer. Zum Vergleich, das iPhone 5S bietet 1,5 und das HTC One gar 2 Micron große Pixel.

So toll die einzelnen Features also auch klingen, die Bildqualität des Toshiba-Moduls wird leider nur durchschnittlich sein. Ende Januar sollen die ersten Samples an Hersteller verschickt werden. Wann die ersten Geräte mit der Stereokamera auf den Markt kommen sollen, steht aber noch in den Sternen.

Quelle: Toshiba (via)

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige