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Test: Honor 3c

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Im November hat die Huawei-Marke Honor das 3c angekündigt, ein günstiges Android-Smartphone mit guter Hardware. Es steht in direkter Konkurrenz mit Motorola Mobilitys Moto G, ob es das Potential hat, genau so erfolgreich zu werden, oder es nur eines von vielen Android-Smartphones ist, erfahrt Ihr in unserem Testbericht.

Die Hardware ist eher untere Mittelklasse als Einsteiger. Als Recheneinheit dient Mediateks MT6582 Vier-Kern-Prozessor. Der Arbeitsspeicher ist mit 2 GByte großzügig ausgefallen. Der interne Speicher ist 8 GByte groß, lässt sich aber über eine microSDHC-Karte erweitern. Die Anzeige ist 5 Zoll groß und löst mit 1280 × 720 Pixel auf. Die primäre Kamera auf der Rückseite schießt Fotos mit maximal 8 Megapixel, die Frontkamera mit 5 Megapixel. Im 140 Gramm schweren Gerät liefert ein austauschbarer 2300-mAh-Akku den Strom. Das Honor 3c ist 139,5 mm hoch, 71,4 mm breit und 9,2 mm flach. Es beherrscht Bluetooth 4.0 und GPS, auf LTE und NFC muss man verzichten.

HUAWEI Honor 3c

Das Honor 3c ist ein eher unauffälliges Smartphone. Auf der Front dominiert das 5 Zoll große Display, darunter befinden sich drei kapazitive Tasten und darüber eine Hörmuschel und eine Frontkamera. Die Ecken und Kanten sind nur leicht abgerundet, das Gerät macht von vorne einen maskulinen Eindruck. Die Rückseite unterscheidet sich nicht nur farblich von der Front, sondern ist auch rundlicher. Neben einem dezenten Honor-Schriftzug findet man auf der Rückseite nur die Kamera, eine kleine LED und ein zweites Mikrofon. Die Hardware-Tasten für die Lautstärkeregelung und das Ein- und Ausschalten des Smartphones befinden sich auf der rechten Seite. Der microUSB-Anschluss ist unten und die Kopfhörer kann man auf der Kopfseite anschließen.

Insgesamt macht das Honor 3c nicht den wertigsten Eindruck, was vor allem am dünnen Kunststoff auf der Rückseite liegt. Dafür liegt es, dank der Form, gut in der Hand. Auch die Tasten sind gut erreichbar und haben einen angenehmen Druckpunkt. Ob man On-Screen-Tasten, oder kapazitive Tasten besser findet, bleibt wohl jedem selbst überlassen, wir haben nichts gegen die „alte“ Variante.

HUAWEI Honor 3c

Als Betriebssystem dient Android OS 4.2.2 Jelly Bean, darüber liegt die Emotion UI 2.0. Jelly Bean ist nun wahrlich nicht mehr die aktuellste Android-Version und selbst die Emotion UI existiert bereits in der Version 3.0. Nichtsdestotrotz arbeitet das System stabil und macht nur selten Probleme. Die Benutzeroberfläche ist leicht verständlich, uns aber etwas zu verspielt. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der fehlende App-Launcher, sämtliche Applikationen befinden sich auf dem Homescreen.

Das Smartphone überzeugt in Sachen Geschwindigkeit durchaus positiv. Der Prozessor und die 2 GByte RAM machen eine gute Arbeit, das Honor 3c arbeitet flott und auch aufwändigere Spiele laufen meistens ruckelfrei.

Viel Display für wenig Geld, das schien das Motto im Huawei.Hauptquartier zu sein, als man dabei gewesen war das Honor 3c zu entwerfen. Mit 5 Zoll ist es nämlich ungewöhnlich groß für einen so geringen Preis. Die Auflösung beträgt ausreichende 1280 × 720 Pixel, die Pixeldichte: gute 293 ppi.

HUAWEI Honor 3c

Die Anzeige ist insgesamt wirklich gut, es handelt sich bei dem Panel um ein LCD. Es ist scharf und der Kontrast ist in Ordnung. Es ist zudem ausreichend hell und auch bei direkter Sonnenlichteinstrahlung macht es keine Probleme. Der Touchscreen reagiert des Weiteren schnell und präzise. Das Honor 3c hat eines der besten Displays in der Preisklasse.

Wie eingangs erwähnt lösen die Kameras mit 8 und 5 Megapixeln relativ hoch auf. Auf der Rückseite wird der Sensor bei dunklen Szenarien von einer LED unterstützt.

Die Ergebnisse sind bei gutem Licht gut. Die Fotos sind kontrastreich, scharf und die Farben werden realitätsnah wiedergegeben. Wie eigentlich immer bei günstigen Sensoren sinkt die Qualität bei weniger Licht erheblich: Die Fotos werden unscharf und es macht sich ein starkes Bildrauschen bemerkbar. Die kommt dem in kleinen Räumen zwar etwas entgegen, das Licht hat aber eine unnatürliche Farbtemperatur und man hat die Wahl zwischen Bildrauschen und einem eher nervigen Blitzlicht. Die Frontkamera kann man hingegen Loben. Sie hat zwar keinen Weitwinkel, wie man ihn bei teureren Smartphones findet, die Qualität gleicht aber vielen High-End-Geräten.

HUAWEI Honor 3c

Der 2300-mAh-Akku liefert genügend Strom für bis zu 1,5 Tage. Auch hier muss gesagt werden, dass das ein sehr guter Wert ist, wenn man ihn mit der direkten Konkurrenz vergleicht. Während des Tests haben wir das Honor 3c mit einer SIM-Karte genutzt. Zur Nutzung gehörte das Aktualisieren von sozialen Netzwerken, ein bis zwei kurze Anrufe und viel Instant Messaging.

Dank der Dual-SIM Option eignet sich das Honor 3c super um im Urlaub eine zweite SIM einzulegen und zum Inlandspreis zu surfen. Der Empfang ist zudem gut bis sehr gut und während Telefonaten sind uns keine auffälligen Störgeräusche aufgefallen. Der Lautsprecher ist ebenso positiv aufgefallen, er ist laut und klingt auch bei hohen Lautstärken noch gut. Es fehlt allerdings, wie bei so vielen Smartphone-Lautsprechern, an Bass.

HUAWEI Honor 3c

Alles in allem konnte uns das Honor 3c wirklich überzeugen. Für den Preis kriegt man ein gutes Paket. Zwar bietet das große Gerät wenige Highlights, gleichzeitig gibt es aber auch kaum Dinge, die man stark negativ auffallen. Was uns bei dem Honor 3c aber dann doch stört ist das Design, es wirkt dick, klobig und billig. Das Honor 3c kann man sich für etwa 140 Euro zulegen, dafür kriegt man ein gutes Gesamtpaket. Wer sich für das Smartphone interessiert, sollte sich aber auf jeden Fall vorher noch das Motorola Moto G der zweiten Generation anschauen und dann entscheiden. So oder so macht man mit dem Honor 3c wenig falsch.

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