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Smartphone entsperren mit Ohr, Stimme & Herzschlag

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Zukünftig könnte es die abgefahrensten Methoden geben, um sein Handy zu entsperren. Neben schon in vielen Smartphones verbauten Fingerabdrucksensoren als Biometriecheck scheinen sich bald Irisscanner dazugesellen – aber auch Ohr, Handabdruck oder Herzschlag eines Nutzers könnten als Sicherheitsmerkmal herhalten.

Aktuell macht ein Amazon-Patent im Netz die Runde, das beschreibt, wie sich ein Smartphone durch den Ohrabdruck des Nutzers entsperren lässt. Dabei wird das Ohr des Nutzers einmal abfotografiert und zukünftig durch die Frontcam des Handys überprüft. Während diese Methode in der Praxis – beispielsweise in dunklen Umgebungen – nicht besonders praktikabel sein dürfte, bietet die Bodyprint-Technologie der Yahoo Labs Ähnliches, unterstützt aber auch die Identifizierung des Nutzers durch Faust, Finger oder Handfläche.

Bei der Bodyprint-Methode dient das Display des Handys als eine Art Scanner, wenn auch einer mit einer recht geringen Auflösung von nur 6 ppi. Aufgrund der großen Auflagefläche soll dies allerdings zur Analyse und Überprüfung des entsprechenden Körperteils ausreichen. Bei ersten Tests soll die Erfolgsrate immerhin bei 99 Prozent gelegen haben.

Irisscanner könnten sich noch in diesem Jahr in ersten Smartphones und Tablets finden – eventuell in Geräten vom Hersteller Samsung. Im März dieses Jahres kündigte das Unternehmen SRI an, diese Art von biometrischen Sensoren für Mobile Devices der Koreaner zu entwickeln und herzustellen. Als erstes Gerät mit Irisscanner soll eine spezielle Ausführung des Galaxy Tab Pro 8.4 auf den Markt kommen.

Aber auch der gute alte Fingerabdruckscanner hat wohl so schnell noch nicht ausgedient – zumal zukünftig eventuell ein Druck auf eine beliebige Stelle auf dem Display zur Überprüfung ausreicht. Eine entsprechende Technologie hat sich das Unternehmen CrucialTec gesichert. Die Firma entwickelt schon seit Jahren biometrische Sensoren, die unter anderem schon in Smartphones von Huawei und Oppo verbaut wurden.

Mit „Trusted Voice“ bzw. „Vertrauenswürdige Stimme“ bietet Google auf seinen Nexus-Geräten unter Android Lollipop die Möglichkeit das Tablet oder Smartphone per Stimme des Nutzers zu entsperren. Die entsprechende Option findet sich in den Einstellungen unter „Sicherheit“/“Smart Lock“. Bislang lässt sich dieses Feature allerdings nur nutzen, wenn der Besitzer die Systemsprache des Gerätes auf Englisch umstellt – Deutsch wird bislang nicht unterstützt.

Das Armband Nymi der kanadischen Firma Bionym soll den Herzschlag des Nutzers durch Berühren mit dem Finger auslesen können. Dieses Signal wird dann per Bluetooth an Geräte in der Umgebung übertragen, die es mit einer Vorlage vergleichen. Auf diese Art und Weise soll im Prinzip also der Herzschlag des Besitzers das entsprechende Mobile Devices entsperren können.

Damit Smartphones und Tablets das Entsperren per Auge, Finger, Handabdruck & Co. erlauben, muss neben der entsprechenden Hardware auch eine spezielle Software entwickelt und auf dem Mobile Device installiert werden. Microsoft verspricht mit Windows 10 und dem Feature „Windows Hello“ die biometrische Authentifizierung durch die verschiedensten Methoden schon von Haus aus zu unterstützen.

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