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Sensorring Fin: Smartphone, Tablet & Co. per Gesten steuern

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Golden Krishna, Senior Designer bei Samsung Design America hatte Recht, als er auf der SXSW-Keynote sagte: "The best interface is no interface." Diese Reduktion auf das Allernotwendigste steht TouchWiz zwar nicht gerade ins Gesicht geschrieben, hat aber so etwas wie eine kleine Designbewegung hervorgerufen, die auf Twitter beispielsweise unter dem Hashtag #NoUI wiederspiegelt.

Und ganz wunderbar in diese Kerbe schlägt das Indiegogo-Projekt Fin. Fin, das ist ein offen geschwungener Ring für den Daumen, der an einem Ende eine Biegung nach oben beschreibt. Mit dem mittig angebrachten Streifen wirkt das Gadget ein wenig, als wäre es Tron entsprungen. Das wichtigste aber steckt im Inneren – eine Reihe von Sensoren, die Gesten erkennt. Bei der Entwicklerversion sind Wischgesten nach oben, unten, links und rechts möglich, außerdem erkennt der Ring ein Fingertippen. Der fertige Fin soll dann sogar unterscheiden können, auf welches Fingerglied der Nutzer gerade mit dem Daumen tippt. Wer seine Hand vor sich hält, entdeckt hier ein potenzielles Tastenfeld. Wer weiß – vielleicht erlebt T9 ja bald seinen zweiten Frühling.

Der Fin-Ring soll übrigens nicht nur zur Steuerung von Smartphones und Tablets mit Android, Windows und iOS herhalten. Die Hersteller geben als weitere Beispiele Fernseher, Autos, Smart Glasses und Heimautomationssysteme an. Die Verbindung zur Hardware erfolgt über Bluetooth 4.0 Low Energy. Dementsprechend fällt auch die Akkulaufzeit des Rings stark aus: Mit einer Ladung soll der Lithium-Eisen-Stromspeicher einen ganzen Monat lang durchhalten.

Das Projekt klingt auf jeden Fall extrem spannend. Die ganz große Frage ist nur: Ist die Bedienung wirklich so intuitiv und vor allem präzise, wie es das Werbevideo verspricht? Das werden wohl erst die Praxistests zeigen. Wer innerhalb der nächsten 31 Tage 99 US-Dollar plus 20 Dollar Versand nach Deutschland auf den Tisch legt, wird es im September diesen Jahres herausfinden. Die abgespeckte Entwicklerversion kostet 79 US-Dollar und soll bereits im Juni in die Post gehen.

Eine ganz wichtige Lektion in Marketing hat das junge Team schon gelernt. Statt den diversen Farbvarianten schnöde Namen nach Duden zu geben, gibt es Fin zu kaufen in: Vermilion Orange, Royal White, Matte Black, Liberty Blue und Persian Green. Damit wäre das Bedien-Interface nicht nur extrem minimalistisch, sondern steckt auch noch in der Lieblingsfarbe des Trägers am Daumen.

Quelle: Indiegogo

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