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Schutz der Privatsphäre entscheidet über Leben und Tod

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In einer Rede auf der Sicherheitskonferenz des Weißen Hauses sagte Apple-Chef Tim Cook, dass man das Recht auf Privatsphäre nicht opfern dürfe. In seiner kurzen Ansprache verwies er auf die Geschichte: Sie habe bereits gezeigt, dass dies schreckliche Konsequenzen haben könne.

Seit sich die Regierungschefs von Großbritannien und den USA für einen Zugang auf verschlüsselte Konversationen ausgesprochen haben, werden die Themen Privatsphäre und Datenschutz so heiß diskutiert wie lange nicht. Zum „Gipfel für Cybersicherheit“ der US-Regierung glänzten die Chefs der prominentesten eingeladenen Unternehmen nun durch Abwesenheit. Dass Google, Microsoft, Facebook und Yahoo nicht durch ihre CEOs vertreten wurden, sehen viele Nachrichtenmagazine als Zeichen dafür, dass Unmut herrscht.

Die FAZ beispielsweise schreibt, dass „Internet-Chefs Obama nicht sehen wollen“, weil sie sauer sind. Sie seien immer noch aufgebracht über das Ausmaß der Ausspähungen durch amerikanische Sicherheitsbehörden. Aber auch die aktuellen Forderungen der US-Regierung nach Zugriff auf verschlüsselte Kommunikation sieht die FAZ als Grund für den Boykott. Der Bayrische Rundfunk hingegen verweist darauf, dass die großen Internetkonzerne in der Regierung gar eine Gefahr sehen.

Apple ließ es sich hingegen nicht nehmen, auf der Sicherheitskonferenz des Weißen Hauses seine Meinung zum Thema zu äußern. CEO Tim Cook betonte in seiner kurzen Rede, dass man das Recht auf Privatsphäre nicht opfern dürfe. Dies könne sonst schreckliche Konsequenzen haben, wie die Geschichte schon gezeigt habe. Wenn die Verantwortlichen nicht alles in ihrer Macht stehende tun würden, um das Recht auf Privatsphäre zu schützen, riskiere die Gesellschaft etwas viel wertvolleres als Geld.

Apple-CEO Tim Cook sprach auf dem Cybersecurity-Gipfel der US-Regierung über Datenschutz und Privatsphäre.

Für die nicht anwesenden Google und Facebook gab es einen Seitenhieb in Bezug auf sensible Daten: Tim Cook beteuerte, dass Apples Geschäftsmodell auf dem Verkauf der besten Produkte basiere – und nicht auf dem Verkauf von persönlichen Daten. Weiterhin betonte Cook, dass man die Daten seiner Kunden bestmöglich vor Zugriffen schütze. Dass dies gar nicht so einfach ist, musste der Konzern schon am eigenen Leib erfahren: Im September vergangenen Jahres hatte Apple mit Hackerangriffen auf die iCloud zu kämpfen. Dabei wurden unter anderem geklaute Nacktbilder von Prominenten im Internet veröffentlicht. Ende 2014 startete das Unternehmen dann eine große Datenschutzinitiative.

Quelle: YouTube (via)

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