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Schon wieder: Samsung Galaxy Note 3 cheatet bei Benchmarks

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Kurze Zeit nach der Veröffentlichung des Samsung Galaxy S4 kam heraus, dass der Hersteller die Benchmarks des Flaggschiff-Smartphones mithilfe einiger Tricks manipuliert hat. Die Koreaner haben umgehend dementiert, dass die Ergebnisse absichtlich verändert wurden und haben auf unschuldig plädiert. Nun haben die Kollegen von Ars Technica entdeckt, dass Samsung mit dem Galaxy Note 3 zum Widerholungstäter geworden ist, was die Unschuldsbeteuerungen in ein fragwürdiges Licht rückt.

Der Trick, den Samsung bei beiden Geräten anwendet, ist sehr simpel – das Smartphone kann zwischen regulärer Software und Benchmark-Apps unterscheiden. Sobald das Note 3 erkennt, dass ein beliebtes Benchmark-Tool seinen Dienst antritt, aktiviert es einen speziellen High-Speed-Modus. Dieser taktet den Snapdragon-800-Prozessor von Qualcomm konstant auf die maximale Frequenz von 2,3 GHz. Die somit erzeugten Ergebnisse liegen deutlich über Konkurrenz-Smartphones, die der gleiche Prozessor antreibt. Samsung verschafft sich also einen unfairen Vorteil, der sich dann auch in den Testberichten niederschlägt.

Als Reaktion auf die erneute Trickserei von Samsung hat AnTuTu erste Konsequenzen angekündigt. Die Variante des beliebten Benchmark-Tools, AnTuTu X, soll dank einer verschleierten Kennung verhindern, dass Smartphones und Tablets die App als Benchmark identifizieren und einen Turbo-Modus aktivieren, wie beim Note 3. Ob auf diesem Weg allerdings das Vertrauen der Nutzer zurückgewonnen werden kann, bleibt abzuwarten. Denn Samsung wird sicher versuchen, auch diesen Mechanismus zu umgehen. Während das Wettrennen der Smartphone- und Benchmark-Hersteller nun also gehörig Fahrt aufgenommen hat, bleibt dem Anwender nicht viel übrig, als Benchmarks mit einer großen Portion Skepsis zu betrachten.

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